Monster Hunter Wilds ist endlich da, doch nicht jeder kann das neue Jagdabenteuer reibungslos genießen – besonders auf dem PC.
Trotz eines rekordverdächtigen Starts mit fast einer Million gleichzeitiger Spieler auf Steam wird der Release von massiven Performance-Problemen überschattet. Die ersten Nutzerbewertungen auf Steam sind daher nur ausgeglichen
, was vor allem an der schlechten Optimierung liegt. Nun hat Capcom offiziell auf die Beschwerden reagiert und eine Liste mit Lösungsvorschlägen veröffentlicht.
„Die schlechteste Optimierung, die ich je gesehen habe“
In den Steam-Reviews zeigt sich die Community wenig begeistert von der technischen Umsetzung. Einer der meist bewerteten negativen Kommentare beschreibt Monster Hunter Wilds als die schlechteste Optimierung, die ich je gesehen habe
.
Besonders bitter: Bereits Monster Hunter World hatte bei Veröffentlichung mit ähnlichen Problemen zu kämpfen. Ein anderer Nutzer kritisiert, dass das Spiel absolut grauenhaft läuft – sogar schlechter als die Beta
.
Doch unser Technik-Experte Sören, Autor unseres Tuning Guides, hat sich die PC-Version mit dem neuesten Patch genauer angesehen – und kommt zu einem differenzierteren Fazit:
Läuft mit Release-Patch genauso gut bei mir wie vorher. Die Bildrate ist recht konstant, das Traversal Stuttering haben nun mal leider alle großen Open-World-Spiele heutzutage, das ist nicht nur Capcom anzulasten.
Er weist auch darauf hin, dass Open-World-Spiele generell mit Streaming-Problemen zu kämpfen haben und dass die RE-Engine, die in Monster Hunter Wilds zum Einsatz kommt, ursprünglich nicht für eine riesige, nahtlose Welt entwickelt wurde. Wichtig sei zudem, dass viele Spieler schlicht falsche Einstellungen nutzen, die unnötig Leistung fressen.
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Monster Hunter Wilds: So stark verbessert sich die Grafik, wenn ihr ein Feature deaktiviert
So optimiert ihr Monster Hunter Wilds auf dem PC
Wenn ihr selbst mit Performance-Problemen kämpft, helfen diese Tipps aus der GameStar-Redaktion:
- Upscaler aktivieren: Nutzt in den Grafikeinstellungen AMD FSR 3 oder Nvidia DLSS, um die Bildrate zu verbessern. Mit dem Tool DLSS Swapper könnt ihr sogar das brandaktuelle DLSS 4 nutzen, was in Monster Hunter Wilds einen erheblichen Unterschied bei Leistung und Optik macht.
- Texturen auf Hoch begrenzen: Ultra-Texturen lohnen sich nur mit einer RTX 4090 oder Radeon RX 7900 XTX. Auf schwächeren Systemen kosten sie nur Leistung, ohne sichtbar besser auszusehen.
- Ultra-Einstellungen meiden: Die Ultra-Voreinstellung bietet kaum sichtbare Verbesserungen, zieht aber unnötig viel Leistung. Besser auf „Hoch“ bleiben und die gewonnene FPS genießen.
- Grafikkarten-Treiber updaten: AMD hat einen speziellen Beta-Treiber für Monster Hunter Wilds veröffentlicht, allerdings ist dieser als optionales Update versteckt (Adrenalin Edition 25.2.1). Auch Nvidia hat einen neuen Treiber für Monster Hunter Wilds veröffentlicht. (GeForce Game Ready-Treiber 572.60)
Weitere wertvolle Tipps erhaltet ihr in Sörens Tuning Guide zu Monster Hunter Wilds.
Das rät Capcom bei Problemen
Auch Capcom hat auf die Kritik reagiert und eine offizielle Anleitung zur Fehlerbehebung veröffentlicht. Darin gibt das Unternehmen Tipps, wie PC-Spieler möglicherweise ihre Performance verbessern können.
- Treiber aktualisieren: Sowohl die Grafikkartentreiber als auch DirectX und Windows sollten auf dem neuesten Stand sein.
- Kompatibilitätsmodus ausschalten: Falls aktiviert, sollte der Kompatibilitätsmodus für Monster Hunter Wilds und Steam deaktiviert werden.
- Spieldateien überprüfen: Eine Überprüfung der Spieldateien über Steam kann helfen, fehlerhafte Daten zu ersetzen.
- Antiviren-Programme checken: Das Spiel und Steam sollten in der Ausnahmeliste der Sicherheitssoftware stehen.
- Administratorrechte nutzen: Sowohl Steam als auch das Spiel selbst sollten mit Administratorrechten gestartet werden.
Capcom verweist zudem auf einen offiziellen Troubleshooting-Thread im Steam-Forum, in dem weitere Lösungsansätze zu finden sind.
Auch wenn die PC-Version mit technischen Problemen kämpft, kann sich der Launch sehen lassen. Monster Hunter Wilds gehört bereits jetzt zu den meistgespielten Titeln auf Steam und hat sich einen Platz in den Top 10 der am häufigsten gleichzeitig gespielten Spiele aller Zeiten gesichert - und am Wochenende könnte sogar die magische Millionengrenze gesprengt werden.
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