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Seite 2: Lego Star Wars Millennium Falcon im Test: Da fehlt doch was im neuen Smart-Play-Raumschiff!

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Was der Smart Brick drauf hat ... lässt sich mit diesem Set allein nicht herausfinden. Denn er fehlt schlichtweg. Was der Smart Brick drauf hat ... lässt sich mit diesem Set allein nicht herausfinden. Denn er fehlt schlichtweg.

Sesam, öffne dich

Trotz dieser optischen Einbußen hat das Modell seine Stärken. Der Innenraum ist Lego überraschend gut gelungen. Statt der oft unfertig wirkenden Kulissen früherer Spielsets finden wir hier einen durchdachten, gefliesten Boden, strukturierte Wände und liebevolle Details.

Der bedruckte Dejarik-Tisch oder das Bett sind kleine Highlights. Die Stabilität der Konstruktion ist ebenfalls hervorragend. Das Modell hält einiges aus und lässt sich wunderbar am Rumpf greifen, was es für schnelle Flugmanöver im heimischen Wohnzimmer geradezu prädestiniert.

Aufbau #1 Ich zeige euch jetzt mal, wie der Falke nach und nach wächst.

Aufbau #5 Mir gefallen die neuen Abschussvorrichtungen (rechts und links neben der Falken-Kanone in der Mitte). Die sind nämlich deutlich unauffälliger als die alten Schnippraketen.

Mein persönliches Highlight ist jedoch das Aufklapp-Feature. Die Art und Weise, wie sich die Außenhüllen öffnen lassen, um den Innenraum freizugeben, gefällt mir sogar besser als bei älteren Lego-Versionen des Millennium Falcon. Das System wirkt durchdacht und greift reibungslos ineinander, ist etwa bei weitem nicht so klapprig wie die vorherige Variante mit den vielen schmalen, einzeln aufklappbaren Deckenteilen.

Doch auch hier folgt die Ernüchterung auf dem Fuß, sobald die Crew ins Spiel kommt. Während normale Figuren gut in die Kabine passen, wird Chewbacca zum massiven Problem. Der Wookiee ist schlichtweg überall zu groß. Sobald das Dach des Falkens zugeklappt ist, bleibt ihm nur ein einziger Ort, an dem er bequem sitzen kann, und das ist ganz vorn im Cockpit. Wer ihn im hinteren Teil des Schiffs platzieren möchte, scheitert an den Dimensionen der Figur.

Verunstaltete Besatzung

Apropos Figuren: Da die vier enthaltenen Minifiguren (Han, Chewbacca, Luke und C-3PO) für die Smart-Play-Funktionalität mit Elektronik ausgestattet sind, wurden sie an den Seiten und der Rückseite des Torsos mit entsprechenden Markierungen versehen.

Neben einem Code für den Scanner prangt dort ernsthaft das gesetzlich vorgeschriebene Symbol einer durchgestrichenen Mülltonne. Ein derartiger Warnhinweis auf die ansonsten für ihren Wiedererkennungswert beliebten Star-Wars-Figuren zu drücken, ist fast schon ein Verbrechen und stört den Gesamteindruck gewaltig.

Die Figuren kennen Fans gut, mein Highlight ist die kleine Übungsdrohne links. Rechts seht ihr die arg auffälligen Warnhinweise und Symbole.

Durch die verbaute Technik im Inneren lassen sich die Beine der Figuren zudem nicht mehr abnehmen. Gerade das Austauschen von Körperteilen macht Lego-Figuren eigentlich seit Jahrzehnten aus. Die Figuren wirken dadurch statisch und haben einen Teil ihres Charmes eingebüßt.

Fazit: Ein Set zwischen allen Stühlen

Ob Legos Investition in das Smart-Play-System per se ein Fehler war, lässt sich noch nicht feststellen. Mit Star Wars hat sich das Unternehmen für die Premiere des neuen Steins aber definitiv die falsche Bühne ausgesucht. Wie viel besser passt so ein Spiel-Feature zu Lego City oder der Creator-Serie, die ja ohnehin schon sehr kinderfreundlich sind!

Stattdessen gibt's die x-te Auflage der bekanntesten Raumschiffe mit Star-Wars-Lizenz (X-Wing und TIE Fighter stecken in anderen Sets), ergänzt um neue Technik und für einen gewohnt hohen Preis. Doch weil im Krieg der Sterne schon seit jeher Nerds und AFOLs wie ich herumlungern (Adult Fans Of Lego, also erwachsene Baumeister), stößt Smart Play hier nur auf wenig Gegenliebe.

Smart-Funktionen: Lichtschwert An insgesamt vier Stellen reagiert der Smart Brick auf platzierte Figuren und Bewegungen mit Sounds und Lichtern. Nachprüfen ließ sich das mit dem Rezensionsexemplar nicht.

Unschöne Lücke Die kleinen Hebel am Äußeren des Falken kann ich im Sinne der Spielfunktionen verzeihen. Aber das hier ist ein bisschen zu krass für 100 Euro.

Niemand würde sich daran stören, wenn die Sirene eines Polizeiautos nicht exakt wie in der Realität klingt. Doch im Star-Wars-Universum, wo wir als Fans jeden Blastersound und jedes Piepsen eines Droiden verinnerlicht haben, fallen generische Geräusche sofort negativ auf. Mal schauen, ob es bei den neuen Pokémon-Sets besser läuft.

Pro
  • Original-Raumschiff grundsätzlich gut nachgebildet
  • elegante Aufklapp-Funktion
  • stabil und gut zu bespielen
  • für die Altersklasse befriedigendes Aufbauerlebnis
Kontra
  • hässliche Lücke hinter dem Cockpit
  • Chewbacca ist zu groß für den (geschlossenen) Innenraum.
  • Figuren haben unschöne Sicherheitshinweise.
  • kein Smart Brick enthalten trotz 100-Euro-Preisschild

Bis dahin verliert sich der neue Millennium Falcon in einem technischen Gimmick, das zu viele Kompromisse bei Design und Figuren einfordert. Und dann kann man dieses Gimmick für den Preis von 100 Euro noch nicht einmal nutzen - puh, Lego macht es mir wirklich nicht leicht, dieses Set zu mögen oder es gar weiterzuempfehlen.

Geht's euch ähnlich oder habt ihr vielleicht Kinder, die mit Smart Play trotz allem viel Spaß haben? Schreibt mir eure Meinung in den Kommentaren!

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Kommentare(10)
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