KI und Bücher, geht das zusammen? Ihr seid euch zumindest einig, dass es Gesprächsbedarf gibt

Kann KI Kunst? In einem Artikel haben wir das am Beispiel von Büchern exerziert – und ihr habt viele Meinung dazu.

In Sachen Kunst und KI gibt es in unserer Community regen Redebedarf. (Bildquelle: patpitchaya - adobe.stock.com) In Sachen Kunst und KI gibt es in unserer Community regen Redebedarf. (Bildquelle: patpitchaya - adobe.stock.com)

KI – oder das, was wir allgemein als KI bezeichnen – zwängt sich seit rund drei Jahren in unseren Alltag, ob wir nun wollen, oder nicht.

Das betrifft auch die Kunst. Autorinnen, Musiker und andere Kunstschaffende erwehren sich der Flut von KI-generierten Inhalten.

Im Zuge dessen haben wir letzte Woche einen Artikel mit dem Titel »Wenn KI Autoren ersetzt, liegt es auch daran, dass viele Bücher auf dem Buchmarkt ersetzbar geworden sind« veröffentlicht.

Weil unter der Kolumne einige Diskussionen entbrannt sind, wollen wir die Meinung der GameStar-Community hiermit einen Platz geben.

Einig, dass man sich nicht einig ist

Die Gespräche in den Kommentaren gingen in verschiedene Richtungen. Zwischen Befürwortern und Befürworterinnen fanden sich ebenfalls einige, die auf ganz andere Zusammenhänge hingewiesen haben.

Es herrscht allgemeiner Konsens, dass KI bleiben wird – in der Kunst und in unserem Leben. Der Nutzer oder die Benutzerin Avatar stellt Bedenken in den Raum, dass man sich selbst überflüssig machen könnte. Da geht es vor allem um kognitive Fähigkeiten, weil man sich zu sehr auf die KI verlässt. Sein oder ihr Fazit:

Ergo: Es ist gar nicht die KI, die uns ersetzt. Es ist die Bereitschaft, uns selbst zu reduzieren, wenn das Fremde plötzlich vertrauter wirkt als das Eigene. WIR entscheiden sozusagen. 

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In diesem Zusammenhang steht auch die Frage, ob man KI in der Kunst noch erkennen kann oder erkennen können wird. Zinnemann verweist in seinem Kommentar auf US-Fantasy-Autor Brandon Sanderson, dessen Titel er auch immer wieder versehentlich zusammenwirft.

Es ist vermessen zu behaupten, man werde in ein paar Jahren weiterhin sicher KI-geschriebene Bücher von nicht KI-geschriebenen unterscheiden können. Das ist in meinen Augen eine Hoffnungsbehauptung, die aktuell nicht besonders realistisch wirkt.

Calua hält dagegen. Er sagt zwar, dass KI billig eingesetzt werden kann, er stützt seine Theorie aber auf den Erfahrungsschatz von uns Menschen.

Eine KI kann nicht zeigen. Sie kann immer nur behaupten. Weil sie nichts von dem von ihr behaupteten jemals erlebt hat oder sich hineinversetzen kann. Einem Menschen glaub ich, wie es sich anfühlt, mit dem Space-Fighter 2000 gegen die Miesosanier zu kämpfen und dabei zu beobachten, wie das Mutterschiff mit der Tochter an Bord in Stücke geschossen wird. Das hat niemand von uns jemals erlebt. Aber jeder von uns weiß, wie es sich anfühlt, sich um andere Menschen zu sorgen und ich glaube der Autorin, dass sie es kann.  

Auch, ob KI nur nachahmen kann und wie wichtig das ist, wurde von euch diskutiert. So argumentiert White Saturn, dass Kreativität »vollständig synthetisierbar« sei und nennt die Auftragsarbeiten von Malern von vor hunderten Jahren als Beispiel.

Er bekommt Gegenwind von Crickethill, der Michelangelo ins Feld führt.

Du negierst den kreativen Prozess, der hier trotzdem notwendig ist. Zuerst: gerade die Renaissancemalerei war stark formelhaft geprägt und auch ein Michelangelo hat nach klarer Formenlehre gearbeitet. Aber trotzdem hat er seine eigenen Überzeugungen, seine inneren Widersprüche, seine Gedanken in seine Werke einfließen lassen und dadurch Herausragendes geschaffen. Deshalb ähnelt sich viel Renaissancemalerei zwar, aber trotzdem besitzt jedes Werk seine eigene Identität.

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So oder so, die GameStar-Community beobachtet die Entwicklung von KI mit Argusaugen und macht sich ihre Gedanken. Gerade im Zuge von »AI-Washing« und der Umweltbelastung durch KI und deren Firmen ist das das Beste, was man tun kann: informiert bleiben und selbst eine Meinung zu einem Thema bilden. So wird man nicht abgehängt.

Beschließen wollen wir diese Zusammenfassung mit einem Zitat von Avatar, den wir bereits weiter oben mit seiner Meinung abgebildet haben. 

Das wirft die (zugegeben) provokante Frage in den Raum: Wie stumpf und armselig ist der Mensch, der so schnell alles bzw. vieles abnickt?

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