Naughty Dog - Fan weint beim Vorstellungsgespräch - und bekommt einen Job

Boon Cotter hat nicht nur einen lustigen Namen, sondern auch eine lustige Geschichte: Er bewarb sich bei Uncharted-Entwickler Naughty Dog und bekam unter Tränen eine Stelle.

von Dimitry Halley,
07.09.2017 17:43 Uhr

Boon Cotter bekam einen Job bei Naughty Dog, obwohl er sich nach eigenen Angaben wie ein Depp benommen hat.Boon Cotter bekam einen Job bei Naughty Dog, obwohl er sich nach eigenen Angaben wie ein Depp benommen hat.

Die folgende Geschichte ist die nette Anekdote eines Mannes, der trotz unkonventioneller Verhaltensweise zum Job seiner Träume gelangte. Sie bietet gleichzeitig einen Blick hinter die Kulissen der Spielebranche und zeigt: Im Gaming-Business verlaufen Karriere-Linien glücklicherweise nicht immer von A nach B.

Hauptperson der Geschichte ist Boon Cotter, ein Mann mit dem lustigsten Vornamen, den ich seit einer ganzen Weile gehört habe. Boon kommt aus Australien, liebt den Uncharted-Entwickler Naughty Dog und reiste zum ersten Mal in seinem Leben nach Los Angeles, um bei den Jungs und Mädels einen Job zu ergattern. Bei Twitter teilt er seinen Weg zum Job mit der Welt:

Offenbar rechnete sich Boon Cotter keine großen Chancen ein, den Job tatsächlich zu bekommen. Laut eigenen Angaben hatte er im Prinzip auf keine Frage eine vernünftige Antwort. Naughty Dogs Bruce Straley fragte ihn beispielsweise, mit wie vielen Künstlern er an seinem letzten Gaming-Projekt gearbeitet hatte. Boon stammelte nur: »Ähm ... ich war der einzige.«

Cotter wurde gefragt, warum er gerade bei Naughty Dog arbeiten will. Wahrscheinlich war seine Antwort der ausschlaggebende Faktor bei seiner Übernahme: Erst wollte er allgemeine Lobeshymnen auf Naughty Dog erheben, doch dann fiel ihm der wahre Grund ein - Bill aus The Last of Us.

Der freundliche, bärtige, grobe Partner von Hauptfigur Joel sei die erste Figur überhaupt gewesen, mit der sich Cotter wirklich identifizieren konnte. Die Homosexualität der Figur würde auf eine Art und Weise dargestellt, die unaufgeregt, natürlich und genau so erfolgte, wie er es für richtig hält.

Beim Reden über Bill brach Cotter in Tränen aus. Drei Stunden später hockte er (auch wieder nach eigenen Angaben) sturzbetrunken in einer Bar, weil er den Job seiner Träume in der Tasche hatte. Seine persönliche Schlussmoral: Man soll Authentizität niemals unterschätzen. »Sei offen, sei verletzlich, sei echt. Dann merken die Leute, dass du einzigartig bist.« Er arbeitet in Zukunft an den Lichteffekten von Naughty-Dog-Spielen.

Wer den besten Boon-Noob-Witz in den Kommentaren postet, bekommt von mir ein lustiges Gif geschickt.

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