»Nicht noch eine neue Marvel-Serie«, denken sich bestimmt einige von euch gerade. Superhelden-Müdigkeit ist längst nicht mehr nur noch ein Wort, sondern eine Sache, mit der sich besonders Marvel seit Avengers: Endgame zunehmend herumschlagen muss.
Fans verlieren spürbar die Lust an Superhelden-Filmen und -Serien, denn sie sind von den vielem mittelmäßigen Produktionen schlichtweg übersättigt. Doch Wonder Man scheint hier ein helles Licht am Ende des Tunnels zu sein, denn die Serie ist laut Kritikern »zweifellos ein Highlight.«
Der Meinung ist übrigens auch unser Marvel-Experte Sören:
Worum geht’s in Wonder Man?
Simon Williams (Yahya Abdul-Mateen II) hat einen Traum: Als Schauspieler möchte er die Welt im Sturm erobern! Das gestaltet sich nur etwas schwierig, wenn man sich immer nur mit kleinen Rollen herumschlägt.
Als er auf seinen Schauspiel-Kollegen Trevor Slattery (Ben Kingsley) trifft, landet er wenig später beim Vorsprechen für seine absolute Traumrolle. Das einzige Problem: Simon muss seine Superhelden-Kräfte am Filmset in Zaum halten, denn die sind dort strengstens verboten.
Alle acht Folgen von Wonder Man findet ihr ab dem 27. Januar 2026 auf Disney Plus.
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»Sieht fantastisch aus« – Neue Marvel-Serie Wonder Man dreht sich um Superhelden-Müdigkeit und Fans sind vom ersten Trailer begeistert
Marvel hat ein neues Traum-Duo
Auf Rotten Tomatoes sind die Kritiker-Reviews zu 93 Prozent positiv und toppen somit sogar die 92 beziehungsweise 87 Prozent von beliebten Serien wie WandaVision und Loki (via Rotten Tomatoes). Ein Zuschauer-Score steht derzeit noch aus. Die Bewertungen werden dann zum offiziellen Release eintrudeln. In der Filmdatenbank IMDb gibt’s ebenfalls noch keine Reviews.
Was finden Kritiker gut an Wonder Man? Besonders gelobt werden die Performances der beiden Hauptdarsteller Ben Kingsley und Yahya Abdul-Mateen II, die sich schauspielerisch sehr gut ergänzen. Die Serie kritisiert die Filmbranche à la The Studio oder The Franchise und macht dabei trotzdem sein eigenes Ding. Dadurch hebt sich Wonder Man von anderen Marvel-Projekten deutlich ab.
Welche Probleme gibt es? Wonder Man schlägt einen komplett anderen Weg ein als andere Marvel-Serien zuvor, und es wird nicht ganz deutlich, wie sie sich im Universum einzuordnen hat. Das liegt besonders am Umfang, der mit 8 Episoden à 23 bis 34 Minuten relativ gering ausfällt.
San Francisco Chronicle
[...] Wonder Man wurde von Destin Daniel Cretton (Short Term 12, Shang-Chi und demnächst Spider-Man: Brand New Day) und Andrew Guest (Hawkeye, Community) entwickelt.
Ich vermute, dass Letzterer sich die meisten verrückten Situationen ausgedacht hat, während Ersterer die Serie in Richtung etwas Herzlichem, Charakterbasiertem und kaum Comic-ähnlichem gelenkt hat. Eine Serie wie Wonder Man könnte das Heilmittel für die Superhelden-Müdigkeit sein, unter der Hollywood seit Jahren leidet.
Geeks of Colour
Die Serie ist durchgehend witzig und bietet Momente, die einen zum Nachdenken bringen und laut zum Lachen bringen. Wonder Man steckt so viel Herzblut in die Komödie und schafft eine fesselnde, mitreißende Serie, die zweifellos herausragend ist. In einem Jahr, in dem eines der größten Projekte von Marvel überhaupt auf dem Programm steht, haben sie vielleicht das Beste in einem ihrer kleinsten Projekte gefunden.
Collider (Wertung: 9/10)
Es ist eine bemerkenswerte und befriedigende Interpretation einer Welt, in der es bereits unzählige Filme und Serien gibt und die fast identisch mit unserer eigenen ist. Zwischen Lachen und Satire behandelt Wonder Man auch viele reale Probleme innerhalb und außerhalb der Unterhaltungsindustrie.
Außerdem steckt die Serie voller Überraschungen, darunter eine Episode, die sich um eine völlig andere Figur dreht, die wir euch hier nicht verraten wollen. Egal, ob ihr ein eingefleischter MCU-Fan seid oder noch nie in eurem Leben einen Superheldenfilm gesehen habt, Wonder Man ist eine dieser seltenen Erfahrungen, die beide Seiten anspricht, und markiert einen wirklich phänomenalen Start für Marvels ambitioniertes Programm für 2026.
