3 Dinge, wie ich mir den Spaß am Netz zurückhole
Früher war nicht alles besser, das Internet aber schon, zumindest für mich. Ihr habt auf den vorherigen Seiten gelesen, warum ich mich früher gerne im WWW getummelt habe und jetzt nicht mehr.
Nachstehend zeige ich euch drei Dinge, wie ich den Algorithmen und der KI ein Schnippchen schlage.
1. Ich besuche hauptsächlich Webseiten, die ich besuchen will
Über all die Jahre habe ich mir ein dickes Fell zugelegt, was Clickbait anbelangt. Ich rieche einen überverkauften Post oder eine baity Überschrift zehn Kilometer gegen den Wind – und klicke deshalb nicht darauf. Auch in den sozialen Medien wird man gerne mit provokanten Aussagen gelockt. Ich gehe daran vorbei.
Deshalb habe ich mir eine Lesezeichensammlung mit Seiten angelegt, auf die ich mich verlassen kann. Diese steuere ich gezielt an, um etwa Neuigkeiten zu lesen oder Filmkritiken zu bekommen, denen ich vertraue. Somit mache ich mich frei von digitalen Marktschreiern, die bloß meinen Klick wollen, und mich am Ende nur Zeit kosten.
Natürlich verhindert das nicht, dass ich mich auf die Suche begeben muss, wenn ich etwa in einem Spiel in eine Sackgasse geraten bin oder anderweitig Hilfe benötige.
2. Ich habe meine eigene kleine Community auf Discord
Ich mag es, mich mit Menschen auszutauschen. Früher war es Fire Emblem, heute ist es das Schreiben. Foren sind von gestern, aber wir haben heute die Möglichkeit, uns in kleinen Gruppen zu organisieren.
Ich nutze dazu Discord. Auf unserem kleinen, feinen Server sind wir acht Leute, die sich übers Schreiben austauschen. Wir waren uns alle mal fremd, doch mittlerweile sind wir enge Freunde geworden, die sich über alles Mögliche austauschen (der Rezepte-Channel ist ein Lebensretter!).
- Ich kann vorab bestimmen, wer überhaupt auf den Server darf.
- Es gibt keine Fremden, die mich attackieren.
- Wir haben eine Verbindung durch ein gemeinsames Hobby.
- Ein eigener Server ist kinderleicht und schnell eingerichtet.
Einmal im Jahr treffen wir uns dann – wie damals zu Forenzeiten. Wir quatschen dann nicht mehr (nur) übers Zocken, sondern schreiben gemeinsam. Für mich ist das das Fire Emblem Forum Reloaded
, nur besser. Und kein Algorithmus hält mir irgendwas unter die Nase.
3. Ich bin kreativ, wofür ich das Internet nicht brauche
Das Internet ist heute nicht mehr wegzudenken, logo. Doch je weniger ich mich dort aufhalte, desto weniger hat es die Möglichkeit, mich mit seinen Krallen gefangenzunehmen.
Mein Ausweg ist das Schreiben. Wenn ich an einem Fantasy- oder Horror-Roman tippe, dann surfe ich nicht im Netz. Ich halte mein Hirn und meine Kreativität auf Trab. Da gibt es keine Werbung und keine Ablenkungen.
Schreiben ist natürlich nur eine Möglichkeit von vielen, kreativ zu sein. Dinge, die mir spontan einfallen:
- Fotografieren
- Zeichnen (manuell oder digital)
- Musizieren
- Klemmbausteine bauen
- Gärtnerei
- Einer Sportart nachgehen
- Modellbau
- Kochen oder Backen
- Alte Dinge upcyclen
- Brettspiele entwerfen
- Schmuck basteln
- Tagebuch führen
Viel besser noch: Durch meine kreative Tätigkeit bin ich kein Konsument. Das ist ja das, was das Internet heutzutage von mir will. Durch das Schreiben trage ich sogar dazu bei, dass andere vielleicht ein Buch in die Hand nehmen – und das kommt ganz ohne WLAN (E-Reader natürlich ausgeschlossen).
Am wichtigsten ist, dass wir erkennen, wie wir vom Internet, den Algorithmen und der KI ausgespielt werden. Die oben genannten Dinge funktionieren für mich, das heißt aber nicht, dass sie für euch auch klappen. Betrachtet sie daher mehr als Wegweiser.
Ich bin mir zwar sicher, dass wir uns jetzt gerade in einem Tal befinden, auch, weil KI ohne Ende forciert wird.
Ich bin mir aber auch sicher, dass wir einen Weg aus diesem Tal finden werden. Das Internet macht nämlich Spaß, man muss heute nur genauer danach suchen – wie nach der Paarungsliste aus Dragon Quest Monsters.
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