Fly me to the moon …
- dieser Wunsch von Frank Sinatra soll in Zukunft Wirklichkeit werden. Die europäische Weltraumorganisation ESA forscht schon seit geraumer Zeit daran, eine Mondbasis zu errichten. Das Problem: Sündhaft teure Raumsonden können nicht überall auf der zerklüfteten Mondoberfläche landen, weil es zu viele Krater gibt, die sie beschädigen.
Vorhang auf für Impact: Das Aufbauspiel wird auf Steam kostenlos angeboten und ermöglicht es euch, der ESA bei der Lösung des Problems zu helfen. Obendrauf erhaltet ihr zudem ein kurzweiliges Aufbauspiel für ein paar gemütliche Abende.
Impact kostenlos auf Steam spielenKrater finden und losbauen
Das Spielprinzip von Impact ist schnell erklärt: Zu Beginn bekommt ihr echte Bilder von der Mondoberfläche angezeigt. Eure Aufgabe ist es, möglichst viele Krater darauf zu markieren. Diese Daten wandern zur ESA, die dadurch ihre eigenen KI-Tools füttern können, um einen geeigneten Landeplatz für die Raumsonden aufzuspüren.
Für euch ist nach dem Identifizieren der Krater hingegen Spielzeit! Ihr könnt in einem Krater eurer Wahl eine eigene Siedlung errichten, inklusive Solarkraftwerken, Wohnmodulen, Forschungslaboren und weiteren Gebäuden.
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Impact auf Steam: Gameplay-Szenen aus dem kostenlosen Aufbauspiel
Ihr müsst eure lunare Infrastruktur gut planen, denn es kommen einige spannende Herausforderungen auf euch zu. Musstet ihr euch in einem Aufbauspiel schon mal mit Meteoritenstürmen und Mondbeben herumschlagen? Nein? Jetzt schon!
Um euch bestmöglich zu wappnen, müsst ihr nicht nur Gebäude errichten, sondern auch die Forschung neuer Technologien vorantreiben. Apropos vorantreiben: Auch eure Aktionen im Spiel nutzt die ESA, um ihre KI mit Daten zu füttern und sie auf die Zeit auf dem echten Mond vorzubereiten.
Wer hat's erfunden?
Impact ist kein kommerzielles Spiel, sondern ein Projekt der Hochschule Darmstadt. Stephan Jacob, Professor für Kreative Technologien in Digital Arts, entwickelte das Spiel gemeinsam mit einem 15-köpfigen Studententeam.
Vorher versuchte die ESA vergeblich, Freiwillige im Rahmen einer App für das Smartphone bei ihrer Suche nach Mondkratern zu gewinnen. Doch das scheiterte an etwas Elementarem: dem Spaß daran. Stephan Jacob erinnert sich:
Da gab es in der Spitze mal 9000 Spieler:innen, und die haben schnell wieder aufgehört, weil sie gemerkt haben, wieviel Arbeit das ist. 75 Prozent haben weniger als zehn Krater markiert, denn die Spieler wollen in erster Linie Spaß.
Mit Impact soll genau dieser Spaß geliefert werden. Was genau die Beteiligten so sehr an dem von der ESA finanzierten Projekt begeistert, beschreibt Stephan Jacob wie folgt:
Wir entschieden uns dann für Siedlungsbau. Das spricht nicht alle Spieler an, aber einen sehr enthusiastischen Teil der Community.
[…] Wir können endlich zeigen, dass Videospiele nicht nur zum Rumdaddeln da sind, wie viele immer denken. Die Spiele haben oft einen tieferen Sinn!
Für ihre eigene Mondbasis hat die ESA übrigens das Jahr 2031 als Ziel ausgegeben. Dann soll der Mondlander Argonaut
abheben und in Zusammenarbeit mit der NASA verschiedene Mondmissionen in Angriff nehmen.
Mehr als genug Zeit also, um der KI-Software beim Lernen zu helfen. Die ist aber auch nötig, denn derzeit verfügt die ESA über 80 Millionen Datensätze von der Mondoberfläche, die ausgewertet werden müssen.
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