Am 18. November 2006 flimmerte hierzulande die letzte Folge von Malcolm Mittendrin über die TV-Bildschirme. Fast zwei Jahrzehnte später gibt’s jetzt neue Folgen, und wir schauen uns natürlich einmal an, ob sich ein Blick in das neue Abenteuer lohnt.
Die ersten Kritiken sind durchaus positiv, doch es werden auch einige Aspekte wie zum Beispiel die Inszenierung der neuen Gesichter in alten Rollen wie zum Beispiel Dewey (Caleb Ellsworth-Clark) bemängelt.
Unsere Entertainment-Expertin Franzi hatte ihren Spaß mit dem Serien-Revival, allerdings war auch sie nicht komplett überzeugt. Ihre Meinung könnt ihr euch auf Seite 2 des verlinkten Artikels durchlesen:
Worum geht’s in Malcolm Mittendrin: Unfair wie immer?
Lois (Jane Kaczmarek) und Hal (Bryan Cranston) feiern ihre Rubinhochzeit, denn sie sind bereits seit 40 Jahren verheiratet. Prost! Der beste Grund, um die ganze Familie und alle Freunde zusammenzutrommeln und mal wieder richtig die Sau rauszulassen.
Doof nur, dass sich Malcolm von seiner Familie abschottet und immer wieder Ausreden sucht, um keine Zeit mit ihnen verbringen zu müssen. Diesmal kommt er allerdings nicht so leicht davon. Mit seiner Tochter Leah (Keeley Karsten) und seiner neuen Freundin Tristan (Kiana Madeira) im Schlepptau geht das Chaos bei den Wilkersons wieder richtig los.
Seit dem 10. April 2026 findet ihr die vier neuen Folgen auf Disney Plus.
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Malcolm Mittendrin: Der erste Trailer zu den neuen Folgen für April 2026 ist endlich da und es ist genauso chaotisch wie früher
Ein gelungenes Revival, aber …
Die Kritiker-Reviews von Malcolm Mittendrin sind auf Rotten Tomatoes gerade zu 80 Prozent positiv. Ein Zuschauer-Wert steht noch aus, da die Episoden gerade erst erschienen sind. In der Filmdatenbank IMDb steht eine Bewertung aktuell ebenfalls noch aus.
Was finden Kritiker gut an Malcolm Mittendrin: Unfair wie immer?
- Performance von Frankie Muniz (Malcolm)
- Bryan Cranston und Jane Kaczmarek glänzen nach wie vor in ihren Paraderollen
- Nostalgie-Faktor – Viele Anspielungen und Cameo-Auftritten
- Emotionale Tiefe – Mischung aus absurdem Witz und echtem Herz
Welche Probleme gibt es?
- Zu kurz – Länge reicht nicht aus, um allen Charakteren Platz zu geben
- Gezwungenermaßen Humor – Witze wirken teils holprig, gekünstelt oder überflüssig
- Blasse Neubesetzung – Schauspieler bekommen keine echte Aufgabe
The Wrap
Es ist eine schöne, kurze und nostalgische Reise in die Vergangenheit, mit vielen Anspielungen für diejenigen, die Malcolm in the Middle
vor zwei Jahrzehnten gesehen haben, wirkt aber dank der ausgewogenen Mischung aus neuen Gesichtern auch frisch. Würde die Serie fortgesetzt, müsste sie sich auf Leah und Kelly konzentrieren, was funktionieren würde, solange ein Großteil der Originalbesetzung in bedeutenden Rollen zurückkehren würde. Das ist der Schlüssel, um die Serie für das heutige Publikum zu modernisieren und gleichzeitig die Zuschauer zurückzugewinnen, die einst jede Woche mit diesen Figuren in ihren Wohnzimmern verbrachten.
Vorerst ist Malcolm in the Middle: Life’s Still Unfair
ein bewusstes Special, das einen auf die richtige Art und Weise über diese Familie auf den neuesten Stand bringt. Es ist absurd, witzig und manchmal unerwartet, und es tut das, was man im Showbusiness immer tun soll: den Zuschauern Lust auf mehr machen.
Collider (Wertung: 8/10)
Eine Serie, die endet, indem sie das Publikum nach mehr verlangen lässt, ist oft eine gute Ausgangsposition, und obwohl dies bei Life’s Still Unfair
im Großen und Ganzen der Fall ist, fällt es dem Malcolm in the Middle-Revival schwer, all seinen Figuren in nur vier halbstündigen Episoden gerecht zu werden. Vielleicht lässt sich das korrigieren, falls Hulu beschließt, weitere Folgen zu produzieren, sollte die Serie erfolgreich genug sein, aber gleichzeitig ist das Finale der nun limitierten Serie einfach so gut, dass es, sollte dies wirklich das letzte Mal sein, dass wir Malcolms Familie sehen, ein mehr als würdiger Abschluss ist. Das Leben mag für die größte Sitcom-Familie der 2000er Jahre immer noch unfair sein, aber sie sind heute noch genauso charmant, gut geschrieben und liebenswert wie damals.
