Lego Star Wars 75409 Jango Fett's Starship ist eine 300 Euro teure Dosis Nostalgie, gepresst in Klemmbausteine und mit edelsten Bautechniken verfeinert. Der Test hat bei mir auch prompt Erinnerungen an meine Jugendzeit ausgelöst.
Fakten zum Set
Name: 75409 Jango Fett's Starship
Themenwelt: Star Wars
Erscheinungsdatum: 1. Mai 2025
Verfügbarkeit: Lego Store
Preis: 299,99 Euro
Steinezahl: 2.970
Minifiguren: 2
Preis pro Stein: 10 Cent
Altersempfehlung: 18 Jahre
2002 lief im Kino Star Wars: Episode 2 - Angriff der Klonkrieger und Jango Fett hatte mit seinem Raumschiff Slave I gerade eine seismische Ladung gezündet, die nicht nur drohte, Obi-Wans Starfighter zu zerlegen. Sie erzeugte auch einen ohrenbetäubenden Lärm, wie von einem straff gespannten Draht, an dem jemand zupft - mit dem größten Finger der bekannten Galaxis.
Den ikonischen Namen hat das nicht weniger ikonische Raumschiff der Fett-Kopfgeldjäger mittlerweile verloren und Episode 2 ist inzwischen so alt, dass es fast schon wieder als cool gilt, den Film ganz unironisch gut zu finden. Im Test kläre ich für euch, ob der Lego-Baukasten ebenfalls positiv zu bewerten ist.
Das neueste Modell in einer langen Reihe
Die Slave I hat eine bewegte Geschichte - nicht nur im Star-Wars-Kanon, wo der Name aus Pietätsgründen mittlerweile keine Verwendung mehr findet, sondern auch bei Lego. Über die Jahre sind rund 15 kleine und große Sets mit diesem Namen erschienen.
Ein erster großer Schritt war 6209 im Jahr 2006. Vor genau 15 Jahren erschien mit Set 8097 eine Version, die bis heute als Vorlage für alle Folgemodelle gilt. Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, wie ich damals die schicken Kurven und die große Glaskuppel des Cockpits bewunderte, zudem gab's mit Han Solo in Karbonit, Boba Fett mit schickem Umhang und Kopfgeldjäger Bossk eine hervorragende Minifigurenauswahl. Viel besser wird's nicht! 2015 folgte eine UCS-Variante, Nummer 75060.
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Lego gibt sich größte Mühe, den wichtigsten Kritikpunkt am neuen Todesstern 75419 nicht zu zeigen
Jetzt also 75409 zur Zeit der Klonkriege und obwohl ich lange ein Fan des dunkleren grün-braunen Designs der Original-Trilogie war, sehen die frischeren, helleren Farben der Jango-Epoche hier einfach grandios aus. Aber ich greife vor.
So viel Spaß macht der Aufbau
Als Erstes fällt mir auf, wie verdammt wenige Teile Lego in seine Papiertüten steckt. Die ersten drei sind so fix aufgebaut und die Bauschritte derart übersichtlich gehalten, dass ich mich unwillkürlich frage, woher die Altersempfehlung für Erwachsene herkommt.
Anfangs gibt's dafür auch kaum Wiederholungen, die Basis hat ein paar Technic-Bestandteile und profitiert schon früh von fortschrittlichen Bautechniken wie SNOT (Studs Not On Top, also horizontale Baumethoden ohne sichtbare Noppen).
Die verwendeten Farben sind brillant getroffen und es gibt kaum bunte Steine, die nicht ins Konzept passen. Kleine Unstimmigkeiten mit scheinbar schlecht aufeinander sitzenden Fliesen ließen sich leicht aus der Welt schaffen, indem ich die Teile einmal rotierte, schon waren sie perfekt ausgerichtet.
Die Lego-Designer benutzen viele abgerundete Teile und geneigte Elemente, um die runde Silhouette des Film-Raumschiffs nachzustellen. Das Ergebnis ist meiner Meinung nach exzellent gelungen; nach und nach entsteht ein großes halbes Weltall-Ei, auf das der echte Jango Fett zweifellos stolz wäre.
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