Eigentlich ist Heinrich in Kingdom Come: Deliverance 2 ja ein ziemlich netter Kerl. Zumindest werden ihn die meisten so spielen. Gut, abgesehen vielleicht von den vielen Raubzügen durch die Läden und Häuser von Kuttenberg. Aber dafür zahlt man ja in die Ablasstruhen ein.
Es geht aber auch ganz anders: Einige Entscheidungen im Spiel haben richtig düstere Folgen. Wir stellen euch einige der schlimmsten optionalen Momente vor – dann müsst ihr sie nicht selber spielen. Oder ihr könnt sie jetzt erst recht im Spiel nachstellen, wir urteilen nicht. Oder zumindest nur im Stillen.
Sollte klar sein, aber: Spoilerwarnung!
Die bösesten Entscheidungen in KCD2
- Pavlena (Nebenquest »Böses Blut«)
- Der Folterkeller (Hauptquest »Notwendiges Übel«)
- Das Dorf Maleschau (Hauptquest »Tanz mit dem Teufel«)
- Köter in Sukdol (Hauptquest »Hunger und Verzweiflung«)
- Samuel (Hauptquest »Abrechnung«)
- Die Konsequenzen eurer Untaten
Pavlena und Bozhena im Stich lassen (Nebenquest »Böses Blut«)
Ganz zu Beginn des Spiels lernt ihr Kräuterfrau Bozhena und ihre Ziehtochter Pavlena kennen. Kehrt ihr später zur Waldhütte zurück, erzählt euch die alte Dame, dass Pavlena verschwunden ist. Heinrich erklärt sich natürlich bereit, nach ihr zu suchen – den Verlauf und die Lösung der Quest »Böses Blut« findet ihr in unserem Guide.
Am Ende könnt ihr Pavlena entweder retten oder sterben lassen. Letzteres hat grauenhafte Auswirkungen – nicht nur, weil eine unschuldige junge Frau gestorben ist. Bozhena kann den Verlust nicht verkraften und nimmt sich das Leben, wie ein geschockter Heinrich herausfindet, wenn er sie das nächste Mal besucht.
Diesen hoffnungslos düsteren Ausgang kann die Quest offenbar auch nehmen, wenn ihr euch entscheidet, die Frauen nicht wieder mit dem Dorf Troskowitz zu versöhnen.
Der Folterkeller (Hauptquest »Notwendiges Übel«)
Lord von Bergow beauftragt Heinrich und Hans damit, Informationen aus einem gefangenen Banditen rauszubekommen, notfalls auch mit Gewalt. Bei ausreichender Redekunst reicht es vollkommen, den Mann einfach etwas zu bedrohen, um alle wichtigen Fakten zu erfahren.
Man kann es aber auch verstörend weit mit der Folter treiben. Irgendwann befiehlt einem ein völlig entsetzter Hans, gefälligst aufzuhören. Macht ihr dann immer noch weiter, wird der Gefangene an eurer Behandlung versterben – was euch viel Ruf bei eurem Lord kostet und Heinrich ziemlich vor sich selbst erschrecken lässt.
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Kingdom Come: Deliverance 2 - Die düsteren Seiten der Story
Das Dorf Maleschau niederbrennen (Hauptquest »Tanz mit dem Teufel«)
Im Lauf der Hauptquest greifen Heinrich und die Teufelsmeute von Zizka Maleschau an, wo Rosa Ruthard gefangen gehalten wird. Der Knochenteufel will das Dorf vor der Festung in Brand setzen und unbeteiligte Bewohner abschlachten, um die Wachen herauszulocken.
Heinrich kann diesem grauenhaften Plan zustimmen – und wechselt dadurch wohl endgültig zur bösen Seite. Denn damit tut er jetzt anderen genau das an, was ihm einst in Skalitz selbst widerfahren ist. Markvart von Aulitz wäre sicher stolz auf ihn.
Köter in Sukdol essen (Hauptquest »Hunger und Verzweiflung«)
Die wahrscheinlich schlimmste Entscheidung im gesamten Spiel: Während der Belagerung von Sukdol könnt ihr euren treuesten Gefährten schlachten und zu Suppe kochen lassen. Ja, wirklich. Die heißt dann »Des Menschen beste Suppe« und schmeckt vermutlich nach untilgbarer Schuld. Immerhin hätte man auch Wein aus Kisten klauen oder Schuhsuppe nach Musas Rezept kochen können.
Samuel im Stich lassen (Hauptquest »Abrechnung«)
Heinrichs Stiefbruder begleitet ihn auf der gefährlichen Scheichmission durch Sigismunds Lager. Naja, so lautete zumindest der Plan. Leider prescht Samuel alleine voraus – und wird vom Verräter Brabant gefangen genommen.
Heinrich kann entweder direkt alleine abhauen und ihn im Stich lassen. Oder er findet ihn zwar, lässt ihn dann aber schwer verwundet in der Scheune liegen. Zu seiner Verteidigung: Samu selbst beharrt darauf, dass man ihn zurücklassen soll. Euch werden also nicht allzu viele Karmapunkte abgezogen, wenn ihr nicht wusstet, dass man ihn auch retten kann.
Bleibt er zurück, wird Heinrich am nächsten Tag erfahren, dass Samu hingerichtet wurde. Er findet ihn an einem Galgen und kann wenigstens noch ein letztes Gebet für ihn sprechen. Ein schwacher Trost dafür, dass er aus eigener Schuld nun auch noch seinen Bruder verloren hat.
Die Konsequenzen eurer Untaten
Am Ende des Spiels träumt Heinrich von seinen Eltern, die über sein Verhalten urteilen. Habt ihr euch grausam verhalten, fällt das letzte Gespräch mit ihnen entsprechend traurig aus. An der eigentlichen Story ändert sich aber nichts, das Ende bleibt immer gleich – bis eben auf die Nuancen.
Was war für euch die schwerste oder schlimmste Entscheidung im Spiel? Habt ihr euch fröhlich durch Böhmen geraubt und gemetzelt oder wart ihr als aufrechter Ritter und Beschützer der Schwachen unterwegs? Schreibt es uns gerne in die Kommentare! Noch mehr Geschichten aus Kingdom Come 2 haben wir euch in die Linkbox gepackt.

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