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iPhone 16: Mein erstes Fazit zur neuen Kamerasteuerung und wie sie funktioniert
Bei meinem Test mit dem iPhone 16 und iPhone 16 Pro Max wurden alle Bilder mit dem neuen Kamera-Button aufgenommen.
Mein erstes Fazit im Video oben ist vorsichtig formuliert: technisch schick, praktisch, aber gewöhnungsbedürftig. 30 Tage und 300 Bilder später ziehe ich Bilanz.
Die Kamerasteuerung beim iPhone 16 ist zum Abgewöhnen, aber durchaus praktisch
463 Fotos habe ich mit dem iPhone 16 geschossen, abzüglich des einen oder anderen Fotos über den Touchscreen sind es immer noch locker über 400 Fotos.
An den neuen Kameraknopf habe ich mich nicht gewöhnt. Die Steuerung über das Display ist für mein Gefühl deutlich angenehmer. Warum ist das so?
- Über die Taste dauert es mir einfach zu lange, um schnell und damit effizient zwischen den Kameramodi zu wechseln. Außerdem fehlen beim Pro-Modell die beiden optionalen Brennweiten für 28 und 35 Millimeter.
- Die Taste liegt zu weit in der Mitte. Meiner Meinung nach wäre sie weiter unten besser platziert gewesen, um mit dem Finger (zumindest im Querformat) gut erreichbar zu sein.
- Das »Kamera-Erlebnis« bleibt aus. Das feste Durchdrücken fühlt sich beim Fotografieren nicht intuitiv, sondern zu starr an. Es ist eben nicht »halb durchdrücken für Autofokus« und »durchdrücken für Schnappschuss«.
Wäre das anders, wenn das iPhone einen ähnlichen Knopf wie Sonys Xperia VI hätte? Wir werden es nie erfahren. Was für mich bleibt, ist ein situationsbedingt praktischer Knopf, um die Kamera-App zu öffnen und mit einem langen Druck ein Video zu starten. Gut, zwei Anwendungsbereiche sehe ich noch:
- Möchte man ein Foto möglichst nah am Boden schießen, ist die Taste eine sehr willkommene Hilfe, anstatt den weißen Auslöserknopf auf dem Touchscreen je nach Winkel nur abzuschätzen.
- Auch bei Selfies mit der Hauptkamera ist die Taste hilfreich.
Allerdings gibt es für beide Anwendungen auch den Lautstärkeregler. Das Argument zählt also nur, wenn man es wie ich gewohnt ist, die iPhone-Kamera im Querformat nach links auszurichten.
Mit iOS 18.2 Zukunft potenziell nützlicher
Apple hat Pläne für die neue Taste, genauer gesagt mit iOS 18.2. Diese wurden während der iPhone Keynote vorgestellt. Mit Visual Intelligence sollen weitere Funktionen für den Kamera-Button zugänglich gemacht werden.
So soll der Button den Zugriff auf das Google-Lens-Pendant ermöglichen und mit einem Druck alle Objekte, Lebewesen oder Schilder erkennen.
Kamera-Button gedrückt halten. Visual Intelligence. Erneut drücken. Dinge erkennen. Das klingt zumindest praktisch.
Das Problem: Die Neuheiten für den Kamera-Button kommen für uns wahrscheinlich erst irgendwann im Jahr 2025. Da ich nur das beurteilen kann, was vor mir liegt, bleibt es bei einem optimistischen Blick in die Glaskugel.
Mein Fazit: Eindeutig kein Grund für ein Upgrade
Die neue Kamerataste alleine ist in meinen Augen kein Grund, auf das iPhone 16 oder iPhone 16 Pro umzusteigen.
Wer ohnehin vorhat, sein X Jahre altes Smartphone in Rente zu schicken und das neueste Apple-Smartphone zu seinem neuen Begleiter zu küren, hat zumindest eine zusätzliche Taste, die ab und zu nützlich sein kann – neben den weiteren Verbesserungen der iPhone-16-Reihe.
Technisch ist die Taste mit ihrer Benutzeroberfläche sehr schick. In der Anwendung wirkt sie jedoch »überentwickelt«. Damit sind Funktionen wie Haptik, Wischgesten und die generelle Steuerung gemeint. Das mag dem Technik-Nerd in mir gefallen, aber in manchen Situationen ist »einfach« einfach besser.
Ein herkömmlicher Kameraauslöser wie beim Xperia VI wäre in meinen Augen zumindest jetzt die bessere Wahl gewesen. Mal sehen, was die Zukunft noch bringt.
Vielleicht sehe ich das aber auch aus einer anderen Perspektive und ihr habt bereits eine enge Freundschaft mit der Taste geschlossen oder habt neuerdings viel Spaß beim Fotografieren mit dem Apple-Handy. Was haltet ihr von der Taste? Seid ihr deshalb auf das neue iPhone umgestiegen? Schreibt uns eure Meinung unten in die Kommentare!

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