Intel-Teaser mit versteckten Botschaften: Konkurrenz für Nvidia & AMD?

Intels Xe-HPG DG2 zeigte sich samt einiger Spezifikationen in der Datenbank von Geekbench. Nun gibt es auch einen Teaser und eine Webseite.

von Alexander Köpf,
21.03.2021 11:07 Uhr

Bei der gesichteten Spielergrafikkarte von Intel scheint es sich um ein sehr frühes Testsample zu handeln. Die Specs sind also nicht final. Bei der gesichteten Spielergrafikkarte von Intel scheint es sich um ein sehr frühes Testsample zu handeln. Die Specs sind also nicht final.

Update, 21. März 2021: Intel hat einen Teaser mit versteckten Botschaften zu der Xe-HPG-Architektur veröffentlicht (siehe den Twitter-Beitrag unten). Diese Architektur kommt in den neuen High-Performance-Gaming-Grafikkarten zum Einsatz.

Was man im Trailer sieht, lässt viel Raum für Spekulationen. So sind beispielsweise fünf Schichten des HPG-Chips zu sehen. Das könnte als eine Verfünffachung der Leistung gegenüber dem bislang bekannten Low-Performance-Chip verstanden werden.

Für mehr Aufsehen sorgt allerdings, dass der Trailer einen versteckten Hinweis auf die zuvor noch unbekannte Webseite xehpg.intel.com und einen Code enthält (»79.0731W«). Diesen Code könnt ihr möglicherweise bald darauf eingeben.

Die Webseite verweist auf den Start einer Schnitzeljagd auf die neuen Intel-Grafikkarten für Spieler am 26. März um 17 Uhr. Zu dieser Zeit soll man auf die Seite zurückkehren und einen Code eingeben. Das lässt hoffen, dass wir noch Ende März genauere Details darüber erfahren werden.

Link zum Twitter-Inhalt

Originalmeldung vom 17. März 2021: Es gibt endlich wieder Neues zu Intels High-End-Grafikkarte für Spieler, die auf den eingängigen Namen Xe-HPG DG2 hört - ausgesprochen: Xe High Performance Gaming Discrete Graphics 2.

Zusammen mit einem Alder-Lake-Prozessor von Intel alias Core i 12000 zeigt sich der potentiell künftige Konkurrent für Nvidia und AMD in der Datenbank von Geekbench und verrät zumindest einen Teil seiner vorläufigen Spezifikationen. Wie schneidet DG2 im Benchmark ab?

Die Specs von Intels Xe-HPG DG2

Die in Geekbench geführte Grafikkarte wird als »Intel Gen12 Desktop Graphics Controller« bezeichnet, wobei Gen12 der Hinweis auf die Xe-Architektur ist. Dazu werden 512 Compute Units angegeben, die bei bei Intel Execution Units (EUs) heißen. Jede EU ist dabei mit acht Shadereinheiten bestückt sind.

In Summe ergeben sich so 4.096 Shader- beziehungsweise Rechenkerne. Nvidias und AMDs Pendants werden übrigens CUDAs respektive Stream-Prozessoren genannt. Die RTX 3090 kommt auf 10.496 Shader, die RX 6900 XT auf 5.120 Shader.

Die Zahl der Rechenkerne ist jedoch kaum sinnvoll vergleichbar, was RTX 3090 und RX 6900 XT belegen, die sich in der Praxis auf Augenhöhe befinden. Lest hierzu unseren ausführlichen Test zur RX 6900 XT im Vergleich mit RTX 3090 und RTX 3080. Wie die RTX 3090 überhaupt auf 10.496 Kerne kommt, erfahrt ihr im folgenden Artikel:

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Videospeicher: Neben der hohen Kernzahl, bietet Intels DG2 den Daten von Geekbench zufolge 12,6 GByte Videospeicher. Gerade bei Einträgen zu frühen Testsamples spuckt Geekbench aber gerne mal nicht ganz korrekte Zahlen aus, weshalb wir von 12,0 GByte und GDDR6-Modulen ausgehen. Die maximale Taktrate der GPU wird zudem mit 1,8 GHz angegeben.

Die Specs im Überblick

  • Name: Intel Xe-HPH DG2 (Gen12)
  • Recheneinheiten: 512 Execution Units respektive 4.096 Shader
  • Taktrate: maximal 1.800 MHz
  • Videospeicher: 12,0 GByte, vermutlich GDDR6

So weit, so beeindruckend. Anders sieht das bei den Benchmark-Ergebnissen aus: Der OpenCL-Score von Xe-DG2 liegt bei wirklich schlechten 7.943 Punkten. In den Charts muss man sehr weit nach unten scrollen, um ein vergleichbares Ergebnis zu finden. Erst die Geforce GTX 560 liefert mit 7.981 Punkten einen Treffer - und die ist über zehn Jahre alt.

Benchmarks haben noch keine Aussagekraft

Auf den ersten Blick sind das natürlich erschreckende Werte. Nur um das noch einmal zu verdeutlichen: Nvidias RTX 3090 kommt auf 205.553, AMDs RX 6900 XT auf 164.218 Punkte.

Dazu muss allerdings gesagt werden, dass es sich bei der geführten Grafikkarte um ein sehr frühes Testsample handeln dürfte, dessen Treiber ganz sicher noch keine Optimierung erfahren haben. Die finale Version wird sich in anderen Regionen bewegen.

Ob Intel direkt zu Nvidia und AMD im High-End-Segment aufschließen kann, ist dennoch zweifelhaft. Wir rechnen eher damit, dass sich DG2 zunächst »nur« mit Einsteigermodellen der Konkurrenz messen können wird - was für einen Quereinsteiger immer noch ein hervorragendes Ergebnis wäre.

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GameStar-Talk: Dass die Zahl der Rechenkerne, wie oben beschrieben, nicht allein über die Performance entscheidet, belegt auch der Kampf auf Augenhöhe zwischen Nvidia Geforce RTX 3080 und AMD Radeon RX 6800 XT.

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