Erinnert ihr euch noch an das Horrorspiel Iron Lung von 2022? Darin sitzt ihr in einem U-Boot fest und steuert euer Gefährt durch ein Meer aus Blut. Die einzigartige Atmosphäre hat auf Steam tausende Nutzerinnen und Nutzer gefesselt. Einer von ihnen war der Youtuber Markiplier (bürgerlich Mark Fischbach).
Den hat es sogar so hart umgehauen, dass er prompt ein paar Millionen zusammengekratzt hat, um einen Film daraus zu machen.
Trotz schlechter Kritiken ein Erfolg an den Kinokassen
Zuerst zu den harten Fakten: Iron Lung startete am 30. Januar 2026 in den Kinos, auch in Deutschland. Bei der Vorpremiere am 29. Januar nahm er in den USA 3,5 Millionen US-Dollar ein und spielte damit eine halbe Million mehr ein, als für die Produktion an Kosten draufgingen.
Insgesamt soll er laut Collider weltweit 21,7 Millionen US-Dollar eingenommen haben. Damit steht er über aktuellen Film-Releases, wie Send Help (Sam Raimi). Markiplier zeigte sich in einem Livestream überaus emotional über diese Einspielergebnisse.
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Iron Lung: Der Horrorfilm von Markiplier ist fast genauso blutig wie kryptisch
Was die Zahlen angeht, kann man Iron Lung also ganz klar als Erfolg verbuchen. Inhaltlich sieht das aber ein bisschen anders aus, denn Kritiker zeigen sich deutlich weniger begeistert.
Auf Rotten Tomatoes erreicht der Horrorfilm bei der Presse nur eine Wertung von 44 Prozent im Durchschnitt. Die Otto-Normal-User bewerten ihn hingegen mit starken 90 Prozent.
Das wird kritisiert:
- Dennis Harvey von Variety : »Die Handlung ist eher dünn, definitiv nicht genug, um zwei Stunden Spielzeit zu füllen. Und wer das Spiel noch nicht kennt, wird den wenigen Ereignissen wohl kaum etwas einleuchten.«
- Mike McCahill von Guardian: »[Fischbach] fehlt die dramatische Wucht, die nötig wäre, um aus der Handlung eines Kurzfilms einen sehenswerten Spielfilm zu machen.«
- Alison Foreman von IndieWire: »Iron Lung ist gewagt und mitunter erstaunlich langweilig. Dennoch wirkt er enthusiastischer und mitreißender als viele Blockbuster-Verfilmungen, die auf einer sichereren Grundlage stehen.«
Warum dann so viel Zaster für Iron Lung?
Ein Grund, warum überhaupt so viele Leute auf das Filmprojekt aufmerksam wurden, ist schlichtweg Markipliers Bekanntheit. Auf YouTube versammelt Fischbach immerhin über 38,2 Millionen Abonnenten. Bereits sein Let's Play der Spielvorlage erreichte mehr als 14 Millionen Aufrufe.
Schon damals zeigte er sich begeistert von dem Spielkonzept: »Das war unglaublich! Ich habe die Erfahrung echt geliebt. Es ist so neu und interessant. Es gibt keine direkte Gefahr, es ist einfach alles um dich herum eine Bedrohung. Und es ist konstant und allgegenwärtig.« Für viele der Zuschauer hat Film-Adaption es geschafft, diese Einzigartigkeit zu transportieren und dadurch hervorzustechen.
An uns ging Iron Lung (das Spiel) übrigens auch nicht vorbei. Autorin Elena hat es noch eine ganze Weile später beschäftigt. Wie sie den Ausnahmetitel wahrgenommen hat, erfahrt ihr in ihrem Artikel, den wir oben verlinkt haben.
Habt ihr vor Iron Lung zu gucken, oder wart ihr vielleicht sogar schon drin? Wie hat er euch gefallen? Schließt ihr euch der Presse an oder fällt euer Urteil besser aus? Schreibt es gern in die Kommentare!
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