Mikrotransaktionen nerven Harry Potter - Mobile Game lässt Spieler zahlen oder mehrere Stunden warten

Kein guter Start für Harry Potter: Hogwarts Mystery: Eine strangulierende Pflanze sorgt bei vielen Zauberlehrlingen für Frustration, denn bereits früh im Spiel will die Mobile-App Geld sehen.

von Martin Dietrich,
30.04.2018 14:50 Uhr

Harry Potter: Hogwarts Mystery bittet seine Spieler schon zu Beginn sehr unsanft zur Kasse, wenn sie keine langen Wartezeiten ertragen wollen.Harry Potter: Hogwarts Mystery bittet seine Spieler schon zu Beginn sehr unsanft zur Kasse, wenn sie keine langen Wartezeiten ertragen wollen.

Eigentlich soll Harry Potter: Hogwarts Mystery ja einen langgehegten Traum vieler Harry-Potter-Fans erfüllen und es ermöglichen, mit einem selbsterstellten Charakter Teil der magischen Welt zu werden. Doch die Zauberlehrlinge werden bereits kurz nach dem Spielstart in eine fast aussichtslose Situation manövriert, die entweder ihren Geduldsfaden testet oder aber nach ihren Geldbeuteln greift.

Nachdem die ersten Schritte im Mobile-Spiel getan sind, gerät der eigene Charakter in die Griffel einer Teufelsschlinge. Diese Pflanze kommt auch im Stein der Weisen vor und hält kurz das Abenteuertrio aus Harry, Ron und Hermine auf. Die Betonung liegt auf kurz, denn im Gegensatz zur Vorlage wird man das Gewächs hier nicht ganz so leicht wieder los.

Lange Wartezeiten

Um sich zu befreien, muss Energie eingesetzt werden. Die erhält man wiederum durch das Abschließen von Aufträgen. Knackpunkt ist jedoch, dass man zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht genug Energie sammeln konnte und nun warten muss, bis sich die Energie von selbst wieder auflädt.

Das kann jedoch mehrere Stunden dauern, in denen das Spiel quasi stehen bleibt und euch zum Zuschauen verdammt. Wer jedoch regelmäßig das Spiel wieder aufruft und seine wiedergewonnene Energie effizient einsetzt, kann diesen Vorgang deutlich beschleunigen. Sollte man dazu nicht bereit sein, ist die einzige Alternative, echtes Geld auszugeben, um die Energieleiste aufzufüllen. Da besagte Szene schon sehr früh im Spiel auftaucht, fühlen sich aber viele Spieler bereits demotiviert und klagen über das allzu durchsichtige Geschäftsmodell.

Mikrotransaktionen kommen nicht gut an

»Ich würde lieber 10 Dollar für das ganze Spiel zahlen, als mich mit diesem dummen Energiesystem zu beschäftigen«, urteilt beispielsweise ein Harry-Potter-Fan auf Twitter. Ein anderer Spieler auf Twitter ist ebenfalls enttäuscht: »Ich hatte wirklich etwas Hoffnung, dass Hogwarts Mystery gut wird, aber es ist nur ein weiteres gieriges Spiel, vollgepumpt mit Mikrotransaktionen.«

Harry Potter: Hogwarts Mystery erschien vor wenigen Tagen für iOS und Android. Als Schüler oder Schülerin der bekannten Zauberschule nehmt ihr am Unterricht teil, lernt Zaubersprüche, braut Tränke und interagiert mit bekannten Figuren wie Professor Snape. 2018 soll noch ein anderes mobiles Harry-Potter-Spiel veröffentlicht werden, dass sich die Erfolgsformel aus Pokémon Go als Inspirationsquelle ausgesucht hat.

Quelle: Polygon

In einer vorherigen Version der Meldung hieß es, dass es bis zu acht Stunden dauern kann, bis man sich aus der Pflanze befreit, wenn man kein Geld ausgeben möchte. Leserkommentare machten uns jedoch darauf aufmerksam, dass es in der Realität wesentlich schneller vonstattengehen kann, ruft man die App regelmäßig auf. Die News wurde entsprechend dieser Hinweise ergänzt und geändert. Vielen Dank an alle Kommentar-Schreiber.

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