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15 Lügen, die wir Hollywood geglaubt haben: Kostenlose Taxis, offene Haustüren und Parkplätze in der Innenstadt

In Filmen gelten andere Gesetze, doch als Kind ist das gar nicht so leicht zu durchblicken. Welchen Lügen seid ihr damals aufgesessen?

Für manche Taxifahrten müsste man eigentlich Geld nehmen. Bildquelle: Columbia Pictures. Für manche Taxifahrten müsste man eigentlich Geld nehmen. Bildquelle: Columbia Pictures.

Wenn es nach Hollywood ginge, wären wir heute alle kälteresistente Eigenheimbesitzer mit viel zu viel Freizeit. Das klingt jetzt erst einmal nach wirrem Gefasel, aber wenn man mal genau auf die Streifen aus der Traumfabrik achtet, fallen einem viele Details auf, die gar keinen Sinn ergeben.

Da viele von uns aber schon von Kindesbeinen an regelmäßig vor der Glotze hängen, nehmen wir die kleinen Flunkereien heute kaum noch wahr. Insgeheim wissen wir, dass niemand beim Telefonieren einfach auflegt, ohne »Tschüss« zu sagen. Durch die unschuldigen Augen eines Kindes wirkt das aber ganz anders. In jungen Jahren glaubt man einfach alles, was einem da im Fernsehen aufgetischt wird.

Wir haben in der Redaktion einmal alle Filme der Welt geschaut und präsentieren euch jetzt eine absolut vollständige Auflistung von Hollywood-Lügen, die wir als Jungspunde einfach so geglaubt haben.

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Diese Amerikaner!

Die meisten Filmlügen kommen aus den USA, schließlich ist Hollywood längst fester Teil unserer Filmkultur. Deshalb schwingt in den »falschen« Darstellungen auch immer ein bisschen US-amerikanischer Alltag mit, den wir hierzulande einfach nicht gewohnt sind.

Die Telefon-Lüge

  • Tristan Gudenrath: »Amerikaner sagen am Telefon nicht ›Tschüss‹.«

Das ist ein echter Klassiker unter den unlogischen Filmpraktiken. Egal, in welchem Verhältnis die Charaktere zueinander stehen, am Telefon kennt man keine Höflichkeit. Ein »Hallo« oder »Tschüss« ist überflüssig und trägt nichts zur Handlung bei, also wird es einfach weggelassen. Was genau dahintersteckt, haben wir euch schon mal erklärt.

Die Häuser-Lüge

  • Fabiano Uslenghi: »Niemand in den USA schließt seine Haustür ab, weil die in Sitcoms und so immer einfach alle reinplatzen.«
  • Chris Weiran: »Ich dachte immer, wenn ich erwachsen bin, könnte ich wirklich Wände einschlagen oder durchrennen, weil das in Filmen immer geht.«
  • Fabiano Uslenghi: »Die größte Sitcom Lüge der 80er und 90er ist aber, dass man sich als Mittelklasse-Arbeiter ein Einfamilienhaus leisten kann.«

Gefühlt sind US-amerikanische Häuser aus Pappe gebaut, denn jeder Hinz und Kunz kann in die Wände einfach Löcher schlagen. Einbrechen ist also offenbar so leicht, dass man sich gar nicht mehr die Mühe macht, die Haustür abzuschließen - zumindest, wenn man Filmen und Serien Glauben schenkt. Das erklärt vielleicht auch, wie die Protagonisten überhaupt in jungen Jahren schon so riesige Vorstadtvillen ihr Eigen nennen können. Das bisschen Sperrholz kann ja nichts kosten.

In Stranger Things hat Joyce (Winona Ryder) mit Leichtigkeit ein Loch in die Außenwand ihres Hauses gerissen. Bildquelle: Netflix. In Stranger Things hat Joyce (Winona Ryder) mit Leichtigkeit ein Loch in die Außenwand ihres Hauses gerissen. Bildquelle: Netflix.

Die Taxi-Lüge

  • Chris Weiran: »Taxis sind kostenlos. Die steigen in Filmen einfach immer ein.«
  • Paul Aelis: »Und niemand schnallt sich an!«
  • Franzi Hammerschmidt: »Und die Taxis wissen immer, wo das Zuhause des Gastes ist.«
  • Sebastian Zartner: »Und bezahlt wird dann, indem ein Geldschein nach dem Aussteigen ins Taxi geworfen wird, ohne dass der Taxifahrer überhaupt gesagt hat, wie viel es kostet.«

Taxis sind in Filmen meistens Mittel zum Zweck. Sie sollen die Charaktere schnell von A nach B bringen, auch wenn eigentlich nicht genug Zeit ist, um ein adäquates Transportmittel zu finden. Taxis sind immer da, wenn man sie braucht, kosten nichts und finden immer den schnellsten Weg zum Ziel, ohne eine Adresse zu benötigen.

Die Schul-Lüge

  • Franzi Hammerschmidt: »Alle fahren mit gelben Schulbussen, haben keine Hausaufgaben (die haben alle gefühlt immer so viel Freizeit) und riesige Schließfächer, wo halbe Wohnungen reinpassen.«

Hieran ist wohl vor allem die Diskrepanz zur US-amerikanischen Kultur schuld. Dort gibt's gelbe Schulbusse und große Schließfächer, von denen Gemeinde-Schulen in Oer-Erkenschwick oder Rothenklempenow nicht einmal zu träumen wagen. Und dann sind da noch all die Abenteuer, die Schülerinnen und Schüler in ihrer Freizeit erleben. Hausaufgaben kann man ja schließlich morgens in dem gelben Schulbus von Mitschülern abschreiben.

AlleTM anderen Lügen

  • Miffy Höftmann: »Amerikaner machen selbst im Winter nie ihre Jacke zu, wenn sie draußen sind.«
  • Patrick Edwards: »Gigantische Frühstücks-Buffets am Küchentisch, bei denen Unmengen übrig bleibt.«
  • Sebastian Zartner: »Protagonisten können sich innerhalb von Sekunden in ein System hacken. In echt braucht das einiges an (kriminellem) Fachwissen, es gibt viel Trial and Error und es dauert lange.«
  • Martin Deppe: »Die einzige freie Parklücke in einer Millionenmetropole ist immer genau vor dem Haus, zu dem die Protagonisten wollen.«
  • Nochmal Martin Deppe: »Väter gehen mit ihren Jungs täglich »ein paar Bälle werfen« und am Wochenende Angeln. Nur so werden sie zu Männern! Und zu Vätern, die dann mit ihren Jungs …«
  • Franzi Hammerschmidt: »Die magische CPR: Leute schlagen sofort die Augen auf und leben wieder ganz normal. Und der Defibrillator, der bei einer Nulllinie benutzt wird (normal hilft da nur eine Herzdruckmassage oder Adrenalin).«

Auch, wenn die Wahrscheinlichkeit extrem gering ist, dass wir hier etwas übersehen oder gar vergessen haben: Wenn euch noch ein paar Lügen aus Film und Fernsehen einfallen, schreibt sie gern in die Kommentare!

Wir biegen sogar ein wenig die Regeln. Eure Beispiele müssen nicht zwingend aus den USA kommen. Vielleicht nervt euch ja schon seit Jahren ein winziges Detail, das jeder Tatort falsch darstellt. Jetzt habt ihr die Gelegenheit, euch darüber aufzuregen!


Kommentare(4)
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