Perfekt fürs Handy? Eine Mini-SSD ist kaum größer als eine Münze und somit das ideale Gadget für unterwegs

Die neue Mini-SSD von Insta360 passt in jede Tasche.

Wie andere ihrer Art ist die neue Mini-SSD von Insta360 und Lexar vielseitig einsetzbar. (Bild: Patrick Schneider, GameStar Tech) Wie andere ihrer Art ist die neue Mini-SSD von Insta360 und Lexar vielseitig einsetzbar. (Bild: Patrick Schneider, GameStar Tech)

Der neueste Wurf von Insta360 ist keine Action-Kamera und auch keine 360-Grad-Drohne, sondern eine kleine SSD für unterwegs. Die ist durchaus sinnvoll, wenn ihr etwa ein iPhone aus der Tasche zückt und riesige Datenmengen an Material filmt.

Der in Zusammenarbeit mit Lexar entwickelte Speicher bietet nämlich ausreichend Geschwindigkeit, um mit kleinen Abstrichen in ProRes Log mit bis zu 120 FPS zu filmen.

Die Mini-SSD unterstützt neben iPhones auch Android-Geräte, Windows-, Mac- und Action-Kameras. Hält das Gadget, was es verspricht?

Was ist ProRes Log?
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ProRes Log ist ein professionelles Videoformat, das Bilder sehr kontrastarm und blass speichert. Dadurch werden in den hellen und dunklen Bildbereichen maximale Details erhalten. Erst in der Nachbearbeitung entfaltet das Bild seine volle Farbpracht. Allerdings erzeugt ProRes Log für ein Maximum an Details und Dynamikumfang riesige Datenmengen, die eine schnelle SSD zwingend voraussetzen.

Patrick Schneider
Patrick Schneider

Autor Patrick fotografiert und filmt viel. Auf seinen internen und externen SSDs lebt er das aus, was er im echten Leben überhaupt nicht verträgt: Unordnung. Seine Fotos und Videos sind wild in zahlreichen Ordnern einsortiert, weshalb er ein durchdachtes System braucht. Statt weiterer SSDs benötigt Patrick eigentlich dringend ein NAS. Das gehört zu seinen Projekten für das Jahr 2026.

Was den Quick-Reader so praktisch macht

Insta360 und Lexar erfinden das Rad nicht neu. Kleine Speichergeräte für Smartphones, Tablets und Co. gibt es zuhauf. Ich habe sie allerdings bislang gekonnt ignoriert – und ihr vielleicht auch.

Dabei haben die kleinen Begleiter durchaus ihre Daseinsberechtigung.

  • Denn sie funktionieren nach dem Plug-and-Play-Prinzip. Sobald ihr sie an das iPhone angestöpselt habt (USB-C), könnt ihr direkt drauf losfilmen. Und das auch in speicherintensiven Dateiformaten wie eben ProRes Log.
  • Das Teil ist tatsächlich kaum größer als eine Münze, wie der Hersteller selbst schreibt. Es gibt keine Ausrede, es nicht in irgendeine Rucksackritze für unterwegs zu verstauen.
  • Die Karte ist nicht nur mit Smartphones, sondern auch mit vielen anderen Geräten kompatibel, was sie universell einsetzbar macht. Glücklicherweise ist das Teil so gebaut, dass ich es problemlos am MacBook anschließen kann.

Allerdings sind mir einige Punkte aufgefallen, die den Workflow etwas stören. Leider muss man die Hülle des iPhones abnehmen, um den Quick Reader einzustecken. Das kann allerdings von Case zu Case variieren.

Zudem wirkt der Quick Reader an einem Smartphone für meinen Geschmack unästhetisch. An der passenden Action-Kamera wirkt der Speicher wiederum treffend.

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Hält der Quick Reader, was er verspricht?

Mithilfe der App »Blackmagic Disk Speed Test« habe ich die Schreib- und Lesegeschwindigkeit des Quick Readers getestet. Die App aus dem App Store eignet sich besonders gut, um zu prüfen, wie schnell Daten auf eine externe (oder interne) Festplatte geschrieben werden können.

Laut Hersteller beträgt die Übertragungsrate bis zu 420 MB/s.

Gemäß der Software schreibt sie etwa 370 bis 390 MB/s. Sie ist dennoch schnell genug für alles, was ein aktuelles Smartphone technisch leisten kann. 4K-ProRes-Aufnahmen mit 60 FPS sind kein Problem, wohingegen 120 FPS die Grenzen des Quick Readers ausloten.

Bei ProRes schreibt die SSD laut Test mit etwa 110 MB/s. Hier wird die SSD zum Flaschenhals. In meiner Test-Aufnahme war hier nach etwa einer Minute Schluss.

Die Datenmengen sind riesig. Dabei habe ich nicht länger als sieben Minuten gefilmt. Die Datenmengen sind riesig. Dabei habe ich nicht länger als sieben Minuten gefilmt.

Mit 60 FPS kann in ProRes Log hingegen so lange gefilmt werden, bis der Speicher voll ist. Dabei werden das Smartphone und der Quick Reader nicht ansatzweise unangenehm warm.


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Für wen lohnt sich eine solche SSD?

Wenn ihr viel mit dem Smartphone filmt, kann sich eine solche Lösung durchaus lohnen. Vor allem, wenn ihr die großen Dateien anschließend unkompliziert und schnell auf euren Computer ziehen möchtet.

Beachtet dabei, dass nicht jedes Smartphone die SSD als Speicherziel auswählen kann. Gerade bei Android-Smartphones müsst ihr gegebenenfalls eine App eines Drittanbieters verwenden.

Preise und Verfügbarkeit: Der Quick Reader kommt ab den 10. März im Handel zu einem Preis von 157,00 Euro.

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