»Eine ausgezeichnete Wahl« – Er trägt seit Jahren eine Apple Watch und hat jetzt ein ganz neues Hobby für sich entdeckt: mechanische Uhren

Mechanische Uhren haben einen entscheidenden Vorteil: Sie sind besonders langlebig.

Smartwatch oder mechanische Uhr? Beide Produkte haben ihr eigene Zielgruppe. (Bild: Orientwatches, erika8213 - Adobe Stock, Patrick S. – GameStar Tech) Smartwatch oder mechanische Uhr? Beide Produkte haben ihr eigene Zielgruppe. (Bild: Orientwatches, erika8213 - Adobe Stock, Patrick S. – GameStar Tech)

Neben Fitness- und Schlaftracking könnt ihr mit der Smartwatch telefonieren oder Nachrichten am Handgelenk empfangen – wie Roger Moore in der Rolle als James Bond zu seinen besten Zeiten.

Die kleinen Computer sind auch ein zuverlässiger Wegweiser bei stundenlangen Wanderungen in den entlegensten Ecken der Erde. All diese Funktionen wollen ausgereizt werden.

Im schlimmsten Fall verkommt die Smartwatch als Accessoire am Handgelenk – hierfür gibt es mitunter schönere Alternativen: klassische Armbanduhren.

Ein Redditor wollte nach eigenen Angaben seine »Smartwatch loswerden« und hat in den mechanischen Uhren sein neues Hobby gefunden.

Auch in unserer Redaktion gab es Sinneswandel:

Von der Apple Watch zur Bambino Version 1

Das ist die Uhr: Anstelle einer Smartwatch schmückt die Bambino Version 1 das Handgelenk von GorditasChaser1111. An dieser Uhr bewundert er die Schlichtheit. Dabei handelt es sich um eine Automatikuhr, die der Hersteller selbst als »Dress Watch« bezeichnet.

Die meisten Uhrenhersteller produzieren ein Modell mit verschiedenen Zifferblattfarben. (Bild: Orientwatches) Die meisten Uhrenhersteller produzieren ein Modell mit verschiedenen Zifferblattfarben. (Bild: Orientwatches)

Die Uhr verfügt über eine Gangreserve von 40 Stunden und ist laut Herstellerangaben wasserdicht bis zu einer Tiefe von 30 Metern. Mit 370 Euro ist dieses Modell für eine Automatikuhr durchaus preiswert. Für einige andere Modelle sind Preise von 800 Euro aufwärts eher die Regel als die Ausnahme.

Was bedeutet Gangreserve? Die Energie mechanischer Uhren wird in einer Zugfeder gespeichert. Wenn ihr eine Uhr wie die Bambino Version 1 per Hand aufzieht, wird diese Feder gespannt. Sobald dies geschehen ist, entrollt sie sich kontrolliert und gibt ihre Energie an die Räder, Zeiger, das Datum und weitere Funktionen ab.

Automatikuhren verfügen zusätzlich über eine Schwungmasse (Rotor). Damit zieht sich die Feder beim Tragen der Uhr quasi nebenher automatisch auf. Die Gangreserve beschreibt die Zeitspanne, in der eine Uhr abgelegt werden kann, bevor sie stehen bleibt und erneut aufgezogen werden muss (via longines).

Wie im Reddit-Thread zu sehen ist, gibt es auch einige Bambino-Fans, die ihr Accessoire mit der Community teilen.

»Ich liebe die Orient. Ich trage sie jeden Tag, und meine Apple Watch starrt mich aus der Ecke des Zimmers an wie ein vorwurfsvoller Mops.«
Diminaband

»Ausgezeichnete Wahl!«
Jebakerii

Video starten 16:02 Smart-Ring als Alternative zur Smartwatch? Das müsst ihr unbedingt vorher wissen!

»Ich werde meine Sammlung in Zukunft erweitern«

Neben seinem neuen Schmuckstück hat der Redditor weitere Modelle ins Auge gefasst.

»Ich werde meine Sammlung in Zukunft erweitern […] Später kommt dann noch eine Open Heart dazu ; ich habe mich nämlich in die Hamilton Jazzmaster in Champagner verliebt. Als Nächstes suche ich aber eine robuste Feldarmbanduhr.«

Mit »Open Heart« bezieht sich der Redditor auf ein Designmerkmal bei Uhren. Durch einen Ausschnitt im Zifferblatt gewähren die Hersteller einen Blick ins Innere der Uhr, wo sich das Herz befindet. Die sogenannte Unruh ist der Taktgeber, von dem die Präzision der Uhr abhängt.

