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Kingsman: The Golden Circle - Das Fortsetzungs-Problem

Die Kingsmen sind zurück! Diesmal müssen sich die britischen Geheimagenten mit ihren amerikanischen Kollegen zusammen tun, um die Welt zu retten. Und obwohl The Golden Circle kein schlechter Film ist, leidet er unter dem selben Problem wie viele Fortsetzungen.

von Michael Herold,
20.09.2017 16:55 Uhr

Eggsy muss in Kingsman: The Golden Circle erneut die Welt retten.Eggsy muss in Kingsman: The Golden Circle erneut die Welt retten.

Vor knapp zwei Jahren überzeugte Kingsman: The Secret Service als witzige und vor allem überraschend brutale Agentenkomödie. Matthew Vaughn, der Regisseur von Kick-Ass und X-Men: Erste Entscheidung, zeigte erneut, wie klasse und ungewöhnlich Comic-Umsetzungen aussehen können.

Nun geht das Abenteuer des jungen Geheimagenten Eggsy und den Kingsman in die zweite Runde. Doch kann The Golden Circle nach dem starken ersten Teil die hohen Erwartungen der Fans erfüllen?

Leider nicht, denn obwohl Kingsman 2 alles andere als ein schlechter Film ist, leidet die Action-Komödie an dem selben Problem wie viele andere Fortsetzungen.

Spoilerfreie Kritik:
Wie immer halten wir unsere Film-Rezensionen spoilerfrei. Ich verrate nichts, was sie nicht schon in den Trailern von Kingsman: The Golden Circle oder dem Vorgänger Kingsman: The Secret Service erfahren haben. Wenn Sie allerdings überhaupt nichts über den Film wissen wollen, warten Sie mit dem Lesen lieber bis nach dem Kinobesuch.

Gentlemen treffen auf Cowboys

Kaum ist Eggsy (Taron Egerton) zum Geheimagenten und vollständigen Mitglied des unabhängigen Nachrichtendienstes Kingsman geworden, steht bereits die nächste Bedrohung für die gesamte Welt vor der Tür.

Die gewissenlose Poppy (Julianne Moore) zerstört nicht nur das Hauptquartier der Kingsman und tötet dabei alle Agenten außer Eggsy und Merlin (Mark Strong), sondern droht mit Hilfe ihres Drogen- und Rauschgift-Unternehmes - dem Golden Circle - auch noch, die halbe Weltbevölkerung auszulöschen.

Glücklicherweise finden Eggsy und Merlin schon bald heraus, dass sie nicht alleine gegen Poppy antreten müssen. Mit den Statesman, quasi dem amerikanischen Gegenstück zu den britischen Kingsman, holen sie sich mächtige Verbündete ins Boot.

Kingsman 2: The Golden Circle - Neuer Action-Trailer bringt einen alten Bekannten zurück 1:47 Kingsman 2: The Golden Circle - Neuer Action-Trailer bringt einen alten Bekannten zurück

Gemeinsam mit den Agenten Tequila (Channing Tatum) und Whiskey (Pedro Pascal) macht sich Eggsy daran, den Golden Circle und Poppy aufzuhalten. Weitere Unterstützung erhält er dabei außerdem von seinem Ausbilder Harry Hart (Colin Firth). Denn der ist überraschenderweise doch nicht tot, hat dafür aber sein Gedächtnis verloren und möchte sich nur noch mit Schmetterlingskunde beschäftigen.

Kingsman leidet an der Avengers-Krankheit

Die vielen Stars, die in die Rollen der zahlreichen Geheimagenten schlüpfen, sorgen zwar für ordentlich amerikanischen Hollywood-Flair, doch gleichzeitig wirkt der Film dadurch vor lauter bekannten Gesichtern geradezu überfüllt.

Wenn Schauspieler wie die beiden Oscarpreisträger Jeff Bridges und Halle Berry nur in kleinen Nebenrollen in Erscheinung treten, erinnert The Golden Circle ein wenig an Marvel's The Avengers - zu viele Helden und zu wenig Zeit, um sie alle gebührend auf der Leinwand zu zeigen.

Dabei bietet Kingsman 2 mit 141 Minuten Laufzeit eigentlich mehr als genug Platz für spannende Charaktere. Doch nicht mal die Bösewichtin kommt zur vollen Geltung: Julianne Moore mimt zwar charmant und witzig die Schurkin, doch im Vergleich zu Samuel L. Jackson und seinem Welteroberungsplan aus dem ersten Kingsman, wirkt Poppy blass und deutlich weniger bedrohlich. Man macht sich einfach nie richtig Sorgen darum, ob Eggsy die Welt letztlich retten kann.

Kingsman 2: The Golden Circle - Bilder zum Kinofilm ansehen

Laser-Elektro-Lassos reichen nicht aus

Die Action dagegen ist in The Golden Circle noch immer ein Augenschmaus und wird gewohnt rasant und brachial inszeniert. Dank geschickten Kamerafahrten sehen unsere Helden dabei zudem immer lässig und cool aus, während sie den Schurken Manieren beibringen.

Wenn Eggsy sich zum Beispiel in einem engen Taxi durch halb London prügelt, wird der Kampf immer wieder aus einem anderen Winkel gezeigt, sodass wir nie die Übersicht über das Handgemenge verlieren.

Allerdings leidet der Film sowohl in Kampfsequenzen als auch in großen Totalen immer wieder unter furchtbar schlechten CGI-Animationen. Außerdem kann der zweite Kingsman nicht mehr so sehr überraschen wie sein Vorgänger.

Wenn Agent Whiskey etwa einem Fiesling mit einem Laser-Elektro-Lasso die Beine abschneidet, ist das zwar durchaus beeindruckend anzuschauen, lässt uns aber bei weitem nicht so sehr staunen wie zum Beispiel die famose Kirchen-Szene aus Teil eins.

Der Fluch der Fortsetzung

Im Vergleich zum berühmtesten Geheimagenten der Welt fehlt den Kingsman in The Golden Circle ein wenig die Balance. Während James Bond es seit bald 50 Jahren immer wieder schafft, lässige Figuren, gut inszenierte Action und eine spannende Story unter einen Hut zu bringen, gerät bei Eggsy und seinem zweiten Kinoabenteuer die Geschichte zu oft in den Hintergrund.

Da aber wenigstens die Action und vor allem die witzigen und coolen Charaktere in Kingsman: The Golden Circle absolut vorhanden sind, können wir den Film allen Fans von Action-Komödien durchaus empfehlen.

Das große Problem des Films bleibt letztlich der Fluch der Fortsetzung: Weil der erste Teil so gut war und eine so fantastische Version unserer Welt kreiert hat, hat er auch hohe Erwartungen an den Nachfolger geweckt und diese kann The Golden Circle nicht erfüllen. Bleibt abzuwarten, ob Eggsy in Kingsman 3, an dem Regisseur Matthew Vaughn bereits arbeitet, wieder zur alten Stärke zurück finden kann.

Kingsman 2: The Golden Circle - Erster Kino-Trailer: Tote kommen zurück 1:45 Kingsman 2: The Golden Circle - Erster Kino-Trailer: Tote kommen zurück

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