Nach 5 Mähroboter-Tests: 10 Einstellungen, die ich immer sofort ändere

Moderne Mähroboter lassen sich per App umfangreich konfigurieren. Ich zeige euch, welche Optionen ich bei neuen Geräten direkt anpasse.

Neuer Mähroboter? Diese Einstellungen nehme ich in der App nach der Einrichtung und Kartierung vor. (Bild: Adobe Stock von Taras Staretskyy) Neuer Mähroboter? Diese Einstellungen nehme ich in der App nach der Einrichtung und Kartierung vor. (Bild: Adobe Stock von Taras Staretskyy)

In den vergangenen zwei Jahren habe ich beruflich insgesamt fünf Mähroboter ohne Begrenzungskabel getestet. 

Die Geräte von Ecovacs, Dreame und Mammotion haben dabei eines gemeinsam: Sie kommen mit einer Kompagnon-App, die man für die Einrichtung und den Betrieb braucht. Zusätzlich bieten die Applikationen viele Anpassungsmöglichkeiten.

Bestimmte Optionen in den Apps passe ich sofort nach der Einrichtung eines neuen Mähroboters an und kann das auch euch nur ans Herz legen.

Beachtet: Je nach Hersteller sind nicht alle Einstellungsmöglichkeiten vorhanden oder sie funktionieren auf etwas anderem Wege. Schaut daher am besten in eurer Software nach, wie ihr die Einstellung vornehmt.

1. Kein nächtliches Mähen

Einige Mährobotermodelle bieten innerhalb der App die Option, das Mähen nach Einbruch der Dämmerung abzuschalten.

Sollte es diese Option nicht geben, dann nutze ich die Zeitpläne in der App und passe die Mähzeiten entsprechend an.

Nächtliches Mähen sollte aus den folgenden Gründen vermieden werden:

  • Mähroboter können gefährlich für nachtaktive Tiere wie Igel sein. Immer wieder kommt es zu Unfällen, bei denen die Tiere schwer verletzt oder gar getötet werden. Der Mähroboter sollte daher nur am Tag arbeiten – selbst wenn er über Hindernissensoren verfügt. Diese arbeiten nämlich nicht immer zuverlässig.
  • Nachts kann der Rasen durch Tau feucht werden. Feuchtes Gras kann im Mähroboter verkleben und im schlimmsten Fall auch die Mähteller blockieren – je nachdem, wie lang der Rasen ist.
  • Nachtruhe: Mähroboter arbeiten zwar leise, können aber durchaus sehr laut werden, wenn sie über kleine Steine oder Stöcke fahren oder sich die zwischen den Mähtellern verfangen.

2. Kein Mähen wenn es regnet

Erspart euch zusätzliche Arbeit und legt fest, dass bei Regen nicht gemäht wird. (Bild: GameStar Tech) Erspart euch zusätzliche Arbeit und legt fest, dass bei Regen nicht gemäht wird. (Bild: GameStar Tech)

Viele Mähroboter verfügen über einen Regensensor und bieten in ihrer App die Möglichkeit, das Mähen bei Regen zu verhindern. Ab Werk ist diese Option allerdings nicht immer aktiv. Ich rate dazu, sie einzuschalten.

Die Geräte starten dann gar nicht erst ihren Mährvorgang, wenn es regnet. Sollte es während des Betriebs anfangen, brechen sie ihre Aufgabe ab und kehren in die Station zurück.

Manche Modelle (beispielsweise die von Ecovacs) erlauben es zudem, die Wartedauer nach Regenende einzustellen.

Mähen bei Regen sollte vermieden werden, denn der Rasenschnitt verklebt die Messer und den gesamten unteren Bereich der Geräte. Teilweise kann es auch zu blockierten Mähtellern kommen, wenn das Gras recht lang ist.

Selbst wenn das nicht der Fall ist, hat man mehr Aufwand bei der Reinigung des Mähroboters, da meistens auch auf der Oberseite Rasenschnitt kleben bleibt.

3. Mährichtung regelmäßig ändern

Manche Mähroboter bieten die Funktion, die Mährichtung bei jedem Mal leicht anzupassen. Dreame bietet bei seinen Geräten etwa die Option, die Richtung jeweils um fünf Grad zu ändern. Das schont plattgefahrene Bereiche und verhindert, dass es zu Furchen kommt oder die Mähroboter beim Drehen irgendwann den Rasen aufreißen, wenn sie es stets an der exakt gleichen Stelle tun.