Es ist das Bauteil, das extrem schnell hin- und herschwingt und der Uhr so eine gewisse Lebendigkeit verleiht – von der Ästhetik ganz zu schweigen.

Auch bei Uhren gibt es eine Art Herzstück, das abhängig vom Modell genau zur Schau gestellt wird. (Bild: Orientwatches) Auch bei Uhren gibt es eine Art Herzstück, das abhängig vom Modell genau zur Schau gestellt wird. (Bild: Orientwatches)

Und was hat es mit der Felduhr auf sich? Wie der Name bereits vermuten lässt, wurde diese Uhr ursprünglich für den militärischen Feldeinsatz konzipiert. Ihre Geschichte führt ins frühe 20. Jahrhundert, in den Ersten Weltkrieg (via Sekvens).

Die Modelle sollten für Soldaten robust, wasserdicht und leicht ablesbar sein. Zum Teil waren diese Uhren wohl nicht käuflich zu erwerben, sondern ausschließlich für Matrosen, Piloten und Soldaten vorgesehen.

Heute bleiben Felduhren ihrem ursprünglichen Zweck treu. Uhrmacher legen Wert auf Langlebigkeit, gute Ablesbarkeit, Kompaktheit und geringes Gewicht.

Die Ziffern auf einer Felduhr sind in der Regel sehr gut ablesbar. (Bild: Hamilton) Die Ziffern auf einer Felduhr sind in der Regel sehr gut ablesbar. (Bild: Hamilton)

Neben dem oben erwähnten Design und speziellen Anwendungsfällen wie Felduhren und Taucheruhren hat die Welt der mechanischen Armbanduhren noch viel mehr zu bieten. Einige Modelle erzählen dabei ihre ganz eigene Geschichte.

Mechanische Uhren sind langlebiger

Smartwatches sind elektronische Geräte, die vom Hersteller regelmäßig mit Updates versorgt werden müssen. Trotzdem werden Apps langfristig nicht mehr für sehr alte Modelle unterstützt.

Zudem altern Akkus chemisch. Oft ist ein Austausch schwierig, sodass sich eine Reparatur nicht lohnt. Die Pixel Watch 3 wurde in solchen Fällen ersetzt und nicht repariert. Ein Umstand, der mit dem Nachfolger glücklicherweise geändert wurde.

Mechanische Uhren können potenziell Generationen überdauern (bei guter Pflege) und behalten abhängig vom Modell ihren Wert. Sie bestehen aus mechanischen Bauteilen, die Uhrmacher warten und bei Bedarf ersetzen können.

Ein Betriebssystem oder gar Apps gibt es nicht. Dafür haben mechanische Uhren nur einen Zweck: die möglichst genaue Anzeige der Uhrzeit. Natürlich gilt eine Uhr darüber hinaus als schickes Accessoire.

Hybrid-Uhren standen mal hoch im Kurs

Die Withings-Uhren zeichnen sich durch ihr klassisches Zifferblatt aus. Unter der Haube stecken jedoch hochwertige Sensoren, mit denen sich die Gesundheit tracken lässt. (Bild: Patrick Schneider) Die Withings-Uhren zeichnen sich durch ihr klassisches Zifferblatt aus. Unter der Haube stecken jedoch hochwertige Sensoren, mit denen sich die Gesundheit tracken lässt. (Bild: Patrick Schneider)

Viele Smartwatch-Hersteller haben die Schönheit klassischer Uhren erkannt und versuch(t)en, diese mit der Idee der Smartwatch zu kombinieren. Der texanische Hersteller Fossil war eines der prominentesten Beispiele für diese Art von Smartwatches. 2024 zog sich Fossil jedoch vollständig vom Smartwatch-Markt zurück.

Heute ist der französische Hersteller Withings mit seinen Uhren weiterhin erfolgreich am Markt vertreten. In das Zifferblatt ist ein kleines OLED-Display eingebaut, das als Anzeige für Benachrichtigungen oder Informationen wie die Herzfrequenz dient.

Das Zifferblatt selbst erinnert dabei an klassische Analoguhren.

Tragt ihr eine klassische Uhr am Handgelenk oder seid ihr mit der Smartwatch zufrieden? Schreibt es gerne unten in die Kommentare.

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