Apple hat 2020 mit MagSafe ein System eingeführt, das kabelloses Laden auf ein neues Level gehoben hat: präzise Ausrichtung durch integrierte Magnete und Schnellladung. Inzwischen ist MagSafe auch im Android-Segment angekommen – unter anderem verbaut Google die Technik beim Pixel 10.
Wie bei Apple ermöglichen auch Android-Handys, die magnetische Rückseite für verschiedene Zubehörteile zu verwenden. Damit wird der Anschluss vielseitiger nutzbar und kann im Alltag auch dann praktisch sein, wenn ihr das drahtlose Laden überhaupt nicht nutzt.
Das liegt daran, dass es inzwischen viele Gadgets gibt, die über die Schnittstelle verwendet werden können. Hersteller wie Google oder Apple bieten selbst einiges Zubehör an. Günstigere Varianten findet ihr von Drittherstellern auf Verkaufsplattformen wie Amazon.
Powerbanks
Meistens werden Powerbanks über Kabel mit dem Handy verbunden – wie ein Ladegerät. Seit einigen Jahren gibt es allerdings auch Modelle, die an der Handyrückseite »kleben« und das Smartphone drahtlos mit Energie versorgen.
Mein Kollege Mirco hat kürzlich ein entsprechendes Modell von LISEN für euch getestet. Zwar verfügen die Powerbanks durch die ihre schlanke Bauweise nicht über extrem hohe Kapazitäten – dafür tragen sie kaum auf und sorgen für eine deutlich längere Akkulaufzeit.
Wallets
Vielleicht kennt ihr die magnetischen Wallets bereits. Sie halten ebenfalls magnetisch an der Smartphone-Rückseite und bieten meist Platz für ein bis drei Karten. Wer nicht immer seine Geldbörse mitschleppen will, ist mit so einem Wallet gut beraten.
Mittlerweile gibt es für das iPhone auch Wallets mit integrierter »Find-my«-Funktion. Praktisch, falls das Wallet mal den Halt verliert. So lässt es sich einfach orten.
Externer Speicher
Wer beispielsweise auf Messen oder im Urlaub viel fotografiert oder filmt, kommt mitunter schnell an die Speichergrenzen seines Handys. Über den USB-Anschluss von Smartphones lassen sich schon seit Jahren externe SSDs oder HDDs anschließen – wirklich komfortabel ist das aber nicht, wenn man unterwegs ist.
Auch hier gibt es eine MagSafe-Lösung. Externe Speicher wie die Creator Phone SSD von SanDisk befestigt ihr direkt am Handy. Die SSDs sind klein und nur durch ein kurzes Kabel mit der USB-Schnittstelle des Smartphones verbunden. So stören sie nicht, wenn ihr unterwegs seid.
Praktisch ist so eine MagSafe-SSD übrigens nicht nur als Speichererweiterung, sondern natürlich auch als Backup-Option für Fotos, Videos oder andere Dateien.
Halterungen für Auto oder Schreibtisch
Magnetische Halterung sind auch im Auto praktisch. Es gibt sie natürlich auch mit Stromversorgung, sodass sich das Smartphone bei der Fahrt laden lässt.
Wer keine Lust auf ein zusätzliches Kabel hat und das Handy nicht im Fahrzeug laden muss, kann auch zu einer reinen Halterung greifen. Diese werden beispielsweise am Lüftungsgitter befestigt und halten das Smartphone sicher fest.
Solche Halterung gibt es unter anderem auch für den Schreibtisch. So könnt ihr das Handy im Sichtbereich platzieren, sodass der Bildschirm jederzeit gut ablesbar bleibt.
Hersteller Arktis bietet übrigens eine solche Halterung als Multifunktionslösung an. Der »MagicDock« lässt sich auf dem Tisch und im Auto nutzen, hält aber dank Saugnapf auch an Fliesen oder Scheiben – das kann dann beispielsweise im Bad oder in der Küche praktisch sein.
Popsockets: Grip für große Smartphones
Die kleinen Haltegriffe für Handys kennt ihr vielleicht. Früher hat man sie ans Smartphone geklebt oder zu einer speziellen Schutzhülle gegriffen. Mit dem Aufkommen der magnetischen Ladefunktion gibt es die PopSockets allerdings auch rein magnetisch. So lassen sie sich bei Bedarf jederzeit abnehmen.
Warum rede ich hier über Popsockets? Nun, wirklich kompakte Smartphones sind mittlerweile durchaus selten geworden. Die Halterungen helfen, das Handy auch mit einer Hand sicher halten zu können und vereinfachen so auch die Einhandbedienung. Gerade, wenn ihr kleine Hände habt, ist das ein nützliches Zubehör.
MagSafe-Kühler für lange Gaming-Sessions
Hersteller wie Razer bieten mittlerweile auch aktive Kühler für Handys an, die per Magnet an deren Rückseite gehalten werden und bei leistungshungrigen Tätigkeiten für eine stabile Performance sorgen sollen.
Braucht man das? Das kann man pauschal nicht sagen. Ich sehe als Zielgruppe vor allem ambitionierte Mobile Gamer, die Framedrops bei grafisch herausfordernden Spielen vermeiden wollen.
Ladestationen in allen Formen und Farben
Wenn es dann doch um das Thema Aufladen geht, dann braucht ihr bei MagSafe, Pixelsnap und Co. nicht zwangsläufig zum Ladepuk greifen. Die Auswahl an Ladestationen für Auto, Schreib- oder Nachttisch ist riesig.
Hier gibt es auch praktische Kombilösungen, mit denen sich mehrere Geräte auf einmal laden lassen. Dabei hängt das Smartphone am MagSafe, daneben findet die Smartwatch an ihrem Ladepuk Platz und darunter liegen die Kopfhörer auf der Ladematte.
Praktisch sind solche Kombilösungen natürlich, wenn ihr im Alltag mehrere Geräte nutzt, die sich drahtlos laden lassen. Ich habe lange eine solche Station für iPhone, Apple Watch und AirPods verwendet.
Fazit: Die magnetische Rückseite wird oft unterschätzt
Ich hatte euch vor einiger Zeit berichtet, dass ich Wireless Charging nicht nutze. Meine Station auf dem Nachttisch gibt es inzwischen nicht mehr, auch weil ich keine Apple Watch mehr trage und die AirPods höchst selten nutze.
Nichtsdestotrotz empfinde ich die magnetische Rückseite meines iPhones als sehr praktisch. Im letzten Urlaub habe ich gemerkt, wie nervig eine reguläre Powerbank mit langem Kabel ist und mir eine MagSafe-Powerbank bestellt. Auch eine magnetische SSD werde ich mir anschaffen, um Dateien von Events und Messen einfacher verwalten zu können.
Nicht zuletzt sehe ich in meinem Umfeld auch viele Popsockets an Smartphones – spätestens damit ist die Schnittstelle so viel mehr als eine reine Stromversorgung.



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