Sollte eine solche Option nicht zur Verfügung stehen, so kann man die Mährichtung in der Regel auch manuell anpassen. Alternativ gelingt das häufig auch innerhalb der jeweiligen angelegten Aufgaben in den Zeitplänen.

Bei Mammotions Luba gibt es zusätzlich noch eine Einstellung für den Wendemodus. Hier kann entschieden werden, ob das Gerät eine »Mehrpunktdrehung« oder eine »Null-Wende« machen soll, wenn eine Bahn beendet wurde.

Ich empfehle die Mehrpunktwende, da sich das Gerät dann nicht auf der Stelle dreht und so den Rasen nicht so sehr beansprucht.

4. Hinderniserkennung

Teilweise bieten Mähroboter verschiedene Optionen an, wie sie mit Hindernissen umgehen. Beispielsweise bietet Mammotion beim Luba vier unterschiedliche Optionen:

  • Direkte Berührung
  • Langsame Berührung
  • Weniger Berührung
  • Keine Berührung

Das Gerät verfügt über einen vorderen Bumper, der mechanisch auslöst, sowie über Kamera und Ultraschallsensoren. Je nach gewähltem Modus arbeiten die Techniken zusammen.

Abstand nehme ich inzwischen vom rein mechanischen Auslösen. Wenn man nicht jeden kleinen Baum oder eine Pflanze als Sperrzone markiert, können sie mitunter dem Mäher zum Opfer fallen oder aber deutliche Spuren am unteren Stamm aufweisen. 

Auch wenn das Mähen so teilweise etwas langsamer ist, wähle ich in der Regel »weniger Berührung«, um Pflanzen und andere Gegenstände zu schonen. Der Mähroboter fährt sich so auch seltener fest, wenn doch mal eine Gartenliege auf dem Rasen steht.

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5. Schnitthöhe anpassen

Die Schnitthöhe von Mährobotern lässt sich entweder manuell am Gerät selbst oder aber per App elektronisch festlegen – meist irgendwo zwischen 25 und 70 Millimetern.

Viele Nutzer neigen dazu, die Höhe sehr kurz einzustellen, da die Rasenflächen so natürlich richtig gut aussehen, fast schon wie ein Golfrasen.

Gerade im Hochsommer oder trockenen Perioden ist das jedoch nicht besonders sinnvoll, da die Rasenflächen damit schneller austrocknen und mitunter auch schneller unansehnlich braun werden – sofern man wie ich seinen Rasen nicht bewässert.

Ich wähle in der sehr warmen Sommerzeit daher eine Schnitthöhe von vier bis fünf Zentimetern. Damit ist der Rasen einfach robuster.

Für den ersten Schnitt im Frühling wähle ich die Länge ebenfalls nicht zu niedrig. Meistens ist der Rasen dann nämlich schon recht lang und die Geräte haben teilweise Probleme damit. Es kann zu Verstopfungen oder Blockierungen kommen. Lieber einmal auf hoher Schnitthöhe mähen und dann nach und nach reduzieren.

6. Lieber eine Sperrzone zu viel als eine zu wenig

Man sollte genügend Sperrzonen (im Bild Orange) anlegen, um Pflanzen oder auch Gegenstände zu schonen. (Bild: GameStar Tech) Man sollte genügend Sperrzonen (im Bild Orange) anlegen, um Pflanzen oder auch Gegenstände zu schonen. (Bild: GameStar Tech)

So gut die Hinderniserkennung moderner Mähroboter auch ist – perfekt ist sie nicht. Ich würde immer dazu raten, jegliche Pflanzen und Bäume mit einer eigenen kleinen Sperrzone zu versehen.

Das hat aus meiner Sicht mehrere Vorteile:

  • Das Mähen geht mitunter schneller, da der Mähroboter im Vorfeld schon alle Sperrzonen kennt und nicht auf seine Sensoren zurückgreifen muss.
  • Einige Geräte können die Sperrzonen gesondert umfahren und in mehreren Ringen um sie herum mähen. Das Schnittbild ist dadurch teilweise besser, als wenn der Mähroboter einfach nur ausweicht und möglicherweise kleine Bereiche außer Acht lässt.
  • Teilweise fahren die Geräte doch einmal über kleine Pflanzen, weil sie sie schlicht erkennen. Sperrzonen verhindern das zuverlässig.

