Intels neue GPU-Architektur heißt Xe - Herstellung in 10 Nanometern bestätigt

Intel hat auf dem Architecture Day bekanntgegeben, dass die bisher als Arctic Sound bekannte GPU-Architektur den Codenamen "Xe" trägt.

von Georg Wieselsberger,
13.12.2018 06:25 Uhr

Intel Xe soll 2020 veröffentlicht werden. (Bild: Anandtech)Intel Xe soll 2020 veröffentlicht werden. (Bild: Anandtech)

Auf dem hauseigenen Architecture Day hat Intel laut Anandtech auch über seine Arbeit an neuen Grafikkarten gesprochen. Bisher war dieses Projekt unter dem Codenamen Arctic Sound bekannt. Doch wie das Unternehmen nun bekanntgab, trägt die neue Grafikchip-Architektur den Codenamen Xe.

Xe soll 2020 veröffentlicht werden und in mehrere Bereiche aufgeteilt werden, die beispielsweise für Rechenzentren beziehungsweise Endkunden optimiert sind. Auch die Herstellung der neuen GPUs im 10-Nanometer-Verfahren wurde noch einmal bestätigt.

Intel ist bereits zwei Mal an dem Versuch gescheitert, auf dem Grafikkarten-Markt Fuß zu fassen. 1998 hatte das Unternehmen den Grafikchip i740 vorgestellt, der aber die Erwartungen nicht erfüllen konnte und letztlich zur Grundlage der Grafikkerne in Intel-Prozessoren wurde. Auch das 2009 vorgestellte Larrabee-Projekt wurde nur ein Jahr später wieder eingestellt.

Trotzdem ist Intel auf dem Grafikmarkt erfolgreich, denn die Grafikkerne in den Prozessoren sorgen für einen großen Marktanteil und reichen für reine Anwender und daher für viele Unternehmen vollkommen aus. Mit Xe will Intel aber nicht nur im Bereich des Maschinenlernens und der Künstlichen Intelligenz eine Rolle spielen, sondern definitiv auch Grafikkarten für Gamer anbieten.

Das Team für die Chip-Entwicklung besteht aus sehr bekannten Leuten wie Ex-Radeon-Chef Raja Koduri, aber auch CPU-Legende Jim Keller, der bei AMD zuletzt die Zen-Architektur entwickelte, ist mit an Bord. Auch die ehemaligen AMD-Manager Chris Hook und Darren McPhee sind im Bereich Grafik-Marketing bei Intel tätig.

Sollte Intel seinen Zeitplan bei Intel Xe einhalten, dürften die neuen 10-Nanometer-Grafikchips in spätestens zwei Jahren auf sehr starke Konkurrenz von AMD und Nvidia treffen. AMD nutzt bereits die vergleichbare 7-Nanometer-Produktion von TSMC für Vega-GPUs und die kommenden Navi-Chips, während Nvidia trotz größerer Strukturen bei den GPUs eine zumindest aktuell sehr hohe Leistung mit Turing-Grafikkarten wie der Geforce RTX 2080 bietet. Zwei Jahre sind im Bereich der Grafik eine lange Zeit, vor allem, wenn es mehrere Konkurrenten gibt.

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