Was League of Legends mit meinem PC macht, ist einfach nur eine Frechheit

Kaum zu glauben, wie mies der Client von League of Legends nach all den Jahren immer noch ist, sagt Nils.

Den Lol-Client kann man in die Tonne treten, findet Nils. Lee Sin sieht das genau so - und das, obwohl er blind ist. Den Lol-Client kann man in die Tonne treten, findet Nils. Lee Sin sieht das genau so - und das, obwohl er blind ist.

Ich weiß, ich weiß. Der Client von League of Legends ist mies? Erzähl mir was Neues! Aber wie weit das mit Blick auf die Hardware-Auslastung aktuell geht, ist mir jetzt erst wirklich aufgefallen.

Es geht sogar so weit, dass ich mich als Tech-Autor der GameStar einerseits dazu verpflichtet fühle, mich darüber aufzuregen.

Andererseits schäme ich mich fast, dass ich das nicht schon früher getan habe, zumal ich League of Legends (beziehungsweise LoL) seit mittlerweile beinahe zwölf Jahren sehr gerne spiele.

Warum ich meinen geliebten Monitor ausgerechnet in LoL nicht wirklich ausschöpfen kann, erfahrt ihr im folgenden Artikel:

Wo liegt das Problem? Letztens habe ich nach einer Runde LoL vergessen, den Client zu schließen und danach friedlich vor mich hingesurft. Normalerweise ist mein PC bei solchen simplen Aufgaben praktisch unhörbar, da sich kein Lüfter mit mehr als knapp 450 Umdrehungen pro Minute dreht.

Irritiert musste ich aber kurze Zeit später feststellen, dass ich meinen Rechner klar wahrnehmen kann, obwohl ich nichts Anspruchsvolles damit mache. Was ist da los?

Ein Blick in den Task-Manager offenbart das Problem schon auf den allerersten Blick, aber wie!

So geht das nicht, Riot

Mal eben so 65 Prozent CPU-Last und fast 10 Gigabyte RAM für sich beanspruchen - ja ne ist klar, LoL-Client. Mal eben so 65 Prozent CPU-Last und fast 10 Gigabyte RAM für sich beanspruchen - ja ne ist klar, LoL-Client.

Ich habe meinen Augen kaum getraut.

Dass der LoL-Client alles andere als gut optimiert ist, war mir ja schon vorher klar. Aber mit einer CPU-Auslastung von teils über 50 Prozent und einer RAM-Belegung von satten zehn (!) Gigabyte habe ich dann doch nicht gerechnet.

Um das nochmal klarzustellen: Der Client lief vollkommen untätig im Hintergrund. Also nur der Client, nicht das Spiel. Das sieht dann beispielsweise so aus:

Das Ding hier lastet meinen PC also teils mehr als zur Hälfte aus. Klingt komisch, ist aber so. Und bitte beim Bild oben nicht auf meine Riot-Points achten. Die hab ich alle geschenkt bekommen! Das Ding hier lastet meinen PC also teils mehr als zur Hälfte aus. Klingt komisch, ist aber so. Und bitte beim Bild oben nicht auf meine Riot-Points achten. Die hab ich alle geschenkt bekommen!

Ein Bug im Rahmen des aktuellen Soul-Fighter-Events verschlimmert die Situation auf der passenden Startseite im Client derzeit wohl (danke an den Hinweis dazu in den Kommentaren). Aber so etwas darf einer Firma wie Riot in meinen Augen nicht passieren.

Nein, so geht das wirklich nicht!

Auch wenn man die Animation im Hauptfenster des Clients ausschaltet, liegt die Auslastung der CPU weiter hoch. Etwas Linderung tritt ein, wenn man die Event-Startseite verlässt. Aber insgesamt beansprucht der Client die Hardware selbst dann noch zu stark.

Ein beispielloser Fall: Man muss zwar bedenken, dass ich mit einem Core i5 8600K eine eher ältere CPU mit relativ geringer Kern- und Threadzahl besitze. Es ist aber dennoch bemerkenswert, wie viele Ressourcen sich der LoL-Client aktuell genehmigt, auch im Vergleich zu anderen Spiele-Clients.

Zur Veranschaulichung seht ihr hier meine CPU-Auslastung bei normalen Bürotätigkeiten. Oben ist der LoL-Client im Hintergrund gestartet, unten nicht:

Die Lastspitzen in der ersten Grafik stammen alle vom LoL-Client.

Gepaart mit der extremen RAM-Auslastung, die locker ganzen Spielen Konkurrenz machen kann, wird mein PC durch den Client und den aktuellen Bug nicht nur hörbar lauter, sondern auch spürbar langsamer.

Die Auslastung ist längst nicht die einzige Baustelle

Man darf dabei nicht vergessen, dass wir von einem der größten und erfolgreichsten PC-Spiele überhaupt sprechen. Und der Client von LoL steht schon seit langer Zeit in der Kritik.

Ironischerweise ist League of Legends an sich eher genügsam, was den Hardware-Hunger betrifft. Man kann es also selbst mit eher günstigen Gaming-PCs problemlos zocken, auch wenn es beim Spiel ebenfalls einigen Optimierungsbedarf gibt.

Der Client hat gleichzeitig noch andere Baustellen als die Hardware-Auslastung, denn in meinen Augen ist er überfrachtet und oft unübersichtlich. Wie bessere Client-Pflege gehen kann, hat unlängst Valve gezeigt:

Steam erhält das größte Update seit Jahren, das sind die neuen Funktionen

Also, Riot: nehmt euch mal ein Beispiel an Valve und bekommt endlich euren Client besser auf die Kette! Sowohl in Bezug auf den aktuellen Bug als auch ganz allgemein.

So kann es jedenfalls nicht weitergehen - auch wenn ich mir leider ziemlich sicher bin, dass es genau so weitergehen wird.

Welche Erfahrungen habt ihr mit dem Client von League of Legends gemacht? Und fällt euch noch andere Software ein, die ähnlich schlecht optimiert ist - von aktuellen Triple-A-Spielen vielleicht mal abgesehen? Schreibt es gerne in die Kommentare!

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