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Zwischen Marvel und dem Deadpool-Schöpfer gibt's gerade mächtig Zoff

Die schlechte Stimmung zwischen Rob Liefeld und Marvel hat ihren Kipppunkt erreicht. Der Co-Schöpfer von Deadpool will nicht länger mit dem Kino-Giganten zusammenarbeiten.

Der Deadpool-Schöpfer hat von Marvel die Schnauze voll und schießt jetzt scharf gegen den Kino-Giganten. Bildquelle: DisneyMarvel Studios Der Deadpool-Schöpfer hat von Marvel die Schnauze voll und schießt jetzt scharf gegen den Kino-Giganten. Bildquelle: Disney/Marvel Studios

Rob Liefeld zieht einen Schlussstrich: Ab sofort will der Co-Schöpfer von Deadpool nicht länger mit Marvel zusammenarbeiten.

Daraus macht der 57-jährige Comicautor kein Geheimnis - ganz im Gegenteil. In der neuesten Ausgabe seines eigenen Robservations-Podcast wettert Liefeld mächtig gegen die Marvel Studios und bohrt in einem darauffolgenden Interview mit TheHollywoodReporter in dasselbe Loch:

Man wollte mich vorführen, herabwürdigen und niederwerfen.

Was ihr kurz und kompakt zu Rob Liefeld wissen solltet

Doch beginnen wir von vorne. Wer ist Rob Liefeld überhaupt? 1991 hat er gemeinsam mit Fabian Nicieza den Marvel-Charakter Deadpool erschaffen. Dabei trat Wade Wilson zuerst als klassischer Schurke auf und entwickelte sich erst in den darauffolgenden Jahren zu dem vorlauten Anti-Held, wie wir ihn heute kennen.

Deadpool war aber nicht vor Kritik gefeit: Comic-Fans kritisieren bis heute, dass die Figur auffällig viele Parallelen zu dem DC-Schurken Slade Wilson alias Deathstroke aufweist, der ganze elf Jahre zuvor das Licht der Welt erblickte.

Rob Liefeld vs. Marvel Studios

Was ist jetzt vorgefallen? Als bekannter Autor und Co-Schöpfer von Deadpool ist Rob Liefeld ein bekannter Name in der Comic-Industrie. In den letzten Jahren wurde er immer wieder laut, wie schlecht große Filmstudios die Autoren und Zeichner behandeln würden, auf deren Arbeit und Material diese zurückgreifen.

Oftmals bekommen sie nur sehr geringe Gewinnbeteiligungen an Milliarden-schweren Blockbustern und/oder werden wenig bis gar nicht für ihre Leistungen gewürdigt. Dieser Konsens beschränkt sich nicht nur auf Marvel, zuletzt kam diese Kritik auch erneut gegen DC auf (via ScreenRant).

Zum Bruch von Rob Liefeld mit Marvel hat jetzt offenbar aber ein Vorfall bei der Premiere von Deadpool & Wolverine geführt. Der Comicautor hat sich gemäß seiner eigenen Aussage massiv daran gestört, wie er vor Ort von Vertretern der Marvel-Studios behandelt wurde. 

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So habe er erst auf besagtem Event erfahren, dass er und seine Familie nicht auf die After-Party eingeladen worden wären. Außerdem hätte Disney vorsätzlich Fotos gelöscht, die auf dem roten Teppich gemeinsam mit ihm und den Filmproduzenten gemacht wurden.

Insgesamt ist Liefeld der Meinung, dass das nur ein Symptom eines tieferliegenden Problems ist und er persönlich bei Disney auch nicht willkommen sei:

Wie Marvel mit den kreativen Köpfen [der Comic-Industrie] umgeht, war nie ihre Stärke. Ohne die Welten, die Charaktere und die Konzepte, die wir erschaffen [...] gäbe es keine Filme, die sie drehen könnten. [...] Es darf nicht so weitergehen, dass Comic-Autoren und -Zeichner ständig vergessen werden. Und dabei wäre die Lösung denkbar einfach. Doch solange ich das nicht weiter anspreche, wird sich nie etwas ändern.

Nach dem Vorfall bei der Premiere von Deadpool & Wolverine hat Liefeld dann eine Mail an Marvel gesendet, die jedoch ignoriert wurde. Über seine Agenten will Liefeld dann erfahren haben, dass die Aktion bei Marvel nicht gut ankam. Gegen den Chef der Marvel Studios erhebt der Co-Schöpfer von Deadpool dann nochmal explizite Vorwürfe:

Kevin Feige behandelt Comic-Autoren nicht besonders gut. Das ist meine persönliche Erfahrung. Bin ich der Meinung, dass er die sein Verhältnis zu Comic-Autoren verbessern könnte? Ja.

Rob Liefeld selbst ist nicht frei von Kritik

Fairerweise ist Kevin Feige durchaus dafür bekannt, sich direkt und persönlich mit Autoren und Zeichnern der Comic-Industrie auseinanderzusetzen. Zuletzt zum Beispiel öffentlich während der New York Comic Con Ende 2024, als er für ein Panel der neuen Marvel-Serie Daredevil: Born Again auf der Bühne stand (via ComicBookMovie).

Ein Insider betont außerdem gegenüber TheHollywoodReporter, dass Liefeld selbst einen schwierigen Ruf innerhalb der Branche genießt. So wird Liefeld unter anderem vorgeworfen, die Arbeit seiner Branchenkollegen herunterzuspielen - wie zum Beispiel die seines Deadpool-Co-Schöpfers Fabian Nicieza. Dabei wird auf einen vorangegangenen THR-Artikel aus dem Jahr 2016 verwiesen.

Müssen Fans in Anbetracht dieser Entwicklung um Deadpool 4 bangen? Mit ziemlicher Sicherheit nicht. Marvel Studios verfügt über die Rechte an (so gut wie) all ihren Helden und Schurken und können damit machen, was sie wollen. Die Autoren und Zeichner, die für große Firmen wie Marvel neue Figuren schaffen, geben die meist vertraglich automatisch ab.

Am kreativen Schaffensprozess der Kino-Adaptionen sind die Comic-Schöpfer nur selten direkt beteiligt. Und selbst wenn, würde es die Filmstudios nicht davon abhalten, ohne sie weitere Produktionen anzugreifen.

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