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Mount & Blade im Weltraum: Starsector ist ein Traum für Sandbox-Fans

Starsector bringt die Spielmechaniken von Mount & Blade: Warband in den Weltraum. Und dieser Mix könnte ziemlich vielversprechend ausfallen.

von Dennis Zirkler,
11.02.2020 15:54 Uhr

Die effektvollen Schlachten sind das Highlight von Starsector. Die effektvollen Schlachten sind das Highlight von Starsector.

Die schier unendliche Wartezeit auf Mount & Blade 2: Bannerlord hat bald ein Ende: Im März 2020 soll das Open-World-Rollenspiel endlich in die Open Beta starten, in unserer ausführlichen Plus-Preview haben wir euch bereits letztes Jahr erklärt, warum sich Fans von Sandbox-RPGs auf den Release freuen sollten.

Das Spielprinzip der Mount & Blade-Reihe ist für viele Spieler faszinierend: In einer vollkommen offenen Spielwelt rekrutieren wir eine Armee, schlagen Schlachten, erobern Festungen und, und, und.

Dieses Spielprinzip bringt der kleine, relativ unbekannte Indie-Titel Starsector in den Weltraum. An dem Spiel wird bereits seit 2010 gearbeitet, der Entwickler Alexander Mosolov hat Starsector komplett im Alleingang geschaffen. Seit 2011 gibt's das Spiel im Early Access - und wir haben bereits unzählige Stunden darin versenkt.

Starsector ist Mount & Blade mit Raumschiffen

Wie im großen Vorbild starten wir als ein Niemand: Um nicht vor jedem Weltraumpiraten auf der Weltkarte davonlaufen zu müssen, bauen wir also unsere Flotte auf - doch dafür benötigen wir Credits.

Wie wir unser Geld verdienen, ist uns überlassen: Friedfertige Spieler verdienen ihr Geld mit Handel oder Erkundungsmissionen; Spieler, die lieber Action erleben wollen, nehmen am nächsten Raumhafen Kopfgeldaufträge an.

Von wendigen Raumjägern bis zu mächtigen Großkampfschiffen - alles können wir selbst steuern. Von wendigen Raumjägern bis zu mächtigen Großkampfschiffen - alles können wir selbst steuern.

Bei der Zusammenstellung unserer Armee sind uns keine Grenzen gesetzt: An Raumschiffwerften kaufen wir neue Schiffe - von flinken Fregatten bis hin zu riesigen Großkampfschiffen, die in ihrer Größe an die Sternenzerstörer aus Star Wars erinnern, ist quasi alles dabei.

Jedes unserer Schiffe lässt sich bis ins kleinste Detail modifizieren, unzählige Waffen stehen uns dabei zur Verfügung: Zielsuchende Raketen, die den Antrieb der gegnerischen Schiffe anvisieren? Kein Problem! Vollautomatische Abwehrlaser, die feindliche Geschosse schon aus großer Ferne dahinschmelzen lassen? Auch das geht!

Starsector bietet unzählige Möglichkeiten, unsere Raumschiffe anzupassen. Starsector bietet unzählige Möglichkeiten, unsere Raumschiffe anzupassen.

Um auf die mächtigsten Schiffe und Waffen zurückgreifen zu können, müssen wir uns allerdings mit einer der Fraktionen anfreunden. Am einfachsten geht das, indem wir uns dieser einfach anschließen - allerdings werden euch dann nicht nur Piraten, sondern auch Flotten von verfeindeten Fraktionen angreifen.

Effektvolle Schlachten & riesige Flotten

Die Kämpfe von Starsector sind gleichzeitig auch das große Highlight des Spiels. Vor jeder Schlacht wählen wir aus, welche Einheiten daran teilnehmen sollen - Frachtschiffe und Tanker lassen wir dabei lieber auf der Ersatzbank.

Die Gefechte finden aus einer Top-Down-Ansicht statt, wir selbst können wählen, welches unserer Schiffe wir steuern wollen. Alle anderen Einheiten werden von der KI übernommen - selbst wenn wir keine Befehle erteilen, agieren unsere Begleiter in den Kämpfen immer geschickt und nachvollziehbar.

Obwohl der Pixel-Look es auf den ersten Blick nicht vermuten lässt, ist das Kampfsystem überraschend tiefgründig:

  • Einzelne Komponenten, etwa Waffen und Triebwerke, lassen sich anvisieren und mit ausreichend Beschuss kurzfristig außer Gefecht setzen.
  • Verschiedene Schadensarten wirken unterschiedlich gut: Laser schmelzen Schilde, ballistische Geschosse wie Raketen verursachen großen Schaden an der Hülle.
  • Hoher Schaden sollte vermieden werden, damit unsere Schiffe keinen langfristigen Schaden davonträgt.

Kleines Spiel, riesige Modding-Community

Obwohl Starsector relativ unbekannt ist - der Titel soll erst auf Steam und anderen Plattformen erscheinen, sobald Version 1.0 erreicht ist - hat das Spiel eine große, engagierte Mod-Community.

Im offiziellen Forum finden sich hunderte Mods: Neben zahlreichen neuen Fraktionen, Schiffen und Waffen gibt's auch fangemachte Erweiterungen, die neue Features wie Diplomatie hinzufügen.

Besonders sticht dabei die Mod Nexerelin heraus, die unter Starsector-Fans schon fast als ein absolutes Muss für jeden Spieler gilt. Folgende Features, die im Hauptspiel aktuell noch nicht vorhanden sind, fügt die Mod hinzu:

  • Fraktionen führen dynamische Kriege und erobern Raumstationen und Planeten ihrer Feinde
  • Neue Diplomatiefunktionen verändern die Beziehungen zwischen den Fraktionen
  • Fraktionen gehen Allianzen ein und unterstützen sich gegenseitig im Krieg
  • Bergbau auf Planeten und Asteroiden

Aber auch ohne Mods ist Starsector eine hervorragende Altenative für alle, die Mount & Blade und Sandbox-RPGs lieben.

Wann wir endlich Version 1.0 von Starsector zu sehen bekommen, ist bislang völlig unklar. Entwickler Alex lässt sich dabei auch nicht in die Karten gucken. Das langerwartete Update könnte schon Morgen, aber auch erst in einigen Jahren erscheinen.

Bis dahin könnt ihr auf der offiziellen Homepage die Entwicklung des Spiels nachverfolgen, auf der Blog-Einträge immer wieder tiefgehende Einblicke in den Prozess gewähren. Das Spiel kostet 15 US-Dollar, zum Release von Version 1.0 wird der Preis auf 20 US-Dollar stiegen.

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