Im Alien-Shooter Nemesis: Distress dürft ihr nicht mal euren Freunden trauen

Das neu angekündigte Multiplayer-Spiel Nemesis: Distress mischt Horror-Survival mit Shooter-Elementen. Die spannendste Mechanik: Unter euren Mitspielern ist ein Verräter.

von Stephanie Schlottag,
10.06.2020 17:34 Uhr

Nemesis: Distress würzt Alien-Horror mit Multiplayer-Unsicherheit. Nemesis: Distress würzt Alien-Horror mit Multiplayer-Unsicherheit.

Genre: Multiplayer-Action | Entwickler: Awaken Realms | Plattform: PC | Release: noch unbekannt

Nemesis: Distress will euer Vertrauen in die Menschheit zerstören. Das Szenario: Ihr befindet euch an Bord eines verirrten Raumschiffs. Plötzlich werdet ihr aus dem Kryo-Schlaf gerissen, als der Alarm losgeht. Das kann nur eins bedeuten - Feinde sind eingedrungen! Zum Glück seid ihr nicht allein auf der Reise, sondern zusammen mit einer Crew aus Mitspielern. Gemeinsam werdet ihr diesen Aliens schon zeigen, wie eure Munition schmeckt.

Ihr macht euch guten Mutes auf den Weg, einer eurer Kameraden hält euch den Rücken frei. Doch auf einmal knallt es hinter euch. Ihr dreht euch um, eine Tür ist zugefallen. Und da bewegt sich etwas im Schatten - ein Alien will euch ans Leder. Ihr rennt zum Ausgang, euer Freund wird euch sicher sofort befreien. Aber er tut es nicht. In eurem letzten Moment begreift ihr: Er hat euch in eine Falle geschickt.

Horror-Filme zum Mitspielen

So oder so ähnlich sollen die Runden im Multiplayer-Shooter Nemesis: Distress ablaufen. Die Matches heißen »Szenarien« und dauern jeweils 40 Minuten. Vor Beginn bekommt jeder Spieler geheime Missionsziele zugeteilt, die nur er selbst kennt. Vielleicht müsst ihr das Alien-Nest zerstören, das Raumschiff sicher zum Mars lenken - oder eure Kameraden umbringen.

Ihr könnt ihnen aber nicht einfach in den Rücken schießen, das Spiel blockiert direkten Schaden. Stattdessen müsst sie in Fallen locken oder mit Fehlinformationen füttern. Ist eh viel einfacher, wenn hungrige Aliens die Drecksarbeit für euch erledigen. Die sind übrigens nicht unsterblich, sollen aber sehr schwer zu besiegen sein.

Spieler wählen eine von mehreren asymmetrischen Klassen, die in unterschiedlichen Situationen glänzen. Um zu gewinnen, müsst ihr euer persönliches Missionsziel erfüllen - das natürlich im Gegensatz zu den Aufgaben eurer Mitspieler steht. Nicht immer gibt's einen Verräter, aber ihr seid gut beraten, den anderen nie zu vertrauen.

Trailer zum Horrorspiel Nemesis: Distress: Ihr dürft niemandem vertrauen 0:51 Trailer zum Horrorspiel Nemesis: Distress: Ihr dürft niemandem vertrauen

Die Entwickler wollen spannende und filmreife Szenarien liefern, mit denen ihr eure eigenen Horrorfilme erleben sollt. Nemesis: Distress erscheint via Steam, es gibt aber noch kein Releasedatum. Ihr könnt es lediglich zu eurer Wunschliste hinzufügen. Die Shopseite verrät bis jetzt nur sehr wenige Details - aber ein paar Infos haben wir an ungewöhnlicher Stelle doch gefunden.

Ein Brettspiel verrät mehr

Das Spiel basiert auf einem gleichnamigen Brettspiel, das via Kickstarter finanziert wurde. Darin gibt es fünf Klassen zur Auswahl:

  • Captain
  • Pilot
  • Scout
  • Soldier
  • Scientist

Gut möglich also, dass die auch im Videospiel zur Verfügung stehen, und entsprechend bis zu fünf Spieler pro Match mitmachen können. Falls ihr einen ersten Blick auf die Aliens werfen wollt, solltet ihr auf der Kickstarter-Seite vorbeischauen. Kurzfassung: Stellt euch vor, Xenomorphs aus Alien hätten mit den Tyraniden aus Warhammer 40k gekuschelt und daraus wären Babys entstanden.

Ob sich unsere Vermutungen bestätigen, bleibt vorerst abzuwarten. Um euch die Wartezeit auf Nemesis: Distress zu verkürzen, schaut gerne in die Übersicht der spannendsten Horrorspiele 2020.

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Steffi Schlottag: Die Ideen, die Nemesis: Distress hat, klingen super. Düstere Sci-Fi, Survival-Horror und Matches, die wie Episoden einer Horror-Serie ablaufen - ja, bitte. Außerdem können wir unseren Mitspielern tödliche Fallen stellen, um zu gewinnen. Wir wissen nie, ob uns der Kollege gerade hilft, weil er es gut meint, oder ob er uns hintergehen wird. Das ist Spannung, die über das Geschehen am Bildschirm hinausgeht. Bleibt nur die Frage: Kann Nemesis: Distress seine Versprechen einhalten?

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