IFA 2025: Unsere persönlichen Messehighlights am Montag

Endspurt! Die IFA 2025 ist fast vorbei. Wir von GameStar Tech bleiben natürlich dran und lassen nicht nach. Hier findet ihr unsere Favoriten vom vorletzten Messetag.

Ein E-Bike im Motorrad-Stil könnte mein verkauftes Auto ersetzen

Ich könnte mir vorstellen, auf so einem »Fahrrad« zu fahren. (Bildquelle: Duy Linh DinhGameStar Tech) Ich könnte mir vorstellen, auf so einem »Fahrrad« zu fahren. (Bildquelle: Duy Linh Dinh/GameStar Tech)

Duy Linh Dinh: Ich habe vor einigen Wochen mein Auto verkauft und fühle mich seither freier und eingeschränkter zugleich.

Einerseits freue ich mich darüber, nicht mehr an Versicherungen, Reparaturen und tanken denken zu müssen, aber andererseits bin ich in der Mobilität natürlich weniger flexibel als vorher.

Daher steht bei mir die Überlegung im Raum, ein E-Bike oder einen E-Scooter zu kaufen. Auf der IFA 2025 habe ich ein Modell entdeckt, das sofort meine Aufmerksamkeit erregt hat.

Das Aotos EBO3 Pro sieht aus wie ein Motorrad, ist aber ein E-Bike. Das erkennt man beim genauen Hinschauen – da sind Pedale!

In der Mitte des Lenkers befindet sich ein 5,5-Zoll Bildschirm, der die Fahr-Metriken oder sogar Google Maps anzeigen kann.

Der Rahmen besteht aus Aluminium und macht einen sehr hochwertigen und robusten Eindruck. Mit einer Ladung soll man bis zu 130 Kilometer weit fahren können.

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Ich frage mich nur noch, ob ich das Design in der Praxis noch cool finden würde. Es sieht aus wie ein Motorrad, aber man tritt in die Pedale. Hm.

Der Preis soll bei 2.000 Euro liegen und der Release nächstes Jahr erfolgen.

Das ist nicht Retro, das ist meine Kindheit! Ein Mini-PC hat Jusufs Herz erobert

Der Acemagic G3A sieht aus wie ein NES. (Bildquelle: Jusuf HaticGameStar Tech) Der Acemagic G3A sieht aus wie ein NES. (Bildquelle: Jusuf Hatic/GameStar Tech)

Jusuf Hatic: Ich bin mega-anfällig für Designs, die mich an meine ersten Schritte im Videospielbereich erinnern.

Dann passiert es eben auch mal, dass ich erst am Stand von Acemagic vorbeistratze und nur aus dem Augenwinkel ein verdächtig bekanntes Design bemerke und eine Vollbremsung einlege (Entschuldigung geht raus an den IFA-Gast, der deshalb fast mit mir kollidiert wäre).

Aber ich hatte einen guten Grund, denn seht euch nur mal dieses wundervolle NES-inspirierte Design des Mini-PCs an! Ich hatte sofort ein Grinsen im Gesicht und schon überlegt, wie ich das Teil a) unauffällig mitnehme und b) wo ich es am besten platzieren kann – und sei es nur als kleine Deko.

Am liebsten hätte Jusuf den Mini-PC direkt mitgenommen. (Bildquelle: Jusuf HaticGameStar Tech) Am liebsten hätte Jusuf den Mini-PC direkt mitgenommen. (Bildquelle: Jusuf Hatic/GameStar Tech)

Wobei, dafür wäre der G3A genannte Acemagic-Rechner sogar fast zu schade, schließlich dürfte er auch einen passablen Büro-PC abgeben.

Dafür sorgen (auf Wunsch) ein AMD Ryzen AI 9 HX 370 und bis zu 64 GByte RAM sowie bis zu 4 TByte SSD-Speicher. Da sieht man mal wieder, wie weit die Technik seit der tatsächlichen NES-Zeit gekommen ist …

Aotos L2: Kein Witz: Ein fahrbarer Koffer sorgt für immensen Spaß!

