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Len's Island nimmt endlich den Stress aus dem Survival-Crafting-Genre

Mit seinem erfolgreichen Early Access-Start auf Steam zeigt Len’s Island, wie entspannt es sein kann, sich trotz gefährlicher Dungeons ein neues Leben aufzubauen.

von Annika Bavendiek,
06.12.2021 14:46 Uhr

Erkunden, Bauen, Farmen, Kämpfen - In Lens Island ist das weniger hektisch. Erkunden, Bauen, Farmen, Kämpfen - In Len's Island ist das weniger hektisch.

Spiele mit Survival-Funktionen müssen nicht immer stressig sein. Zumindest nicht, wenn es nach Len’s Island geht. Der Early Access-Titel ist gerade mal wenige Tage auf Steam und glänzt jetzt schon mit über 90 Prozent positiven Bewertungen.

Das liegt in erster Linie daran, dass Len’s Island Elemente aus Spielen wie Diablo, Stardew Valley und Rust kombiniert, ohne dabei zu viel zu wollen. Wir können mit unserem eigenen Tempo erkunden, sammeln, (an)bauen und kämpfen. Eine großen Geschichte und harte Anforderungen sitzt uns dabei nicht im Nacken. Wollen wir beispielsweise eine riesige Villa bauen, oder doch lieber in den Höhlen Geheimnissen nachgehen, um ein verlorenes Schwert wiederzufinden? Es liegt alleine an uns.

Wie sich der Alltag auf der Insel genau abspielt, klären wir, nachdem ihr euch mit dem Trailer einen ersten Eindruck machen konntet:

Action, Basisbau, Erkundung: Lens Island zeigt zum Launch nochmal alle Features 2:49 Action, Basisbau, Erkundung: Len's Island zeigt zum Launch nochmal alle Features

Über die Autorin: Annika ist eigentlich Teil der GamePro-Redaktion, in der sie über Konsolenspiele berichtet. Als ursprüngliche PC-Spielerin mit einer Vorliebe zu Survivalspielen, hat sie die Gelegenheit bei der GameStar genutzt, um über Len's Island zu schreiben. Mit diesem kleinen Titel lässt sie aktuell den Abend gerne gemütlich ausklingen.

Idyllischer Neuanfang statt Hektik

Mit nur wenig Werkzeug und ohne Schuhe auf einer fremden Insel zu landen, wirkt auf den ersten Blick zugegebenermaßen überhaupt nicht entspannend. Immerhin steht sofort das Sammeln von Ressourcen wie Beeren und Holz auf dem Plan, da unser Hunger ab der ersten Sekunde steigt und wir kein Dach über dem Kopf haben. Aber das ist alles halb so wild, denn die Blaubeeren lassen sich schnell finden und eine erste Bleibe steht quasi schon fertig in der Wildnis herum. Zudem müssen wir weder auf Temperatur noch Durst achten, was weiteren Druck von uns nimmt.

Und auch sonst lauern in der Welt von Len’s Island keine großen Gefahren hinter der nächsten Ecke. Zumindest nicht, wenn wir nicht danach suchen. Während wir nämlich auf der Insel fast nur auf Einheimische stoßen, mit denen wir reden und handeln können, lassen sich die Monster vor allem in den Dungeons unter uns finden und sind damit ein kalkulierbares Risiko.

In den Dungeons warten finstere Kreaturen auf uns. Mit der richtigen Ausrüstung sollten sie aber bezwingbar sein. In den Dungeons warten finstere Kreaturen auf uns. Mit der richtigen Ausrüstung sollten sie aber bezwingbar sein.

Wertvolle Rohstoffe wie dunke Essenzen bekommen wir trotzdem nur durch den Kampf. Also setzen wir Schwert, Schild und Ausweichrolle gekonnt ein, und die düsteren Kreaturen sind - zumindest in kleinen Gruppen - recht einfach besiegt. Das liegt auch daran, dass wir uns nicht wie in einem Diablo 2 Gedanken um Ausdauer und Waffenverschleiß machen müssen. Dafür kann es vorkommen, dass eine Aktion nicht so schnell oder gezielt trifft, wie gewünscht. Sollten wir deshalb trotzdem mal besiegt werden, wachen wir ohne große Rohstoffverluste in unserem zu Hause wieder auf und können uns um eine bessere Waffe kümmern.