ComicBook (Wertung: 4/5)
In dieser Phase ist es auch ziemlich wichtig zu bestätigen, dass es bei Wonder Man definitiv sowohl um Simon Williams als auch um Trevor Slattery geht. Ja, Williams' Figur ist der Name auf dem Schild, aber ich glaube nicht, dass es als Soloprojekt funktioniert hätte, und man versteht, warum die Macher ein Projekt für Trevor wollten.
Möchte ich mehr von ihnen sehen? Auf jeden Fall: Ich würde gerne einige der fehlenden Elemente sehen (es wird hier mutigerweise kein einziges Geheimnis um Simon gelüftet), und die Idee einer Fortsetzung, die in den letzten Minuten des Finales angedeutet wird, finde ich wirklich reizvoll. [..]
IGN Movies (Wertung: 8/10)
Solange man nicht erwartet, dass dies das nächste große Kapitel in der Multiverse-Saga ist, ist die erste Folge von Wonder Man ein willkommener Leckerbissen für MCU-Fans. Matinee [Name von Folge 1] bietet einen kleinen, aber sehr unterhaltsamen Einblick in den Alltag des erfolglosen Schauspielers Simon Williams, wobei Yahya Abdul-Mateen II mit seiner magnetischen Darstellung dafür sorgt, dass man sich schnell in den Kerl verliebt.
Die Serie findet schnell eine gelungene Balance zwischen Meta-Humor und ruhigem Charakterdrama. Und obwohl das allein nicht unbedingt ausreicht, um eine ganze Miniserie zu rechtfertigen, gelingt es den letzten Momenten dieser Folge, einen Hinweis auf ein größeres Ganzes zu geben, der alle Bedenken zerstreut.
The Hollywood Reporter
Wonder Man teilt mit anderen aktuellen Showbiz-Parodien wie The Other Two oder The Studio die ironische Belustigung der Macher, die offensichtlich genug Zeit in den Schützengräben Hollywoods verbracht haben, um zu wissen, wie unglamourös es dort aus nächster Nähe ist – um sich in beengten Wohnwagen, billigen Wohnungen und Selbstaufnahmestudios zurechtzufinden. Allerdings teilt es mit diesen Serien nicht die scharfe Satire gegenüber der Branche im Allgemeinen oder die Skepsis und Kritik gegenüber dem Filmemachen mit großem Budget im Speziellen. Das ist kaum überraschend, da Wonder Man aus der geldbringenden Marvel-Maschine stammt, aber dennoch fühlt es sich wie eine verpasste Gelegenheit an.
Stattdessen unterläuft die Serie das Genre auf ihre eigene, charakteristisch unauffällige Weise. Indem sie auf die epische Dimension und die fantastischen Schlachten verzichtet, für die diese Superhelden-Blockbuster bekannt sind, rückt sie die sehr menschlichen Triebe – nach Anerkennung, nach Verbindung, nach Sinn – in den Vordergrund, die den Marvel-Filmen seit jeher ihre wahre Magie verliehen haben. Das ist ein ziemlich raffinierter Trick, auch wenn er eher bescheiden ist.
Empire Magazine (Wertung: 4/5)
[...] In seiner anderen Superheldenrolle als Bösewicht Black Manta in Aquaman ist Abdul-Mateen II meist wütend und gewalttätig; hier ist er besonders gut darin, die süßen, traurigen und sensiblen Töne zu spielen, die dazu beitragen, dass man den verkrampften Simon so leicht ins Herz schließen kann.
Was Kingsleys Trevor angeht, der sich in Iron Man und Shang-Chi manchmal wie ein Außenseiter fühlte, so kommt seine einzigartige, leicht schräge Energie hier perfekt zur Geltung. Diesmal ist er mehr als nur eine komödiantische Erleichterung: Er ist ein voll ausgearbeiteter und sympathischer Charakter.
Die hervorragende Doppelrolle von Yahya Abdul-Mateen II und Ben Kingsley macht diese Serie zu einer der besten der MCU bis heute.
Für Wonder Man braucht ihr zwar kein großes MCU-Vorwissen, aber es kann nicht schaden, wenn ihr euch davor oder danach zwei bestimmte Filme anschaut. Besonders, um die Geschichte von Trevor Slattery besser zu verstehen.
Mehr dazu erfahrt ihr in der obigen Box. Für diejenigen von euch, die sich die Projekte nicht noch einmal anschauen wollen, haben wir euch in dem Artikel ebenfalls in ausklappbaren Kästen zusammengefasst, was ihr wissen müsst.
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