Im Weltall hört dich niemand … ach, ihr wisst schon
Natürlich erfährt auch der Xenomorph im HR-Giger-Museum viel Liebe. Angefangen bei lebensgroßen Alien-Figuren, die an der Decke lauern, bis zu fast 50 Jahre alte Filmrequisiten, die schon zu Staub zerfallen. Kein Witz: Witzig erklärt, dass die echten
Xenomorph-Schädel, -Kostüme und Miniaturen im Vakuum gelagert werden müssen, weil die Dinger nie für die Ewigkeit gebaut wurden.
Als Filmfan freut es mich damit freilich umso mehr, dass sich der Museumsbetrieb um die Erhaltung dieses Stücks Kinogeschichte bemüht. Und wenn ihr schon immer mal nur von einer Glasscheibe getrennt der Kreatur in die … Augen(?) blicken wollt, die die Crew der Nostromo schnabuliert hat, wisst ihr jetzt, wo ihr hin müsst.
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Problemfall Alien? Was vom Sci-Fi-Kult übrig ist
Im Giger-Museum findet ihr aber auch Skizzen und Requisiten zu einem Sci-Fi-Epos, das nie das Licht der Welt erblickt hat: Alejandro Jodorowskys Dune, der gerne mal als der beste nie gedrehte Film aller Zeiten
betitelt wird. Daran war auch HR Giger beteiligt und dass das so ambitionierte Projekt auseinanderfiel, hat ihm laut Mia Bonzanigo definitiv zugesetzt.
Was hätte sein können, zeigen im Museum geschreinerte Möbel, auf denen Baron Harkonnen auf dem Planeten Giedi Prime hätte Platz nehmen sollen. Die pechschwarze Ästhetik und die knochigen Einzelteile erinnern dabei natürlich irgendwo an Alien, lassen mich aber vor allem von einem Film träumen, der nie sein sollte. Naja, dafür hat es Denis Villeneuve mit seiner Adaption verdammt gut hinbekommen.
Die Bar meiner (Alb)träume
Vergleichbar makaber, düster und … knochig geht’s übrigens in der offiziellen Giger-Bar zu. Die wartet direkt gegenüber vom Museum mit speziell an das Alien und dessen Vater angelehnte Spezialitäten auf - sowohl im alkoholischen oder alkoholfreien Bereich.
Am spektakulärsten ist aber unweigerlich die Innenausstattung der Giger-Bar. Barhocker, Tisch und Sessel wirken wie aus einer anderen, noch gruseligeren Welt als der unseren und die komplette Innenausstattung wie aus einem Guss. Von Buden bis zur Decke und wieder zurück ziehen sich Konstrukte, die als beunruhigend lange Wirbelsäule irgendeiner grausigen Lebensform durchgehen, der man weder nachts noch tags begegnen möchte.
Worte werden dieser Bar eigentlich nicht gerecht - deswegen gibt's hier gleich zwei Bilder aus dem Inneren!
Wie viel Eindruck die Giger-Bar macht, wird mir vor allem dadurch bewusst, wie viele erstaunte, irritierte und verstörte Blicke durch die Außenfenster geworfen werden. Es mag ein wenig abgedroschen klingen, aber am Tresen oder an einem Tisch habe ich mich tatsächlich ein wenig so gefühlt, als würde ich inmitten eines Fiebertraums sitzen.
Nicht nur für Giger- und Alien-Fans
Selbst die alten Alien-Filme sehen heute noch immer fantastisch aus - der meisterhaften Regie von Ridley Scott und James Cameron und auch handgemachten Effekten sei's gedankt! Bisher hatte ich mich mit der Kunst von HR Giger aber immer nur in auf digitalen Bildschirmen oder gedruckt in Büchern beschäftigt.
Das war natürlich schon cool, aber nicht so cool, die Kunst des Alien-Vaters mal richtig anfassen
zu können ... okay, ich habe nichts wirklich etwas angefasst, sonst hätte ich (völlig zu Recht) Ärger vom Museumspersonal bekommen. Die Leinwände und Skulpturen HR Gigers aus nächster Nähe zu sehen und wertschätzen zu können, war für mich eine Erfahrung, die ich jetzt guten Gewissens von meiner Bucketlist streichen kann.
Und ich bin mir sicher: Nicht nur bei Fans von Alien und oder Giger dürfte ein Besuch von Museum und Bar Begeisterung entfachen!
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