FandomWire (Wertung: 8/10)
[...] Hulus Malcolm in the Middle: Life’s Still Unfair
ist seine Zeit absolut wert, denn Frankie Muniz hat sich zu einem überzeugenden erwachsenen Schauspieler entwickelt – etwas, das nicht viele Kinderstars von sich behaupten können (und selbst einige in dieser Neuauflage nicht). Muniz spielt Malcolm immer noch so wie vor Jahren: gegen seinen Typ, gereizt, überfordert und unglücklich, aber nun mit einem größeren Herzen, angetrieben von der Liebe zu seiner Tochter.
Muniz’ reife Darstellung sorgt zwar nach wie vor für jede Menge ausgelassene Lacher, verleiht Malcolm aber auch die Tiefe eines Erwachsenen und hebt das Revival von Nostalgie auf eine Ebene, die wirklich bedeutungsvoll ist – nicht nur lustig, sondern verdient.
The Hollywood Reporter
Trotz der Möglichkeiten, die sich durch die Besetzung bzw. Neubesetzung der Rollen von Dewey und Jamie bieten, wurde weder Ellsworth-Clark noch Timpano etwas zu tun gegeben. [...]
Ich bin mir nicht sicher, ob ich Life’s Still Unfair
so deprimierend finden sollte, wie ich es tat – aber ich kann es nicht ausschließen. Ich bin mir nicht sicher, ob andere Zuschauer die deprimierenden Aspekte ignorieren und die Freude finden können, die mir bei diesem Cast-Wiedersehen gefehlt hat.
TV Insider (Wertung: 4/5 Sternen)
Selbst unter den zerstrittenen Geschwistern – Christopher Masterson (Francis) und Justin Berfield (Reese) sind wieder dabei, während Caleb Ellsworth-Clark anstelle von Erik Per Sullivan die Rolle des Dewey übernimmt, Anthony Timpano als erwachsener Jamie und Vaughan Murrae als Kelly, der nicht-binäre Jüngste und, wie Malcolm, oft der Klügste im Raum – herrscht das Gefühl, dass sie sich in entscheidenden Momenten immer gegenseitig den Rücken stärken werden. Auch Malcolm, trotz seiner Beschreibung der Familiendynamik gegenüber Leah: Stell dir vor, sie wären der Vollmond und wir die Werwölfe.
Lautes Lachen ist die beste Reaktion auf den neuen Malcolm. Was für ein Genuss, sie wieder dabei zu haben, wenn auch nur für ein paar unglaublich unterhaltsame Stunden.
TV Line (Wertung: C+)
Frankie Muniz hat in den letzten Jahren nicht viel geschauspielert, doch als Malcolm feiert er ein überraschend starkes Comeback und vermittelt auf urkomische Weise die lähmende Angst, die er empfindet, wenn er seine Familie wiedersieht. (Man kann sich gut vorstellen, dass Muniz wieder eine eigene Sitcom leiten könnte, wenn er wollte.) Die Jubiläumsfeier im Finale bringt einige lustige Gastauftritte mit sich und kommt der verrückten Atmosphäre des ursprünglichen Malcolm
am nächsten. Doch die letzten Momente scheinen auf ein mögliches Spin-off anzuspielen, das sich um Malcolm und Leah dreht – was genau die Aspekte des Revivals betonen würde, die nicht funktionieren. Familientreffen sind ja schön und gut … aber dieses hier könnte nur beweisen, dass man wirklich nicht mehr nach Hause zurückkehren kann.
DAS FAZIT: Mit zu vielen neuen Charakteren und zu wenig Familienzusammenhalt kann Hulus Neuauflage von Malcolm in the Middle
den anarchischen Nervenkitzel des Originals nicht wiederherstellen.
Variety
Dieses Finale hat zwar den einen oder anderen herzerwärmenden Moment, doch insgesamt ist die Serie völlig überflüssig. Abgesehen von Cranston und Kaczmarek, die auch fast drei Jahrzehnte später noch perfekt in ihren Rollen sind, kommt keiner der anderen Witze wirklich zur Geltung oder verrät etwas Wesentliches über die ursprüngliche Sitcom – der Großteil der Komik in Life’s Still Unfair
wirkt holprig und gekünstelt.
Dennoch gibt es einen bemerkenswerten Lichtblick in der Serie. Die letzte Folge endet mit einer charmanten und herzerwärmenden (wenn auch chaotischen) Szene, die selbst den vom vielen Reboot-Wahn erschöpften Zuschauer zu dem einen oder anderen Lächeln verleiten wird. Doch während der Abspann läuft, wird ganz klar, dass Malcolm in the Middle
aus einer anderen Ära stammte. Und diese Ära ist längst vorbei.
Malcolm Mittendrin ist nicht die einzige Kult-Sitcom, die aktuell ein Comeback feiert. Seit dem 25. März 2026 erscheint jeweils wöchentlich eine neue Folge Scrubs auf Disney Plus.
Ein geplantes Buffy-Reboot von Hulu beziehungsweise Disney wurde erst kürzlich abgesetzt. Mehr dazu erfahrt ihr in der obigen Box, wo wir euch passende Artikel zu den Themen verlinken.
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