Zugegeben, eine Headline für eine News mit Thema Kryptomining zu finden und dabei nicht zu plump daherzukommen, war nicht ganz leicht. Miningwahnsinn? Nein, das hatten wir schon. Es nimmt kein Ende? Verdammt, das hatten wir auch schon. Dass Kryptomining überhaupt sinnvoll sein kann, daran war auch nicht sofort zu denken. In diesem Fall scheint es aber tatsächlich so zu sein.
Not macht erfinderisch
Zumindest, wenn es nach einem Betreiber eines Internetcafés im vietnamesischen Ho-Chi-Minh-Stadt (ehemals Saigon) geht. Denn in dem südostasiatischen Land sind, einer Meldung von Techpowerup zufolge, die Internetcafés derzeit geschlossen. Das wenig überraschend aufgrund der Corona-Pandemie, respektive den Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung von COVID-19.
In einem Facebook-Post äußert sich der Betreiber des Internetcafés folgendermaßen:
Link zum Facebook-Inhalt
Die automatisierte Übersetzung ist etwas holprig, lautet Techpowerup zufolge, die sich wiederum auf einen Tweet des vietnamesischen Techkanals I_Leak_VN @I_Leak_VN berufen, aber in etwa so:
"Wechseln des Geschäftsmodells [Switching Business Saison], Gewinne sind höher als das Netzgeschäft [Geschäft mit dem Internetcafé], wer will, kann mich kostenlos kontaktieren."
Damit scheint sich der Inhaber an andere Betreiber von Internetcafés zu richten und bietet quasi seine Hilfe an. Bis dahin ist das alles absolut nachvollziehbar, schließlich müssen auch Besitzer eines Internetcafés für ihr täglich Brot sorgen.
Eine entlarvende Diskussion: In unserer Kolumne versuchen wir, das Thema Kryptomining von beiden Seiten zu beleuchten, schließlich stehen Grafikkarten uns Spielern nicht exklusiv zur Verfügung:
Verkaufen oder Schürfen, das ist hier die Frage
Bleibt allerdings die Frage, wie das Internetcafé überhaupt an die Grafikkarten gekommen ist. Ganz einfach: Der Eigentümer führt gleichzeitig auch einen Computer-Handel, beziehungsweise ist das Netzcafé an den Store angegliedert.
Bei den Grafikkarten handelt es sich laut I_Leak_VN übrigens um Nvidia Geforce RTX 3080. Das wirft natürlich die Frage auf, ob der Shop angesichts der weltweit horrenden Preise, die für das Ampere-Flaggschiff hingeblättert werden, nicht auch mit dem Verkauf der Grafikkarten ausreichend Geld hätte verdienen können.
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