Während Konsolenspieler längst (fast) alle in 4K zocken, ist es selbst bei euch PC-Enthusiasten noch eine Minderheit, und das aus gutem Grund

Bei dem für Konsolen sehr wichtigen Fernsehermarkt spielt seit Jahren nur noch die 4K-Auflösung eine Rolle. Auf dem PC sieht es dagegen ganz anders aus, auch bei euch.

Geht es um das Spielen in 4K, herrschen auf den Konsolen und dem PC ganz unterschiedliche Bedingungen. Geht es um das Spielen in 4K, herrschen auf den Konsolen und dem PC ganz unterschiedliche Bedingungen.

Einerseits hat die Auflösung, in der wir Spiele zocken, potenziell großen Einfluss auf unser Erlebnis (Stichwort Knackscharfes Bild vs. Pixelbrei). Andererseits ist sie nur Mittel zum Zweck und Auflösung längst nicht mehr gleich Auflösung.

Was das genau bedeutet, wird beim Vergleich unserer jüngsten Umfrage zu der Auflösung eures Monitors mit dem Konsolensegment deutlich. Denn PlayStation und Co. sind in den meisten Fällen an einen Fernseher angeschlossen und im TV-Bereich dominiert seit Jahren unangefochten die 4K-Auflösung.

Bei euren PC-Bildschirmen ist das dagegen nicht der Fall: Lediglich ein Fünftel spielt laut unserer jüngsten Umfrage in 4K. Das reicht zwar immer noch zu einem knappen zweiten Platz (dicht dahinter folgen die 21:9-Auflösung 3440x1440 sowie Full HD), aber von einer 4K-Dominanz ist hier nichts zu sehen.

Noch weiter abgeschlagen ist 4K auf dem PC, wenn man sich die aktuelle Hardware-Umfrage von Steam anschaut.

Hier kommt diese Auflösung nur auf einen Anteil von fünf Prozent. Full HD liegt gleichzeitig mit über 51 Prozent mit großem Abstand an der Spitze. Die bei euch mit 32 Prozent bestplatzierte WQHD-Auflösung (2560x1440) nutzen bei Steam ungefähr 21 Prozent.

Doch wie gesagt: Auflösung ist nicht gleich Auflösung. Aber was genau bedeutet das?


Video starten 55:48 Gaming-Monitore: Führt an OLED kein Weg mehr vorbei?


Warum 4K nicht immer wirklich 4K ist

Spieleentwickler und Grafikkartenhersteller haben längst erkannt, dass man Gaming-Hardware auf einem relativ simplen Weg deutlich entlasten kann, um für eine spürbar bessere Performance zu sorgen.

Das längst weit verbreitete Zauberwort lautet Upscaling. Dabei wird ein Spiel intern in niedriger Auflösung (wie etwa Full HD) gerendert und anschließend optisch möglichst ansprechend zu der gewünschten Zielauflösung (wie beispielsweise 4K) hochskaliert.

Das ist insbesondere auf den Konsolen umso wichtiger, je länger ihr Lebenszyklus bereits andauert. Denn die Leistung der Hardware bleibt stets gleich, während Spiele tendenziell mehr und mehr Performance fordern (zumindest Triple-A-Titel).

Im Vergleich zum nativen Bild erkennt man beim Upscaling grafisch im besten Fall kaum einen Unterschied. Dank ergänzendem Einsatz von KI können hochskalierte Szenen sogar teils besser aussehen, weil sie bei nativer Darstellung auftretende Bildfehler ausbügeln.

Doch unabhängig von solchen Detailfragen ist der zentrale Punkt: Upscaling kann sehr vorteilhaft und sinnvoll sein, sowohl auf den Konsolen als auch auf dem PC. Doch wieso setzt sich 4K auf PC-Monitoren trotzdem so viel schleppender durch als bei Fernsehern und Konsolen?

Asus ROG Strix OLED XG27AQDMGR
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4K: Auf dem PC herrschen andere Voraussetzungen als bei TVs und Konsolen

  • Ein wichtiger Punkt ist die Angebotslage: Während Neugeräte bei Fernsehern schon seit Jahren fast ausschließlich auf 4K setzen, hat man bei PC-Monitoren viele verschiedene Auflösungen zur Wahl, sowohl im 16:9-Verhältnis als auch in anderen Seitenverhältnissen wie etwa 21:9 oder 32:9.
  • Der Preis spielt ebenfalls eine große Rolle: Monitore mit 4K-Auflösung sind im Schnitt klar teurer als Modelle mit geringerer Auflösung. Sich für einen 4K-Bildschirm zu entscheiden, heißt also meist auch, sich für höhere Anschaffungskosten zu entscheiden.
  • Mehr Pixel brauchen mehr Hardware-Power: Erschwerend kommt hinzu, dass der PC umso schneller sein muss, je höher die Auflösung ist, mit der er Spiele darstellen soll. Wer in 4K spielen will, braucht also teurere Hardware als jemand, der sich mit Full HD begnügt.
  • Auf dem PC zählt die Bildwiederholrate besonders: Die Bedienung mit Maus und Tastatur profitiert stark von einer hohen Bildwiederholrate des Bildschirms, vor allem in Spielen. Doch dazu sollte man auch entsprechend hohe FPS erreichen, was in 4K nochmals größere Anforderungen an die Hardware stellt als in niedrigeren Auflösungen.
  • Die Optimierungsfrage: Ein aktueller High-End-PC hat deutlich mehr Rechenrohleistung zu bieten als eine PlayStation 5 Pro oder eine Xbox Series X. Doch weil in Konsolen immer exakt die gleiche Hardware steckt, können Entwickler hier mehr aus der vorhandenen Leistung rausholen als auf dem PC. Gepaart mit dem Upscaling kommen sie so meist gut mit der 4K-Auflösung zu Recht.
  • Was den Konsolen noch entgegenkommt: Zum einen sind Spieler es hier gewohnt, mit maximal 30 oder 60 FPS zu spielen, was weniger Rechenleistung erfordert als 120 oder 240 FPS. Zum anderen sitzt man von einem Fernseher weiter weg als von einem PC-Bildschirm, was es tendenziell besser ermöglicht, recht aggressives Upscaling zu benutzen, auch wenn das Display an sich größer ist.

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Im Einzelfall kommt es zwar stets auf den genauen Titel, Fernseher oder Bildschirm, Sitzabstand und die Art des Upscalings und so weiter an.

Doch die WQHD-Auflösung gilt auf dem PC nicht umsonst schon seit längerer Zeit als Sweetspot für PC-Monitore, was die gebotene Bildschärfe, die Anforderungen an die Hardware und die Anschaffungskosten betrifft – und genau das spiegelt sich auch in dem Ergebnis unserer Umfrage wider.

Auf den Konsolen ist die native Auflösung dagegen durch die TV-Industrie seit Jahren mehr oder weniger fest vorgegeben.

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