Vor etwas mehr als einem Jahr hat Kollege Marinus getestet, welches Smartphone störende Objektive aus Bildern am besten wegzaubert: Samsung, iPhone oder Honor?
Das bittere Ergebnis: Das iPhone von Apple war mit Abstand abgeschlagen und je nach Herausforderung nahezu unbrauchbar. Ich habe den Test nun mit iOS 27 in leicht abgespeckter Form wiederholt und die Ergebnisse mit dem Galaxy S26 Ultra verglichen.
Zwar befindet sich iOS 27 noch in der Beta-Phase, aber das hat wenig Einfluss auf die Ergebnisse, wie ihr gleich sehen werdet. Mir ist natürlich sonnenklar, dass beim iPhone unter der Haube nun Gemini kräftig mitwirkt. Dementsprechend sind die Ergebnisse zum Teil wenig überraschend.
Trotzdem wollte ich es ganz genau wissen.
Hier aufklappen
- iPhone 15 Pro (Max)
- iPhone 16e
- iPhone 16 (Plus)
- iPhone 16 Pro (Max)
- iPhone Air
- iPhone 17
- iPhone 17 Pro (Max)
- iPhone 17e
Bild 1: Das Blatt hat sich gewendet
Bei diesem herbstlichen Foto soll das Blatt im Vordergrund verschwinden. Diese Aufgabe haben beide Geräte problemlos und ziemlich flott beim ersten Versuch gemeistert. Auch die Schärfentiefe des Originals bleibt nach der Manipulation erhalten. Top!
Ergebnis beim iPhone 17 Pro:
Ergebnis beim Galaxy S26 Ultra:
Bild 2: Pusteblume
Das zweite Bild war den zwei Flaggschiffen offenbar ebenfalls noch viel zu leicht. Die Pusteblume wurde sehr gut erkannt, selbst der Stiel, der nach unten im Bild in der Vignette verschwindet. Trotzdem: Die Pusteblume ist bereits nach dem ersten Versuch verschwunden und das manipulierte Bild lässt nicht mehr darauf schließen, dass dort jemals eine Pusteblume stand.
Ergebnis beim iPhone 17 Pro:
Ergebnis beim Galaxy S26 Ultra:
Bild 3: Fast Hund(ert) Prozent weg
Jetzt sollte ein komplizierteres Bild her – und siehe da: Eines der beiden Geräte hatte tatsächlich Probleme. Während das iPhone die Leine vollständig als solche erkannte und verschwinden ließ, blieb beim Galaxy S26 Ultra ein Teil der Leine im Bild erhalten. Dazu gibt es aber zwei Dinge zu sagen:
- Die Leine verschmilzt gewissermaßen mit dem Boden, sodass sie im manipulierten Bild nicht sofort ins Auge sticht.
- Das war der erste Versuch. Nach ein paar Versuchen hat auch das S26 Ultra die Leine vollständig aus dem Bild entfernt. Zu Demonstrationszwecken sollte der kleine Fehler aber im Artikel bleiben.
Ergebnis beim iPhone 17 Pro:
Ergebnis beim Galaxy S26 Ultra:
Bild 4: Schnee von Gestern
Erneut ein vergleichsweise leichtes Motiv zu entfernen. Beide Geräte haben mich ohne Probleme aus dem Bild entfernt und sogar weitere Fußspuren im Schnee hinzugedichtet. Hier gibt es nichts zu beanstanden.
Ergebnis beim iPhone 17 Pro:
Ergebnis beim Galaxy S26 Ultra:
Bild 5: Es liegt auf der Hand
Zum Schluss wurde es schwieriger und beide Geräte kamen an ihre Grenzen. Erst nach drei Versuchen schaffte ich es beim iPhone, die Brille aus meiner Hand verschwinden zu lassen – allerdings nicht fehlerfrei. Das iPad auf dem Tisch wurde sichtbar in die Breite gezogen.
Auch das Galaxy S26 manipulierte das Foto nicht optimal. Zwar wird das iPad richtigerweise vervollständigt, aber es fehlen die Details am Rand der Hülle.
