Wer häufig streamt, der kann spezielle Hardware gebrauchen. Neben vielen Bildschirmen besitzen Streamer oft noch ein Beleuchtungsset und Streamdecks für die Steuerung. Mikrofon und Kamera dürfen natürlich nicht fehlen. Doch das schlagende Herz jedes Setups ist – na klar – der Rechner.
Dieser muss alle notwendigen Programme stemmen, jede Spielanforderung schaffen und gleichzeitig mehrere Bildschirme versorgen können. Aber auf welche Komponenten genau setzen zwei der bekanntesten Streamer Deutschlands? Wir verraten es euch.
Gronkh als Urvater der deutschen Gaming-Streams
Ein bekanntes Gesicht und Urgestein der Szene ist Eric Range, besser bekannt unter seinem Künstlernamen Gronkh. Ende 2022 baute er sich in Zusammenarbeit mit einer spezialisierten Firma ein elektronisches Ungeheuer namens Stormtrooper
zusammen.
Damals war PC-Hardware teils noch klar teurer als heute, aber große Streamer wie Gronkh haben hier gerne einen entscheidenden Vorteil: Sie bekommen ihre Hardware häufig im Rahmen von Sponsorings gestellt und müssen sie nicht komplett selbst bezahlen oder erhalten sie billiger.
Gronkhs wichtigste PC-Komponenten im Überblick
- Prozessor: Intel Core i9-13900K
- Mainboard: ASUS ROG Maximus Z790 Apex
- RAM: 32,0 GByte DDR5 Corsair Dominator Platinum RGB
- SSD: 1.000 GByte Asus ROG Strix SQ7
- Netzteil: Asus ROG Thor Titanium 1.600 Watt
- Grafikkarte: Nvidia GeForce RTX 4090 Founders Edition
Hier gibt es ein Video des Zusammenbaus auf YouTube:
Link zum YouTube-Inhalt
Einen genauen Preis hat Gronkh nie genannt. Vergleichbare Hardware würde nach aktuellem Stand aber über 3.000 Euro kosten. Dazu kommen noch die Kosten für die jeweilige Kühlungssysteme, das Gehäuse und das restliche Streaming-Setup.
Insgesamt dürft ihr auf den Wert von Gronkhs Streaming-Hardware zum Zeitpunkt ihrer Bereitstellung daher locker ein paar tausend Euro mehr oben drauf legen.
Knossi – Entertainer und selbsternannter König des Internets
Jens Knossalla, besser bekannt als Knossi, ist einer der größten deutschsprachigen Twitch-Streamer. Er hat sich seinen PC auf Wunsch aus möglichst wartungsarmen Teilen zusammenstellen lassen. Der Grund: Laut eigener Aussage hat er selbst nicht so viel Ahnung von Hardware.
Knossis wichtigste PC-Komponenten im Überblick
- Prozessor: AMD Ryzen 9 5950X
- Mainboard: ASUS ROG Crosshair VIII Dark Hero
- RAM: 64,0 GByte DDR4 G.Skill Trident Z Royal
- SSD: 1 x 480 GByte + 1 x 4.000 GByte von Corsair
- Netzteil: Corsair Professional Series HX1000i
- Grafikkarte: Asus TUF Gaming GeForce RTX 3090 OC
- Capture Card 1: Magewell Pro Capture Dual HDMI 4K Plus LT
- Capture Card 2: Elgato Game Capture 4K60 Pro
Knossi gibt in seinem Stream an, dass er 12.000 Euro für den PC ausgegeben hat. Doch die genaue Aufteilung beziehungsweise die Hintergründe verrät er nicht.
Wer sich seine Kernkomponenten einzeln zusammenstellt, zahlt heute nur
noch etwa 2.500 Euro für die klassische PC-Hardware und ungefähr nochmal so viel für die beiden Capture-Cards.
Dieses Video zeigt Knossi beim Abholen seines PCs:
Link zum YouTube-Inhalt
Hardware ohne Grenzen
Wenig überraschend setzen beide Streamer mehr oder weniger auf das Schnellste vom Schnellsten, das es zum jeweiligen Kaufzeitpunkt gab.
Interessanterweise benutzt Gronkh eine Intel-CPU, während Knossi auf einen AMD-Prozessor setzt. In der Praxis gibt es zwischen solchen High-End-Prozessoren aber gerne nur geringe Unterschiede, zumindest mit Blick auf typische Aufgaben eines Streamer-/Streaming-PCs.
Während Knossis etwas älterer PC sich durchaus gut durch einen neueren Rechner ersetzen ließe, muss Gronkh wohl länger warten, bis sich ein Update wirklich lohnt, vor allem in Sachen Grafikkarte. Mit neuen Gaming-GPUs wird nach aktuellem Stand nicht so früh gerechnet, wie ihr auch hier lesen könnt:
Neue Gaming-Grafikkarten von Nvidia: Was zu befürchten war, wird wohl die Realität
IRL, Spiele oder Kreatives - Twitch.tv bietet ein breites Spektrum von Streams für viele Geschmäcker an. Welche Streamer schaut ihr gerne? Wollt ihr weitere Artikel über Streaming-Hardware lesen? Und falls ja, über welche Streamer sollen wir als nächstes berichten? Schreibt es uns gerne in die Kommentare.
Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.
Dein Kommentar wurde nicht gespeichert. Dies kann folgende Ursachen haben:
1. Der Kommentar ist länger als 4000 Zeichen.
2. Du hast versucht, einen Kommentar innerhalb der 10-Sekunden-Schreibsperre zu senden.
3. Dein Kommentar wurde als Spam identifiziert. Bitte beachte unsere Richtlinien zum Erstellen von Kommentaren.
4. Du verfügst nicht über die nötigen Schreibrechte bzw. wurdest gebannt.
Bei Fragen oder Problemen nutze bitte das Kontakt-Formular.
Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.
Nur angemeldete Plus-Mitglieder können Plus-Inhalte kommentieren und bewerten.