Fast so unterhaltsam wie die eigentlichen Spiele von Hideo Kojima ist jedes Mal die Zeit vor dem Release. Es gehört inzwischen zur Faszination der Entwicklerlegende, dass man nie so genau weiß, was er eigentlich sagen will und wie ernst er das alles meint.
So auch jetzt wieder. Nachdem am 23. September der erste richtige Trailer für sein neues Horrorspiel OD der Welt präsentiert wurde, feierte sein Studio Kojima Productions in einem großen Livestream sein zehnjähriges Bestehen. Hier sprach der Entwickler zusammen mit Phil Spencer von Microsoft über den Trailer für OD und machte dabei ein paar ... überraschende Ansagen.
Zumindest laut des englischen Übersetzers will Kojima für OD einen realen Geist scannen und glaubt sogar, dass es einen Geist in seinem Studio gab.
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OD - Das neue Horrorspiel von Hideo Kojima erinnert Fans sofort an das nie vollendete P.T.
Kojima geht auf Geisterjagd
OD wird ein grafisch enorm aufwendiges Projekt, an dem wie für Kojima üblich wieder viele bekannte Schauspielerinnen und Schauspieler mitwirken – wenn auch etwas weniger berühmte Gesichter als bei Death Stranding. Vor allem geht es aber wohl um Geister und wirkt ähnlich schaurig wie das sagenumwobene P.T., Kojimas spielbarer Horrorteaser.
Damit die Geister in dem Spiel wohl möglichst glaubwürdig sind, will Kojima eben einen echten Geist scannen und hofft dafür wohl auch auf eine Trophäe:
Für OD will ich auf der ganzen Welt unheimliche Orte besuchen. Ich will erstmalig einen Geist scannen. Und ich will dafür einen Award. Der Ort, den wir gescannt haben [für den Trailer], dort sollte es einen Geist geben. Aber hört ihr dieses Knistern? Das wurde in unserem Studio aufgenommen. Manchmal quiekt etwas in dem Studio, vielleicht war der Geist da, aber jetzt nicht mehr.
Selbstverständlich soll diese Nähe zu Geistern aber nicht die Qualität des Spiels beeinflussen. Deshalb stellt Kojima freundlicherweise wohl auch sicher, dass das Spiel an sich nicht besessen ist oder zumindest einwandfrei funktioniert. Wie? Indem er einen Schrein besucht, natürlich:
Deshalb sind wir zusammen mit Microsoft zum Schrein gegangen, um sicherzustellen, dass wir einen sicheren Build des Spiels haben. Und wir heuern wahrscheinlich ein ...
Wen Kojima anheuern will, führt er nicht zu Ende. Also ob er da an Geisterjäger oder Exorzisten denkt, steht noch aus. Stattdessen beantwortete er die Frage, wie gut die Entwicklung vorankommt: Gut, aber er kann es nicht sicher sagen, weil sie laut Kojima auf eine nie dagewesene Art entwickeln. Auch hier lässt er sich nicht in die Karten gucken.
Wie ernst meint er das?
Hideo Kojima ist sich sicherlich bewusst, wie viel Aufmerksamkeit er mit seinen oftmals unkonventionellen Aussagen, Trailern und Ideen er in den Medien generiert. Ein Stück weit gehören derartige Dinge also dazu und sind damit vor allem auch dafür da, im Gespräch zu bleiben. Viele Leute lieben einfach die exzentrische Art der Entwicklerlegende.
Wie ernst Kojima diese ganze Geister-Scan-Sache jetzt tatsächlich ist? Schwer zu sagen, anhand seiner Reaktionen im Stream ist schwer zu deuten (auch aufgrund der Sprachbarriere), ob wirklich glaubt, was er da sagt. Der Vollständigkeit halber ergänzen wir noch als seriöses Medium: Faktisch gesehen gibt es keine Beweise dafür, dass Geister existieren.
Wir zweifeln also daran, dass es in OD einen realen Scan eines Geistes geben wird. Aber vielleicht ja etwas, was zumindest Kojima für einen Geist hält.
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