Schöner Wohnen dank einfachem Baumodus

Haben wir über und unter der Erde genug Ressourcen gesammelt, können wir mit dem modularen Bausystem ganz leicht eine schicke Bleibe zimmern. Hier stehen uns verschiedene Stile sowie Dekoelemente zur Wahl, mit denen wir wild experimentieren können, da beim Abriss keine Rohstoffe verloren gehen. Eine Werkbank erweitert unser Arsenal nochmals um Bauobjekte und Ausrüstung wie Teppiche oder Äxte.

Allerdings wirkt es etwas befremdlich, wenn der gerade gefällte Baum vor dem Haus nach nur kurzer Zeit vor unseren Augen wieder in die Höhe schießt. Dafür erübrigt die schnelle Regenerationsrate der Rohstoffe die lästige Sucherei danach.

Mit den nötigen Ressourcen können wir uns ein gemütliches Heim bauen. Mit den nötigen Ressourcen können wir uns ein gemütliches Heim bauen.

Frei wie ein Vogel

Ein weiterer Grundpfeiler von Len's Island ist das Farming. Hier dürft ihr aber weder ein vollwertiges Stardew Valley noch überlebenswichtige Gartenarbeit erwarten. Unser Charakter hungert zwar und unsere Ernte dient auch als Handelsware, aber es gibt keine schädigenden Wettereinflüsse, geschweige denn eine so große Auswahl an Pflanzen. Stattdessen verkaufen wir zum Beispiel die ruckzuck gezüchteten Bananen bei Händlern in der Stadt, um uns mit dem Gold einen größeren Rucksack zu leisten. Landwirtschaft ist also nicht so lebenswichtig wie in manch anderen Spielen. 

Einkauf In der Stadt können wir neue Items kaufen.

Handel Das Gold dafür erhalten wir durch Handel...

Hof ... das wir durch den Verkauf unserer Ernte erhalten.

Was gefällt uns bisher und was nicht?

Was gefällt uns bisher?

  • klarer und farbenfroher Grafikstil
  • entspannte Musik
  • gelungener, modularer Baumodus
  • gemütliches Gameplay

Was gefällt uns nicht?

  • Steuerung mit Maus und Tastatur wirkt noch unausgereift
  • Welt könnte belebter sein, zum Beispiel durch Wildtiere
  • wenige Vorgaben schmälern die Langzeitmotivation

Das will Len’s Island in Zukunft noch bieten

Len’s Island startete ursprünglich als Kickstarter-Kampagne. Das Zwei-Mann-Team von Flow Studio will im Early Access auf der guten Grundlage aufbauen und in Zukunft kommende Funktionen nachliefern:

  • Koop-Modus
  • (Mini-)Map
  • deutsche Lokalisierung
  • Controller-Steuerung
  • detaillierte Quests
  • mehr NPC-Interaktionen
  • Erweiterung der Dungeons (mehr Gegnertypen, Bosse, Endboss)
  • neue Bau- und Farminhalte
  • Erweiterung der Spielwelt (zum Beispiel durch Inseln)

Für wen ist Len’s Island etwas?

Len’s Island spricht klar die Abenteurer unter euch an, die zwar etwas Action suchen, sich aber durch hohe Komplexität und Survivalaspekte wie Durst nicht stressen lassen wollen. Das Spiel bietet hier eine abgespeckte Variante, die ideal für Einsteiger sowie Bau- und Farmingenthusiasten ist, die einfach ein wenig runterkommen wollen. Bisher lässt sich das alles zwar nur auf Englisch erleben, Schulenglisch reicht aber aus, um das Nötigste zu verstehen.

Len’s Island ist seit dem 26. November 2021 auf Steam im Early Access und soll aller Voraussicht nach 24 Monate dort verweilen, bis die finale Version veröffentlicht wird. 

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