Twitch bewirbt versehentlich Pornos auf Ninjas altem Kanal - und der wird mächtig sauer

Nach seinem Wechsel zu Mixer ist der alte Kanal von Ninja eigentlich offline. Doch Twitch bewirbt darüber andere populäre Streamer. Dummerweise war darunter auch ein Kanal für Erwachsenen-Unterhaltung.

von Fabiano Uslenghi,
12.08.2019 10:58 Uhr

Ninja ist sauer. Twitch hat nach seiner Abwesenheit aus Versehen auf seinem Kanal Pornographie beworben. Ninja ist sauer. Twitch hat nach seiner Abwesenheit aus Versehen auf seinem Kanal Pornographie beworben.

Fast zwei Wochen sind ins Land gegangen, seit der weltbekannte Fortnite-Streamer Tyle »Ninja« Blevins von der Amazon-Plattform Twitch auf Mixer von Microsoft gewechselt ist. Seitdem ist sein alter Twitch-Kanal mit 14,5 Millionen Followern offline. Das will Twitch jetzt aber für sich nutzen, und wirbt deshalb für andere populäre Streamer.

Da diese Empfehlungen allerdings auf einem Algorithmus basieren, tauchte darunter für kurze Zeit auch ein Kanal auf, der pornografische Inhalte streamte. Da der Porno-Kanal auch noch ziemlich viele Zuschauer anzog, war er für die Zeit seines Bestehens die Top-Empfehlung auf Ninjas altem Kanal. Twitch reagierte natürlich darauf und der Kanal war schnell permanent gebannt. Trotzdem war Blevins von der Aktion nicht begeistert - und das nicht nur aufgrund des Inhaltes.

Ninja ist wütend

Auf Twitter veröffentlichte der Streaming-Star prompt ein Video, in dem er sich bei seinen Zuschauern für die Empfehlung entschuldigte und Twitch vorwarf, er sei der einzige Streamer, dessen Kanal nach seiner Abkehr für Werbung von anderen Kanälen genutzt würde und dass er dabei kein Mitspracherecht hatte.

"Falls ihr es noch nicht wisst, wenn ihr auf Twitch.tv/Ninja geht, findet ihr dort gerade Werbung für andere Kanäle. Das machen sie bei niemanden sonst, der offline ist. Nur bei mir. Es gibt auch andere Streamer, die zu anderen Plattformen gewechselt sind und deren Kanäle gleich geblieben sind."

"Jetzt gab es einen Porno-Kanal, der auf Platz eins auf meinem Kanal empfohlen wurde und ich habe dabei kein Wörtchen mitzureden. Das war's. Sie haben die Line übertreten. Wir versuchen jetzt den kompletten Kanal offline zu nehmen, oder zumindest dafür zu sorgen, dass sie keine anderen Streamer mehr mit meiner Marke und meinem Profil bewerben."

Der pornografische Inhalt ist gerade auch deshalb äußerst problematisch, da Ninja als Fortnite-Streamer Karriere gemacht hat. Ein Spiel, das hauptsächlich an ein jüngeres Publikum gerichtet ist. In Deutschland wurde der Battle-Royale-Modus beispielsweise erst kürzlich mit einem USK-12-Siegel versehen.

Twitch entschuldigt sich, widerspricht aber auch

Kurz nachdem Ninja sich in seinem Video über die Werbung und dem Umgang seinen Kanal beschwerte, meldete sich Emmett Shear zu Wort, der Geschäftsführer von Twitch. In einer Reihe an Tweets erklärte er das Vorgehen der Plattform und entschuldigte sich persönlich bei Ninja.

Laut Shear sei Werbung auf populären Kanälen aber keine exklusive Geschichte für Ninja. Die Werbung sei ein Experiment und soll Usern dabei helfen, Kanäle zu finden, die gerade Live-Übertragungen zeigen. Der Porno-Kanal habe aber natürlich die Nutzungsbedingungen der Plattform verletzt und man werde nun nachforschen, wie solche Empfehlung künftig verhindert werden können.

Bei dem neuen Porno-Kanal handelt es sich nicht um das erste Mal, dass ungewollte Inhalte auf Twitch gezeigt werden. Vor einigen Wochen wurde bereits die Sektion des Valve-Kartenspiels Artifact mit Gewalt- und Eroktik-Videos überflutet.

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