Auch bei Linh und den anderen Kollegen sorgte der fahrbare Untersatz für großen Spaß. (Bildquelle: Patrick SchneiderGameStar Tech) Auch bei Linh und den anderen Kollegen sorgte der fahrbare Untersatz für großen Spaß. (Bildquelle: Patrick Schneider/GameStar Tech)

Patrick Fernando Schneider: Ich verbinde Kofferpacken vorrangig mit Stress. Erst muss die Kleidung gebügelt und gefaltet werden, dann muss ich mit meinen Tetris-ähnlichen Fähigkeiten alles möglichst platzsparend im Koffer verstauen.

Ich hasse es.

Die beiden Modelle des Herstellers Aotos haben mir auf der IFA hingegen ein Bahnschrankenbreites Grinsen ins Gesicht gezaubert. Denn ich kann mich auf die Metallkoffer setzen und mit einer Höchstgeschwindigkeit von 10 km/h losflitzen!

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Kein Wunder, dass die Teile für derartiges Aufsehen sorgen. Nahezu jeder Besucher bleibt zumindest kurz stehen und schaut zu, wie ich mit dem fahrbaren Untersatz meine Runden drehe und fast um die Kurven fliege.

Der L3 soll dieses Problem mithilfe von zusätzlichen Rollen dämpfen und für mehr Stabilität in scharfen Kurven sorgen. Das klingt alles ziemlich absurd, aber genau das macht eben den Koffer aus.

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Der Hersteller selbst gibt eine maximale Reichweite von 10 Kilometern an. Diese hängt mit hoher Wahrscheinlichkeit vom Gewicht ab (maximal 110 Kilogramm). Wie schnell die abnehmbare 93-Wh-Batterie geladen wird, kann ich derzeit noch nicht sagen.

Der 8-Kilo-Flitzer sorgt im Ersteindruck zumindest für eine Menge Spaß und macht gleichzeitig einen sehr stabilen Eindruck.

PlantPetz: Ich kann es nicht fassen, dass mir dieser Blumentopf nicht aus dem Kopf geht

Dieser Blumentopf bringt die Pflanze zum Tanzen. (Bildquelle: PlantPetz, Ursula DemlingGameStar Tech) Dieser Blumentopf bringt die Pflanze zum Tanzen. (Bildquelle: PlantPetz, Ursula Demling/GameStar Tech)

Ursula Demling: Pflanzen sind manchen Leuten offenbar einfach zu langweilig: Sie stehen rum, wachsen langsam vor sich hin und irgendwann sterben sie.

Es gibt immer wieder Unternehmen, die Pflanzenpflege interaktiver machen wollen. Auch bei GameStar Tech ist uns schon ein smarter Blumentopf untergekommen:

Der Go Planty damals war ein Scam, der Blumentopf hat wohl nie existiert. Den Blumentopf von Plantpetz gibt es wirklich, ich habe ihn mit meinen eigenen Augen gesehen. Und er wohnt seitdem mietfrei in meinem Kopf.

Der Blumentopf hat einen Bewegungssensor und ihr könnt über Bluetooth Musik über ihn abspielen: Nähert ihr euch der Pflanze oder spielt Musik ab, dann bringt der Topf die Pflanze zum Tanzen.

In der Blumenerde steckt ein Sensor. (Bildquelle: Ursula DemlingGameStar Tech) In der Blumenerde steckt ein Sensor. (Bildquelle: Ursula Demling/GameStar Tech)

Das sei – so erfahre ich am Stand – auch für die Pflanze gut: Die Bewegung stärke – wie etwa der Wind – den Stiel.

Aber das ist noch nicht alles: Über einen Sensor in der Erde verbindet ihr den Topf mit den Wurzeln eurer Pflanze: Der misst nicht nur die Bodenfeuchtigkeit, sondern registriert auch, wenn ihr die Blätter eurer Pflanze berührt. Dann wackelt die Pflanze und kichert vor sich hin.

Der Herr am Stand erklärt mir: Mit dem Blumentopf gibt euch die Pflanze die Liebe zurück, die ihr dieser gebt. Ich bleibe mit einem großen Fragezeichen zurück und berichte hiermit offiziell: Ja, so etwas wie smarte Blumentöpfe gibt es wirklich.

Weiter geht es auf der nächsten Seite mit unseren persönlichen Messehiglights vom Dienstag.

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