Auf beiden Geräten werden zudem die Handfalten unter dem Brillenglas entfernt, sodass die Hand sehr „plastisch” wirkt.
Ergebnis beim iPhone 17 Pro:
Ergebnis beim Galaxy S26 Ultra:
iPhone 17 Pro und Galaxy S26 Ultra: Bild erweitern
Objekte können also von beiden Geräten zum Großteil sehr leicht und schnell entfernt werden. Mit dem nächsten Update erhält das iPhone allerdings noch mehr spannende Foto-Features.
Eine davon ist »Erweitern«. Vielleicht kennt ihr diese Funktion bereits aus Photoshop. Die künstliche Intelligenz erweitert das Bild an den Rändern. So könnt ihr beispielsweise aus einem Hochkant-Foto ein Breitbild generieren. Das funktioniert auf dem iPhone ziemlich gut, auch wenn sich gelegentlich vage Bildfehler einschleichen.
Im folgenden Vergleich findet ihr links oben im Bild etwa einen schwarzen Balken. Dieser sollte vermutlich den Schatten eines Baumes abbilden, der weiter rechts im Bild zu sehen ist.
Beim S26 Ultra gibt es eine ähnliche Funktion. Das Foto kann beim Samsung-Handy begradigt oder im Winkel verschoben werden. Die KI generiert anschließend den fehlenden Hintergrund.
Ergebnis beim iPhone 17 Pro:
Ergebnis beim Galaxy S26 Ultra:
Reframing beim iPhone ist ähnlich beeindruckend
Als großes Alleinstellungsmerkmal bringt Apple mit iOS 27 schließlich »Neu ausrichten«. Damit richtet ihr mitunter Komposition sowie Perspektive eines Bildes neu aus. Es wirkt so, als wäre die Kamera in einen ganz anderen Blickwinkel zum Motiv gestellt.
Wie bei den anderen Foto-KI-Features funktioniert das abhängig vom Motiv mehr oder weniger gut. Das folgende Beispiel zeigt gleich beide Szenarien.
- Richte ich das Bild links neu aus, klappt das sehr gut.
- Versuche ich das Bild allerdings nach rechts neu auszurichten, wird mein Gesicht erraten und demnach falsch dargestellt. In einem solchen Fall eignet sich diese Funktion also nicht.
Mehr zu iOS 27:
- 5 neue iPhone-Features, für die ich iOS 27 schon jetzt liebe
- Nach dem Wechsel von Android zu iPhone haben sich viele über das Fehlen einer grundlegenden Funktion gewundert – damit ist jetzt Schluss
Fazit
Auch wenn ich persönlich diese Funktionen selten bis nie verwenden werde: Apple hat geliefert und zur Konkurrenz aufgeschlossen – letztlich dank Gemini.
Technisch sind alle drei Funktionen inzwischen beeindruckend, selbst wenn man zumindest zwei von ihnen in ähnlicher Form bereits gesehen hat. »Neu ausrichten« ist definitiv das große Alleinstellungsmerkmal im Vergleich zu anderen Smartphones. Zumindest habe ich bislang kein vergleichbares Feature gesehen.
Wir befinden uns zudem noch in der Developer Beta von iOS 27 und bis zum finalen Release wird Apple sicher noch einige Ungereimtheiten ausbügeln. In meinen Augen (und denen meiner Kollegen) ist das Update aber schon jetzt sehr gut gelungen.

Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.
Dein Kommentar wurde nicht gespeichert. Dies kann folgende Ursachen haben:
1. Der Kommentar ist länger als 4000 Zeichen.
2. Du hast versucht, einen Kommentar innerhalb der 10-Sekunden-Schreibsperre zu senden.
3. Dein Kommentar wurde als Spam identifiziert. Bitte beachte unsere Richtlinien zum Erstellen von Kommentaren.
4. Du verfügst nicht über die nötigen Schreibrechte bzw. wurdest gebannt.
Bei Fragen oder Problemen nutze bitte das Kontakt-Formular.
Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.
Nur angemeldete Plus-Mitglieder können Plus-Inhalte kommentieren und bewerten.