Metaverse: Das 10-Milliarden-Projekt erntet Spott für Zuckerberg-Selfie

Auf Facebook postet Mark Zuckerberg ein Bild von seinem Metaverse-Avatar. Die ziemlich unbeeindruckende Aufnahme sorgt allerdings vor allem für Spott.

Besonders beeindruckend wirkt das VR-Spiel Horizon Worlds hier nicht. Besonders beeindruckend wirkt das VR-Spiel Horizon Worlds hier nicht.

Für dieses Foto wurde Facebook in Meta umbenannt und 10 Milliarden Dollar investiert? Das dachte sich wohl so manche Person, die im Internet über das virtuelle Selfie von Mark Zuckerberg stolperte. Kein Wunder, dass auf diesen eher unterwältigenden Einblick ins Metaverse eine Welle der Belustigung und des Spotts folgte.

Warum die Pläne von Meta und ähnliche Projekte nicht nur einen Grund zum Lachen, sondern auch zur Besorgnis sind, diskutieren wir in unserem Podcast:

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Worum geht es bei dem Selfie?

Gepostet wurde der Screenshot von Mark Zuckerbergs Facebook-Konto anlässlich des Launchs von Horizon Worlds in Frankreich und Spanien. Das Online-VR-Spiel ist teil des Metaverse-Projekts und wurde 2021 in den USA veröffentlicht, kam aber nicht allzu gut an.

Die Gaming-Website Kotaku beschrieb das Spiel als leere Hülle, die mehr mit einem Büro als mit einem Spielplatz gemeinsam hat, oder jede andere Art von sozialem Raum, in dem sich Menschen gerne aufhalten würden. Die Washington Post kritisierte außerdem, dass Kinder in Horizon Worlds nicht genug geschützt würden.

Ob das Metaverse und Spiele wie Horizon Worlds für Spielerinnen und Spieler tatsächlich eine mögliche und wünschenswerte Zukunft darstellen, diskutieren deutsche Spieleentwickler ebenfalls in unserem Devplay-Video:

Deutsche Entwickler über virtuelle Realität: Leben wir in Zukunft in einem Metaverse? PLUS 24:49 Deutsche Entwickler über virtuelle Realität: Leben wir in Zukunft in einem Metaverse?

So reagiert das Netz

Die Reaktionen auf das wenig hübsche Metaverse-Selfie waren meist eher humoristischer Natur. So schreibt etwa Comedian Andrew Nadreau auf Twitter:

So weit ich sehe, ist das Metaverse nur Animal Crossing, aber du wirst von Mark Zuckerberg gejagt.

Der Autor und Politik-Professor Brian Klaas äußert in seinem Tweet dagegen auch politische Kritik an dem Meta-Konzern in seiner Reaktion auf das Bild:

Es muss ein deutsches Wort wie Schadenfreude dafür geben: Aber speziell dafür wie wundervoll es ist zu sehen, wie das Unternehmen, das dabei half die Demokratie zu schädigen, 10 Milliarden Dollar verprasst um dieses lächerliche Kind von den Sims und der Nintendo Wii zu erschaffen.

Die wirklich vollkommen unzeitgemäße Optik des Projekts sorgt auch bei anderen für Hohn und Unverständnis. Mehrere Tweets vergleichen Horizon Worlds mit anderen, deutlich älteren Spielen. So macht sich selbst Second Life von 2007, das einen ähnlichen Ansatz wie Zuckerbergs Spiel verfolgt, einen besseren Eindruck:

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Jetzt seid ihr dran: Was haltet ihr von Horizon Worlds und den Metaverse-Plänen? Könnt ihr euch vorstellen, dass daraus eines Tages etwas Nachahmenswertes entstehen wird? Oder müsst ihr angesichts des wenig schmeichelhaften Selfies einfach nur schallend lachen? Schreibt eure Meinung gerne in die Kommentare!

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