7. Mähgeschwindigkeit anpassen

Kann der Mähroboter in verschiedenen Geschwindigkeiten mähen? Dann sollte man ihn nicht immer auf die höchste Stufe stellen, weil er schneller fertig ist.

In langsamerem Tempo mähen die Geräte häufig besser und erwischen mehr Grashalme, wohingegen auf hoher Geschwindigkeit mitunter Halme stehen bleiben und das Schnittbild nicht immer ideal ist.

Zum Beginn der Mähsaison sollte der Mäher daher lieber langsamer fahren. Wenn der Mähroboter den Rasen ein paar Mal gemäht hat und er akkurat geschnitten ist, kann das Tempo wiederum erhöhen.

8. Schnittbahnmodus wählen

Möchtet ihr schöne Streifen auf dem Rasen, wie man sie etwa von Fußballplätzen kennt oder lieber ein Schachbrettmuster? 

Viele Mähroboter erlauben die Anpassung des Schnittmusters. In der App kann dann festlegt werden, ob das Gerät gerade Bahnen fährt oder diese zusätzlich noch einmal gekreuzt werden sollen.

Ich selbst bevorzuge das Schachbrettmuster, allerdings weniger wegen der Optik. Das Schnittbild ist auf meinem eher wilden und unebenen Grundstück einfach besser und gleichmäßiger als bei reinen Bahnen.

Schnitthöhe, Mähgeschwindigkeit, Schnittbahnmodus und Co: Bei vielen Geräten lassen sich die Einstellungen für jeden Mähvorgang separat festlegen. (Bild: GameStar Tech) Schnitthöhe, Mähgeschwindigkeit, Schnittbahnmodus und Co: Bei vielen Geräten lassen sich die Einstellungen für jeden Mähvorgang separat festlegen. (Bild: GameStar Tech)

9. Mähhäufigkeit festlegen

Ein Mähroboter muss meiner Meinung nach nicht jeden Tag mähen, auch wenn Hersteller dies mitunter empfehlen.

Ja: Je öfter das Gerät fährt, desto kleiner ist der Rasenschnitt, der sich so natürlich auch schneller zersetzt. Das ist per se natürlich gut für den Rasen.

Ich lasse die Mähroboter allerdings nur alle paar Tage fahren und habe bislang keine Nachteile feststellen können.

Die Zeitpläne passe ich in der App dementsprechend an. Was sinnvoll sein kann: Tägliches Mähen unterschiedlicher Mähzonen. Bei großen Flächen ist das Gerät so nicht immer den ganzen Tag unterwegs, sondern kann abwechselnd kleinere Flächen mähen.

10. Firmware-Updates installieren

Beispiel für ein nützliches Update: Dieses bringt die Option, die Mähteller leichter reinigen zu können durch schnelles Absenken per Knopfdruck. (Bild: GameStar Tech) Beispiel für ein nützliches Update: Dieses bringt die Option, die Mähteller leichter reinigen zu können durch schnelles Absenken per Knopfdruck. (Bild: GameStar Tech)

Wenn ich neue Geräte einrichte, prüfe ich immer, ob es ein Software-Update gibt. Außerdem mache ich das im Anschluss regelmäßig, da nicht alle Geräte die automatisch suchen und installieren.

Bei Mährobotern sind die Updates wirklich sinnvoll, gerade bei Herstellern, die in dem Bereich erst wenige Jahre aktiv sind – wie eben Ecovacs, Dreame oder Mammotion.

Die Updates beseitigen in der Regel nicht nur Fehler, sondern reichen mitunter auch sinnvolle oder unterhaltsame Features nach. Der Luba bekam beispielsweise im letzten Jahr ein Update, mit welchem er in der Lage war, eigene Muster wie Herzen oder Logos auf der Rasenfläche zu hinterlassen.

Habt ihr weitere Mähroboter-Tipps, die ich hier nicht berücksichtigt habe, die ihr aber als essenziell empfindet? Teilt mir eure Meinung und Erfahrungen gerne in den Kommentaren mit.

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