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Donald Trumps Cameo in Kevin allein in New York ist legendär - 33 Jahre später wünscht sich der Regisseur, er könne ihn rausschneiden

»Es ist zum Fluch geworden« - Regisseur Chris Columbus hadert mit einer Szene, deren Auswirkungen damals nicht absehbar waren.

1992 war noch nicht abzusehen, wie sehr Donald Trump das Weltgeschehen prägen würde. Bildquelle: 20th Century Studios 1992 war noch nicht abzusehen, wie sehr Donald Trump das Weltgeschehen prägen würde. Bildquelle: 20th Century Studios

Manchmal reichen wenige Sekunden aus, damit über einen Film auch Jahrzehnte später noch gesprochen wird. Regisseure wünschen sich natürlich, dass das an einem atemberaubenden Stunt oder einem mitreißenden Dialog liegt. Im Fall von Kevin allein in New York hat der Ruhm einen anderen Grund: Donald Trump.

Der derzeitige Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika lenkt das Weltgeschehen auf eine destruktive Art und Weise, wie sie das internationale politische Parkett selten zuvor erlebt hat. Kein Wunder also, dass Kreativschaffende nicht scharf darauf sind, mit seiner Persönlichkeit in Verbindung gebracht werden wollen.

Wünschte, die Szene würde nicht existieren

Der bekannte Regisseur Chris Columbus (Harry Potter und der Stein der Weisen, Die Goonies) kann ein Lied davon singen. Bis heute wird er auf ein Cameo von Donald Trump im zweiten Film rund um den kleinen Frechdachs Kevin angesprochen. Entsprechend deutlich wird er in einem Interview mit der Tageszeitung San Francisco Chronicle (via comingsoon.net):

[Der Cameo] ist zu einem Fluch geworden. Es ist zu einer Sache geworden, von der ich mir wünsche, dass sie nicht da wäre. Was geht diesem Kerl durch den Kopf?

Die besagte Szene könnt ihr euch hier anschauen:

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Pikant obendrein: Im Jahr 2023 bezeichnete Donald Trump in einem Post auf seiner eigenen Social-Media-Plattform Truth Social den Regisseur als Lügner. Trump zufolge habe Chris Columbus ihn angefleht, dass er als Cameo im Film auftaucht.

Eine Darstellung, der der Regisseur vehement widerspricht:

Er sagte, ich würde lügen. Ich lüge nicht. Er sagte, ich hätte ihn angefleht, in dem Film mitzuspielen, aber ich würde niemals einen Nicht-Schauspieler anflehen, in einem Film mitzuspielen. Aber wir wollten unbedingt das Plaza Hotel haben.

Das besagte Plaza Hotel befand sich bereits damals im Besitz von Donald Trump. Laut Columbus habe der Unternehmer die Drehgenehmigung nur erteilt, wenn er im Film auftauchen dürfe.

Überraschende Reaktionen der Kinogänger

Als Kevin allein in New York im Dezember 1992 in den Kinos anlief, erlebte Chris Columbus eine Überraschung: Die Zuschauer feierten den Cameo von Trump. Damit hatte der Regisseur nicht gerechnet:

[…] Als dieser Moment auf der Leinwand erschien, drehte das Publikum durch. Sie haben gejubelt und gejubelt und fanden es urkomisch. Ich […] hätte nie gedacht, dass das als witzig angesehen wird.

Im Jahr 2025 würden die Reaktionen im Kinosaal wohl anders ausfallen. Chris Columbus wird sich jedenfalls wohl noch viele weitere Jahre zu der legendären Szene äußern müssen. Einen Fluch wird man so schnell halt nicht los.

Ob mit oder ohne Trump, eine Sache steht fest: Kevin allein in New Work war ein weltweiter Erfolg. Der Nachfolger des kultigen Home-Alone-Erstlingswerks spielte 359 Millionen Dollar an den Kinokassen ein und war damit der dritterfolgreichste Film im Jahr 1992.

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Die Filmreihe wurde bis ins Jahr 2021 mit immer wieder wechselnden Kinderdarstellern fortgeführt, konnte aber nie mehr an den Glanz der alten Tage anknüpfen. Der bislang jüngste Eintrag der Reihe, Nicht schon wieder allein zu Haus, kommt auf Rotten Tomatoes gerade mal auf einen Zuschauer-Score von 12 mickrigen Prozent.