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Humankind wagt endlich den Angriff auf Civilization

Mit Humankind blasen die Endless-Space-Entwickler zur Jagd auf Civilization und bereichern dessen Rundenstrategieprinzip um ein originelles Kultursystem, Megastädte und Taktikschlachten.

von Michael Graf,
26.08.2019 17:05 Uhr

In Humankind führen wir einen Stamm durch die Menschheitsgeschichte. Doch dieser Stamm wird sich wandeln ...In Humankind führen wir einen Stamm durch die Menschheitsgeschichte. Doch dieser Stamm wird sich wandeln ...

Als Amplitude bezeichnet man den Scheitelwert einer Schwingung, den maximalen Ausschlag beispielsweise eines Pendels oder einer Schallwelle. Da machen die Amplitude Studios ihrem Namen alle Ehre, denn sie schwingen mit Humankind hinauf in den Olymp der Rundenstrategie und fordern Civilization heraus, jene unverwüstliche Historienserie, die seit 1991 den Trendwirren der PC-Spiele trotzend an den Chartspitzen thront.

Civilization 6 und sein Vorgänger Civilization 5 siedeln bis heute im fruchtbaren Weideland der 20 meistgespielten Steam-Titel. Civ, so galt stets das Mantra, muss keine Konkurrenz fürchten, weil es bereits alles abdeckt, was ein Rundenstrategiespiel über die gesamte Menschheitsgeschichte abdecken muss.

Doch Humankind ist genau das: ein weiteres Rundenstrategiespiel über die Menschheitsgeschichte, also ein Angriff auf Civilization, auch wenn Jean-Maxime Moris das niemals so sagen würde. Für den Executive Producer ist Humankind ganz einfach ein Traumprojekt, das Spiel, das Amplitude habe entwickeln wollen, seit das Studio 2011 von ehemaligen Ubisoft-Mitarbeitern gegründet wurde.

Weil dem Team anfangs die Erfahrung für einen Historienbrocken gefehlt habe, versuchte sich Amplitude aber erst mal mit Endless Space an der Weltraum- und mit Endless Legend an der Fantasy-Strategie, erzählt Moris. Nach der Übernahme durch Sega im Jahr 2016 und dem Release von Endless Space 2 im Folgejahr seien dann endlich die Weichen für Humankind gestellt gewesen.

Vierteiliger Report: Die Geschichte der Rundenstrategie (inklusive Civilization)

Reveal-Trailer zu Humankind zeigt erstes Gameplay des Civ-Konkurrenten 1:56 Reveal-Trailer zu Humankind zeigt erstes Gameplay des Civ-Konkurrenten

Befeuert wird der Amplitude-Erfolg von einer starken Community; seit ihren Anfangstagen beziehen die Entwickler ihre Fans mit ein, lassen sie Spiele sogar mitgestalten. Auf der hauseigenen Plattform Games2Gether veröffentlicht Amplitude nämlich nicht nur regelmäßige Updates, sondern stellt auch Grafikentwürfe sowie Designideen zur Abstimmung und nimmt Community-Vorschläge entgegen.

Natürlich ist Games2Gether für Amplitude inzwischen auch zum Marketing-Tool geworden, das Studio betont seine Community-Nähe bei jeder Gelegenheit - warum auch nicht, wenn dabei gute Strategiespiele herauskommen. Sega überlegte zuletzt laut, das Konzept auf andere Serien à la Total War auszuweiten.

Auch Humankind soll von Games2Gether profitieren, wo den Entwicklern vor dem Release im Jahr 2020 längere Diskussionen bevorstehen dürften. Vieles haben sie nämlich noch nicht festgezurrt, Amplitude jongliert Werte und Konzepte, experimentiert mit einem Mix aus frischen Ideen und Civilization-Anleihen.

Auf der Gamescom 2019 präsentieren Jean-Maxime Moris und seine Kollegen Humankind erstmals der Öffentlichkeit und wir nicken erst mal selbstgefällig: Sieht doch aus wie Civilization, da können wir zwischendurch ein Nickerchen … Wie bitte, das ist kein Siedler und wir wählen kein Volk?!

Die Steinzeit als Spielplatz

Die Ruinen alter Zivilisationen bringen unserem steinzeitlichen Stamm neues Wissen, hier wählen wir zwischen drei Boni.Die Ruinen alter Zivilisationen bringen unserem steinzeitlichen Stamm neues Wissen, hier wählen wir zwischen drei Boni.

Zum Beginn der Humankind-Präsentation gibt es keine Völkerwahl, wir springen direkt ins Spiel und stehen mit einer Gruppe Frühmenschen auf der in Hexfelder unterteilten Strategiekarte. Klar, kennt man ja: Diese Siedler werden gleich unsere erste Stadt gründen, die Keimzelle unseres Imperiums, das irgendwann den gesamten Planeten unterjochen wird. Oder aber friedlich mit seinen Nachbarn zusammenleben, denn Kriege sind in Humankind gar nicht notwendig für den Sieg - dazu kommen wir gleich!

Grundsätzlich wird unser bescheidener Stamm auch in Humankind die erste Stadt gründen - aber noch nicht jetzt! Denn er ist noch gar kein baubereiter Siedlertrupp, der nur darauf wartet, endlich Häuser zimmern zu dürfen. Vielmehr steuern wir anfangs tatsächlich Nomaden, mit denen wir die Karte erkunden. Im Gegensatz zu Civilization, wo kontroverse Diskussionen darüber toben, ob man den ersten Siedler bewegen darf oder nicht, müssen wir unseren Stamm hier sogar über die Karte scheuchen, rundenweise ziehen wir hinaus in die noch unbekannte Landschaft.

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