Wer Kingdom Come: Deliverance 2 lieben will, muss sich auf die Eigenheiten des Rollenspiels einlassen. Und dazu gehört auch, dass es euch nicht mit Samthandschuhen anfasst. Nicht jede Funktion wird bis ins Detail erklärt und oft müsst ihr erst Fehler machen, um ein System wirklich zu verstehen und eure Grenzen kennenzulernen.
So erging es in 120 Stunden auch mir. Ich hatte das Privileg, das mittelalterliche Böhmen als einer der Ersten zu erkunden. Aber das führte auch dazu, dass ich ohne hilfreiche Tipps eine eigentlich offensichtliche Anzeige komplett übersehen konnte.
Wann hat er endlich genug?
In den ersten Stunden irrte ich noch relativ orientierungslos durch die Umgebung von Burg Trosky. Schließlich habe ich den Vorgänger nie zur Gänze gespielt und kannte mich mit den meisten Systemen überhaupt nicht aus.
Gerade die Kämpfe machten mir Schwierigkeiten und ich versuchte etwa unzählige Male, gegen zwei Wegelagerer zu bestehen, die meinen Heinrich immer wieder erbarmungslos verkloppten und mit ihren Rüstungen unbesiegbar schienen. Als ich dann viele Stunden später die wichtigsten Kniffe beherrschte und eine anständige Rüstung besaß, sah das schon ganz anders aus:
1:51
Kingdom Come 2: Banditen wollen uns überfallen und machen Bekanntschaft mit unserem Breitschwert
Was mir die ganze Zeit, auch bei dem Kampf im obigen Video nicht klar war: Das Spiel zeigt mir die ganze Zeit an, wie viel die Gegner noch aushalten. Eine Frage, die mich gerade in härteren Kämpfen immer wieder beschäftigt. Klar wurde mir das erst durch den Reddit-Post eines anderen Spielers, der nur
30 Stunden gebraucht hatte, um den Lebensbalken der Gegner zu entdecken.
Puh, zum Glück bin ich in meiner Blindheit also nicht alleine! Sollte es euch ähnlich gehen: Den Lebensbalken eines Gegners seht ihr links neben eurem eigenen. Er ist lila, deutlich kleiner und bezieht sich immer auf den Feind, den ihr gerade anseht.
Die gute Nachricht: Wirklich wichtig ist der Balken nicht, ich habe es schließlich auch ohne ihn lange genug ausgehalten. Um meine Kollegin Steffi in dieser Sache zu zitieren: Mei, im echten Leben haben die auch keine Anzeige und man haut halt drauf, bis sie umfallen.
Keine Sorge, auch wenn es anders klingt: Steffi neigt im echten Leben anders als in Kingdom Come 2 überhaupt nicht zu Gewalt.
So leicht sich der Lebensbalken übersehen lässt und so praktisch er manchmal wäre: Eigentlich finde ich es richtig gut, dass er sich nur neben meiner eigenen Lebensanzeige versteckt.
Zu dem immersiven und auf Realismus bedachten Ansatz von Kingdom Come 2 würde es schließlich überhaupt nicht passen, würden über den Köpfen von Gegnern rote Balken schweben. Und irgendwann fällt auch der zäheste Bandit um, wenn man nur oft genug trifft.

Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.
Dein Kommentar wurde nicht gespeichert. Dies kann folgende Ursachen haben:
1. Der Kommentar ist länger als 4000 Zeichen.
2. Du hast versucht, einen Kommentar innerhalb der 10-Sekunden-Schreibsperre zu senden.
3. Dein Kommentar wurde als Spam identifiziert. Bitte beachte unsere Richtlinien zum Erstellen von Kommentaren.
4. Du verfügst nicht über die nötigen Schreibrechte bzw. wurdest gebannt.
Bei Fragen oder Problemen nutze bitte das Kontakt-Formular.
Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.
Nur angemeldete Plus-Mitglieder können Plus-Inhalte kommentieren und bewerten.