Intel Core i9 10900K: Was geleakte Dokumente über den neuen Intel-Prozessor verraten

Laut Dokumenten unterscheiden sich die Performance-Gewinne im Single-Core- & Multi-Core-Vergleich stark. Zwischen 2 und 30 Prozent mehr Leistung sollen möglich sein.

von Alexander Köpf,
02.01.2020 10:49 Uhr

Unter dem Motto Real Word Performance stichelte Intel gegen AMD - holt die Realität Intel nun ein? Unter dem Motto Real Word Performance stichelte Intel gegen AMD - holt die Realität Intel nun ein?

Die Leaks zu Intels 10ter Core-i-Generation für den Mainstream-Desktop verdichten sich immer mehr. So tauchte im Forum der chinesischen Website Weibo.com (maschinell übersetzt, via Toms Hardware) nun ein angeblich internes Dokument von Intel auf, das Performance-Daten zum kommenden Flaggschiff-Prozessor Core i9 10900K zeigt.

Demnach legt der Zehnkerner gegenüber dem Core i9 9900K zwar deutlich an Leistung zu, jedoch nur im Mehrkern-Vergleich.

Das Dokument zeigt eine ganze Reihe Benchmarks, die sowohl die Single- als auch Multi-Core-Leistung abbilden. Im Mehrkern-Test SPEC beispielsweise kann der Core i9 10900K um maximal bis zu 30 Prozent gegenüber dem Core i9 9900K zulegen, bei Cinebench R15 26 Prozent. Angesichts der zwei zusätzlichen Kerne und vier Threads verwundert das allerdings kaum.

Laut dem geleakten Dokument ist der Core i9 10900K um bis zu 30 Prozent schneller als der Core i9 9900K - allerdings nur im Mehrkern-Vergleich. (Bildquelle: Weibo.com/MebiuW) Laut dem geleakten Dokument ist der Core i9 10900K um bis zu 30 Prozent schneller als der Core i9 9900K - allerdings nur im Mehrkern-Vergleich. (Bildquelle: Weibo.com/MebiuW)

Interessanter sind die Ergebnisse des Single-Threaded-Benchmarks XPRT. Dort kann der Core i9 10900K zwischen zwei und vier Prozent mehr Leistung generieren. Das Performance-Plus scheint aber nicht aus Verbesserungen der Architektur zu resultieren, sondern lediglich aus leicht gesteigerten Taktraten - jüngsten Informationen zufolge soll der 10900K auf einem Kern bis zu 5,3 GHz schnell sein.

Der Energiebedarf steigt

Da Comet Lake-S als Skylake-Refresh weiterhin im betagten 14-nm-Verfahren gefertigt wird, geht die zusätzliche Leistung auf Kosten des Energiebedarfs. Auf dem Dokument werden für den Core i9 10900K sowohl 125 Watt als auch 250 Watt angegeben.

Im Vergleich dazu werden für den Core i9 9900K 95 Watt und 210 Watt genannt, was der TDP (Thermal Design Power, thermische Verlustleistung) und in etwa der Leistungsaufnahme unter Last entspricht.

Intel hat die Echtheit des Dokuments bislang weder bestätigt noch dementiert. Sollten sich die Zahlen jedoch als echt erweisen, dürfte es für Intel schwer werden, AMDs Ryzen-3000-Portfolio in Bedrängnis zu bringen.

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