Smartphone-Hersteller, auch andere als Apple, nennen gerade durch die Bank einen Grund, warum ihr ein neues Handy braucht: Künstliche Intelligenz. KI-Funktionen sollen Zeit sparen, Bilder verschönern, Suchanfragen übernehmen und vieles mehr. Kurz: den Alltag erleichtern.
In Form von Apple Intelligence funktioniert das bisher wohl nur bedingt. Internationale Stimmen zur größten Neuerung in iOS 18.1 äußern sich zurückhaltend.
Apple Intelligence sorgt in iOS 18.1 noch nicht für Begeisterung
Das Update auf iOS 18.1 bringt erstmals KI-Funktionen auf das iPhone. Doch die Euphorie bleibt aus, wie Alison Johnson von The Verge zusammenfasst:
»Es ist alles da und alles funktioniert gut. Aber nichts davon kommt auch nur annähernd an den zeitsparenden Wechsel der Computerplattform heran, den man uns versprochen hat.«
Zum einen sind es Funktionen wie die Textzusammenfassung, die nach Meinung der Autorin nicht viel Zeit sparen. Tools wie Smart Reply, also das Beantworten von E-Mails mit vorgefertigten Nachrichten, funktionieren zwar, aber die menschliche Note fehlt. Das Problem betrifft wohl auch Inhalte wie persönliche Fotoerinnerungen.
Auch Graham Barlow von TechRadar sieht die Neuerungen in Form von Apple Intelligence kritisch. Er sieht in den Funktionen zwar großes Potenzial, aber insgesamt eine Wette auf die Zukunft. Zudem seien die neuen Funktionen im System nicht präsent und im Hintergrund versteckt:
»Tatsächlich sind die KI-Funktionen, die Apple bisher eingeführt hat, alle irgendwo im Hintergrund versteckt. Sie müssen auf das richtige Symbol tippen, um sie anzuzeigen. Es ist fast so, als ob Apple sich für sie schämen würde«
Skeptisch ist auch der Autor Max Eddy von The New York Times (Wirecutter). Sein Urteil: Apple Intelligence ist noch nicht ausgereift. Das schließe auch Siri ein, die jetzt zwar einem Dialog besser folgen könne, aber bei der Beantwortung von Fragen noch nicht überzeuge.
Außerdem seien die Ergebnisse von Apples Magic-Eraser-Pendant »nicht perfekt und weisen Unregelmäßigkeiten auf«. Mit der Funktion lassen sich wahlweise Objekte und Personen aus einem Bild entfernen.
Das Problem der Unregelmäßigkeit zeige sich auch bei der Zusammenfassung von Texten. Hier gehen Nuancen und Zusammenhänge verloren, so der Autor.
Schließlich gibt Ina Fried von Axios einen optimistischen Ausblick auf Apple Intelligence. Die Autorin schätzt die aktuellen Verbesserungen als bescheiden ein, sieht aber den Grundstein für zukünftige spannende Verbesserungen gelegt.
Apple Intelligence kommt im April 2025 nach Deutschland
Bis zur Markteinführung in Deutschland werden noch einige Monate vergehen. Bis dahin werden zum einen weitere Funktionen in Apples KI-Suite eingeführt, zum anderen wird Apple es sich nicht nehmen lassen, an den Stellschrauben zu drehen und bestehende Funktionen zu verbessern.
Aber wir reden hier von der Zukunft. Wer also Apple Intelligence zum Anlass nimmt, sich ein iPhone 15 Pro oder neuer zu kaufen, könnte enttäuscht werden – zumindest dann, wenn die Verbesserungen ausbleiben.
Das Warten kann sich durchaus lohnen
Wenn die Gerüchte stimmen, kommt im Frühjahr 2025 das iPhone SE 4 auf den Markt, das im Vergleich zur dritten Generation mit vielen Verbesserungen aufwarten wird. Immerhin kam das letzte SE-Modell 2022 auf den Markt.
- Das iPhone SE 4 soll zudem mit dem A18-Chip ausgestattet und damit für zukünftige KI-Funktionen von Apple Intelligence gerüstet sein.
- Wenn der Hersteller aus Cupertino den Preis für dieses Modell nicht unverhältnismäßig erhöht, ist die vierte SE-Generation der potenziell günstigste Einstieg in Apple Intelligence.
Wer es mit dem Kauf nicht eilig hat, kann auch auf die 17. Generation der Apple-Handys warten. Bis dahin sind möglicherweise grobe Fehler behoben und ältere Flaggschiff-iPhones im Preis gesunken.
Wer ohnehin nicht auf Apples Betriebssystem angewiesen ist, findet bei der Android-Konkurrenz bereits zahlreiche Vertreter, die mit KI-Funktionen um die Gunst der Kunden buhlen.

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