Let's Plays und Streamer - Schaden Verkaufszahlen, sagt Uncharted-Autorin Amy Hennig

Let's Plays sind nicht nur kostenlose Werbung. Laut Autorin Amy Hennig würden sie gerade Story-Spielen großen Schaden zufügen.

von Elena Schulz,
17.01.2018 16:33 Uhr

Uncharted-Autorin Amy Hennig äußert Kritik an Let's Plays und Streams.Uncharted-Autorin Amy Hennig äußert Kritik an Let's Plays und Streams.

Streams und Let's Plays zu Spielen erfreuen sich immer noch großer Beliebtheit. Amy Hennig, Autorin hinter Uncharted und dem jüngst eingestellten Star-Wars-Spiel von Visceral, zeigt sich aber besorgt. Sie glaubt, dass gerade storylastige Spiele erheblich unter ihnen leiden können.

Im Interview mit Polygon erklärt sie, dass die Videos sich ihrer Meinung nach negativ auf die Verkaufszahlen auswirken. Wer die Spiele früher gekauft hätte, würde sie sich jetzt lieber ansehen.

"Die Leute, von denen wir erwarten, dass sie unser Spiel kaufen - wenn wir ein 60 Euro teures, lineares storylastiges Spielerlebnis erschaffen - es fühlt sich so an, als würden viele von denen sich nun dafür entscheiden, stattdessen zuzuschauen, wie jemand anderes es spielt."

Uncharted ist vor allem ein lineares Story-Erlebnis.Uncharted ist vor allem ein lineares Story-Erlebnis.

»Man muss mehr beachten als früher«

Man investiere also Millionen in ein Spiel, dass dann möglicherweise gar nicht mehr gekauft wird. Immerhin verliert man gerade bei Story-Spielen kaum an Erfahrungswerten, wenn man sie wie einen Film verfolgt. Hennig gibt aber auch zu, dass sie persönlich keinen rechten Zugang zur Streaming-Kultur finden kann.

"Ich fühle mich manchmal wie ein Dinosaurier. Man muss all diese Dinge beachten, die es früher nicht gab. Da waren kein Twitch-Streaming, keine Youtuber. Wir haben nur diese kleinen eigenständigen Spiele entwickelt und in herkömmlichen Läden verkauft. Die waren ein Erfolg oder eben nicht."

Das komplette Interview lässt sich bei Polygon nachlesen und beschäftigt sich mit der Entwicklung von storylastigen Spielen in der heutigen Zeit. Mit dabei ist außerdem Sean Vanaman von Campo Santo, die man für das Indiespiel Firewatch kennt.

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