Schon vor Release wird heftig in der Monster-Hunter-Community gestritten. Ist Monster Hunter Wilds zu einfach? Ist es zu schwer? Die Meinungen gehen hier stark auseinander. Denn klar: Wer neu in die Monster-Hunter-Reihe einsteigt, braucht eine ganze Weile, um Fuß zu fassen.
Vor allem die vielen Waffen mit ihren Kombinationen und das unübersichtliche Interface bereiten Neueinsteigern Kopfschmerzen. Gleichzeitig hat sich seit dem Start der Reihe 2004 einiges in Sachen Komfort und Einsteigerfreundlichkeit getan. Jäger-Veteranen wiederum sehen die Vereinfachungen eher kritisch.
Die Diskussion ist vermutlich so alt, wie Monster Hunter selbst. Auf Reddit werden schon alte Forenthreads aus 2014 herausgekramt, die sich ebenfalls über den schwindenden Schwierigkeitsgrad beschweren. Was können wir also dagegen tun?
5 Challenges, mit denen ihr den Schwierigkeitsgrad hochdreht
Da Monster Hunter Wilds genau wie seine Vorgänger keine Option für einen individualisierbaren Schwierigkeitsgrad hat, müssen wir hier etwas kreativ werden. Und genau wie bei den Sims oder Pokémon hat hier die Community auch schon seit Jahren eine fantastische Antwort auf das Problem: Challenges!
Monster Hunter Wilds hat unglaublich viele Upgrade-Systeme oder Hilfen, die ihr nutzen könnt - aber eben nicht müsst. Verzichtet ihr auf einen Teil, zieht der Schwierigkeitsgrad direkt an. Hier sind einige Vorschläge, mit denen ihr die Jagd schwerer gestaltet, viele davon habe ich - meist unbewusst - auch schon für euch ausprobiert:
Fashion-Hunter
Die wohl bekannteste, selbstgebaute Herausforderung ist die Fashion-Challenge. Die habe ich mehr oder minder unfreiwillig schon für euch getestet, weil ich in Spielen sehr eitel bin. Ich liebe coole Rüstungen und freue mich immer, wenn meine Jägerin in Zwischensequenzen besonders cool aussieht. Das hat aber eben seinen Preis.
Ich achte nicht auf Boni oder Resistenzen, wodurch ich gerne mal besonders anfällig für den Schadenstyp meines nächsten Monsters bin. Meine Lebensleiste reduziert sich dadurch schneller als mein Kontostand beim nächsten Besuch eines Buchladens.
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Wer Monster Hunter jetzt noch ignoriert, ist selber schuld
Keine Upgrades
Ebenfalls halb-unfreiwillig für euch getestet: Keine Rüstungsupgrades. Ihr könnt im Laufe des Spiels natürlich eure Rüstungen aufwerten, wodurch sie mehrere Fähigkeiten und Skills bekommen.
Wenn ihr aber so ein Ressourcen-Horter seid wie ich, hebt ihr euch die wertvollen Reagenzien natürlich bis zum Sanktnimmerleinstag auf. Es könnte ja noch eine bessere Rüstung kommen, wofür ich sie dann brauche. Auch das macht euch natürlich wesentlich anfälliger für die Monster und den Schaden.
Nicht für euch getestet, aber auch eine Option ist zusätzlich der Verzicht auf Waffen-Upgrades. Ihr könnt ja mal schauen, wie lange ihr braucht, wenn ihr alle Monster mit der Einsteiger-Gammelwaffe verdrescht.
Der Einsame Wolf
Monster Hunter lebt von seinem Koop. Natürlich könnt ihr aber auch das ganze Spiel solo spielen, ohne die Leuchtfackeln zu nutzen. So stürzen sich die Monster nur auf euch oder euren Palico (wenn ihr ihn mitnehmt), was den Druck im Kampf gut erhöht.
Diese Option würde ich euch empfehlen, wenn ihr es nicht zu schwer haben wollt. Ich habe die ganze Kampagne alleine durchgespielt (die Freuden der jungen Spieleredakteurin, die vor allen anderen spielen darf). Während der Anfang nicht sonderlich fordernd war, habe ich hinten raus durchaus mehr als einen Versuch pro Monster gebraucht.
Ohne Mampf in den Kampf
Essen gibt euch wertvolle Boni, die euch im Kampf ausdauernder machen, eure Gesundheit erhöhen oder andere nette Vorteile bieten. Ein Kampf auf leeren Magen geht aber auch. Ähnlich wie beim vorherigen Tipp merkt ihr hier aber eher eine kleine Erhöhung des Schwierigkeitsgrades. Dafür spart ihr Ressourcen. Der Loot-Drache in euch ist glücklich.
Keine Wunden, (keine) Off-Set-Angriffe
Eine eurer größten Stärken in Monster Hunter Wilds ist der Fokus-Modus. Dadurch könnt ihr euch gezielt auf Wunden stürzen, die ihr dem Monster hinzugefügt habt. Beim Ausführen dieser Fokus-Angriffe teilt ihr automatisch ordentlich Schaden aus, während das Monster euch nicht kontern kann.
Ähnliche Vorteile habt ihr auch beim Einsatz von Offset-Attacken. Das sind spezielle Angriffe, die das Monster aus seiner Balance bringen, wodurch ihr ein wertvolles Zeitfenster bekommt, indem ihr ordentlich Schaden drücken könnt, ohne Gegenangriffe zu fürchten.
Verzichtet ihr auf diese Optionen, wird der Kampf wesentlich herausfordernder.
Da Offset-Attacken aber gar nicht mal so einfach auszuführen sind, könnt ihr euch alternativ die Herausforderung setzen, nur Offset-Attacken einzusetzen. Das geht allerdings nicht mit jeder Waffe. Dafür habt ihr bei dieser Herausforderung direkt ein super Training, um den Angriff zu üben.
All diese Optionen könnt ihr fröhlich untereinander kombinieren oder einzeln ausprobieren. Vielleicht seid ihr auch wie ich und nutzt eh einige der Optionen eh schon, um euch bewusst oder unbewusst das Jägerleben etwas schwerer zu machen.
Und wem das noch nicht reicht, der wird sich vermutlich nur etwas in Geduld üben müssen. Traditionell zieht der Schwierigkeitsgrad spätestens in Form eines DLCs ordentlich an. Ob und wann einer kommt, wissen wir natürlich noch nicht. Wir gehen aber davon aus, dass Monster Hunter nicht mit dieser Tradition brechen wird.
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