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Pilz-Tee, Klogang oder Kräuterschnaps: 5 absurde Wege, in Spielen zu speichern

Manche Spiele machen aus dem Speichern mehr als nur einen schnöden Menü-Punkt. Sei es für mehr Immersion oder weil es lustig ist – einige Entwickler haben sich interessante Wege der Sicherung einfallen lassen.

Den Retterschnaps aus Kingdom Come: Deliverance solltet ihr in Echt besser nicht nachbrauen. Den Retterschnaps aus Kingdom Come: Deliverance solltet ihr in Echt besser nicht nachbrauen.

Es gehört zu den guten Spielegewohnheiten, regelmäßig zu speichern – wer durch die harte Oldschool-RPG-Schule gegangen ist, weiß wie schmerzhaft es sein kann, Stunden an Fortschritt zu verlieren. Im schlimmsten Fall wegen eines Bugs, grrrrr, Gothic. 

Viele Spiele lassen uns das einfach via Klick im Menü erledigen, andere bringen ein bisschen mehr Immersion rein – zum Beispiel durch das klassische Lagerfeuer oder indem man die Spielfigur schlafen schickt. Und manche Entwickler gehen noch einen Schritt weiter, was zu wunderbar absurden Speichermethoden führt.

Kingdom Come: Deliverance

Video starten 2:38 Kingdom Come: Deliverance 2 - Wir brauen köstlichen Retterschnaps um öfter speichern zu können

Als das erste Kingdom Come: Deliverance mit seiner ungewöhnlichen Speichermethode um die Ecke kam, gabs erstmal viel Gemurre. Inzwischen ist das Feature untrennbar mit der Reihe verbunden. An sich ist ja nicht ungewöhnlich, dass man einen Gegenstand konsumieren muss, um einen Spielstand zu speichern – das verlangen einige Spiele.

Das Besondere bei KCD ist, dass gleich zwei Features für einen gewissen Realismus sorgen. Wenn Heinrich einen sogenannten Retterschnaps kippt, dann steigt sein Alkoholpegel. Bei billigem Fusel mehr als bei hochwertigem Gebräu. Hoher Konsum kann Heinrich außerdem alkoholkrank machen, was ihn mit einem fiesen Debuff belegt.

Nicht nur immersiv, sondern auch ein Weg, um Spieler davon abzuhalten, an jeder Ecke des Spiels zu speichern. Das geht übrigens auch alkoholfrei, indem man sich in ein Bett legt. Aber die stehen auch nur an bestimmten Orten. Wo die Entwickler allerdings nachgebessert haben: Zum ersten Release 2018 gab es noch kein Feature, das beim Beenden des Spiels automatisch speichert. Das steckt inzwischen drin, sehr zur Freude aller, die öfter spontan vom PC weg müssen.

No, I’m Not A Human

Video starten 1:25 No, I'm not a Human: Monster oder Mensch, wer steht euch gegenüber? Mit diesem Konzept feiert das Horrorspiel gerade Erfolge

Wir bleiben gleich beim Thema Getränke. Im Horrorspiel No, I’m Not A Human bechert ihr zum Speichern keinen Schnaps, sondern Kombucha. Der wird in der echten Welt aus Tee und einer Kolonie aus Hefepilzen sowie Bakterien hergestellt und enthält auch ein kleines bisschen Alkohol. Soll sehr gesund sein, beim Geschmack scheiden sich die Geister.

Warum ausgerechnet Kombucha? Dazu haben sich die Entwickler nie konkret geäußert, was Fans wild spekulieren lässt – unter anderem darüber, dass Pilze in der Natur tatsächlich in der Lage sind, Informationen zu speichern. Hier gibt’s dazu ein unterhaltsames Short-Video mit potenziellen Spoilern. Und hier den damaligen Reveal der Kombucha-Mechanik:

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No More Heroes

No More Heroes wurde ursprünglich für die Nintendo Wii entwickelt. No More Heroes wurde ursprünglich für die Nintendo Wii entwickelt.

Wir könnten jetzt einen passenden Übergang von getränkbasiertem Speichern zur Mechanik von No More Heroes schreiben, aber den Zusammenhang überlassen wir eurem eigenen Kopf. Im Slasher von 2007 sichert man das Spiel, indem man sich auf die Toilette setzt. Das ist auch wirklich die einzige Möglichkeit.

Selten, dass Klos in Spielen so, äh, interaktiv sind. Die Spülung zu betätigen, ist meistens schon das Maximum. Redakteurin Natalie hat daraus eine eigene Wissenschaft gemacht:

GTA 2

Es hat sich viel getan bei GTA seit dem Jahr 1999. Es hat sich viel getan bei GTA seit dem Jahr 1999.

Einige von euch werden sich noch gut daran erinnern, wir graben das Speicher-Feature von GTA 2 mal aus der alten Erinnerungskiste. Den Spielstand speichert man im Rockstar-Spiel, indem man eine Kirche besucht. Und zwar eine, auf der geschrieben steht »Jesus Saves« (also »Jesus Rettet«). Weil Save, Savegame… ihr versteht schon.

Achja, 50.000 Dollar kostet der Spaß jedes Mal, ihr sollt es schließlich nicht mit dem Speichern übertreiben und die Kirche braucht vermutlich einen neuen Blattgoldanstrich. Dafür werden euch sämtliche Sünden vergeben und eure Seele sowie euer Spielstand gesichert. Wer nicht genug Geld am Start hat, wird vom Priester beschimpft und verscheucht. Wir wissen ja alle, dass vor allem Reiche in den Himmel kommen.

Rain World

Video starten 1:12 Rain World - Gameplay-Trailer stellt das Sandbox-Spiel vor

Die Welt von Rain World klingt entweder deprimierend oder erfrischend, je nachdem, ob ihr euch im echten Leben gerade in einer sommerlichen Hitzewelle befindet: Es regnet wahre Sturzfluten, die nur kurz Pausen einlegen, während denen ihr euch durch eine postapokalyptische Welt schlagt.

Um zu speichern, müsst ihr sichere Zufluchtsorte finden, in denen ihr sozusagen Regenschlaf haltet, bis zur nächsten Trockenperiode. Doch wie Tiere im echten Leben müsst ihr euch dazu vorher ordentlich vollfuttern. Ansonsten hungert ihr während des Schlafs und bekommt keinen Speicherpunkt gesetzt.

Das ist natürlich nur eine kleine Auswahl aus allen möglichen kreativen Speichermethoden. Metal Gear Solid mit den Anrufen, der Mix aus Speicher- und Skillpunkt-Ressourcen aus Ori and the Blind Forest. Bestimmt fallen euch auch noch viele passende Beispiele ein. Findet ihr solche Features cool oder bevorzugt ihr das gute alte »Ich drücke F5 wann immer ich will«?


Kommentare(1)
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