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Kleines Team, gigantischer Profit: Steam macht pro Valve-Mitarbeiter 3,5 Millionen US-Dollar Gewinn

Das sagt zumindest ein aufgetauchter Daten-Leak. Damit würde Valve Tech-Giganten wie Meta und Apple in den Schatten stellen.

Steam sollte uns mal sein Geheimnis verraten. Steam sollte uns mal sein Geheimnis verraten.

Es dürfte niemanden überraschen, dass Valve mit seinem Spieleshop Steam einen richtig großen Erfolg für sich verbuchen kann. Die Spiele-Plattform ist Anlaufstelle Nummer 1 für PC-Gamer, 2024 wurden weltweit 39,2 Millionen gleichzeitige Spielerinnen und Spieler verzeichnet.

Da fragt man sich zurecht: Wie viel verdient Valve damit eigentlich? Während Verkaufszahlen teils durchaus an Publisher und Entwickler weitergegeben werden, kann die Öffentlichkeit nur schätzen, denn Steam ist ein privat geführtes Unternehmen. Doch ein Datenleak scheint gerade Licht ins Dunkel zu bringen.

Gelddruckmaschine Steam

Wie The Financial Times berichtet, soll der Screenshot eines Dokuments zeigen, wie sich Steams Provisionseinnahmen von 2009 bis 2021 entwickelt haben. Aufgetaucht ist dieses Bild in einem Reddit-Thread:

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Demnach hätte Valve mit Verkäufen auf Steam im Jahre 2021 knapp über 2 Milliarden US-Dollar Umsatz gemacht. Abzüglich aller Betriebsausgaben landen wir bei einem Gewinn von etwa 1,2 Milliarden US-Dollar.

Ein anderes Dokument, das The Financial Times rekonstruiert hat, zeigt, dass Valve im selben Jahr nur 336 Mitarbeitende beschäftigte, von denen lediglich 79 selbst an Steam arbeiteten. Das würde Pro-Kopf-Einnahmen von mehr als 3,5 Millionen US-Dollar entsprechen, wenn man die Gewinne auf alle Mitarbeitenden bezieht.

Wo kommen diese Dokumente überhaupt her?

Um das zu beantworten, müssen wir etwas weiter ausholen. Die Daten stammen mutmaßlich aus einem Gerichtsprozess im Jahre 2021. Indie-Entwickler Wolfire warf Valve damals wettbewerbswidrige Geschäftspraktiken vor, wiederholte dies 2022.

Seiner Ansicht nach nutze Valve die marktbeherrschende Stellung von Steam aus - die 30 Prozent Provision auf Spieleverkäufe seien zudem deutlich überhöht. Zwar wurde die Klage zunächst abgewiesen, doch gelangten dabei Gerichtsdokumente an die Öffentlichkeit.

Video starten PLUS 25:07 DevPlay: Wie und wann verdienen Spieleentwickler überhaupt ihr Geld?

Die meisten von ihnen waren an vielen Stellen geschwärzt, dennoch ließ sich ablesen, dass Steam wesentlich profitabler sein muss als andere Tech-Giganten. So wurden die Pro-Kopf-Gewinne der Spieleplattform höher geschätzt als die von Meta. Letztere sollen 2018 bei etwa 780.400 US-Dollar gelegen haben.

Kurzzeitig sollen die Dokumente jedoch auch ungeschwärzt zugänglich gewesen sein. Screenshots davon kursieren unter anderem im oben genannten Reddit-Thread sowie auf dem X-Account von SteamDB-Gründer Pavel Djundik. Auf Basis dieser Daten haben wir unsere Berechnungen angestellt - die Authentizität der Screenshots lässt sich jedoch nicht zweifelsfrei verifizieren.

Dennoch ist eine solche Rechnung durchaus denkbar. Fakt ist, dass Valve im Vergleich zu seinem Erfolg extrem wenig Mitarbeitende beschäftigt. Zum Vergleich: Im Jahr 2021 zählte Meta rund 72.000 Angestellte. Mehr dazu lest ihr im oben verlinkten Artikel. In der Box findet ihr außerdem weitere Informationen rund um den Prozess von Wolfire gegen Valve.

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