Das erwartet euch 2026 bei Laptops: Neue CPUs von Intel und AMD plus ein Chip von Nvidia, der vielleicht alles verändern wird

Im kommenden Jahr warten spannende Neuerungen im Bereich mobiler Rechner: Von neuen Intel- und AMD-CPUs bis hin zu Apple’s überarbeiteter MacBook-Generation.

2026 wird primär im Zeichen neuer CPUs stehen. (Quelle: AMD, Intel, Nvidia) 2026 wird primär im Zeichen neuer CPUs stehen. (Quelle: AMD, Intel, Nvidia)

Das Jahr 2025 neigt sich so langsam dem Ende zu, höchste Zeit, einen kleinen Ausblick in die Zukunft zu werfen. Ich habe die wichtigsten Neuerungen, die uns im kommenden Jahr bei mobilen Rechnern erwarten, zusammengetragen. Neben einer ganzen Reihe von neuen CPUs werden wir auch von Apple offenbar tiefgreifende Änderungen bei den MacBooks sehen.

Neue CPUs von Intel …

Bei Intel fokussiert sich alles auf Panther Lake, die voraussichtliche Core Ultra Series 3. Die offizielle Vorstellung erfolgt laut ComputerBase auf der Computex im Januar 2026. Wie aus Roadmaps hervorgeht, werden die neuen Chips im hochmodernen 18A-Fertigungsprozess (entspricht etwa 2 nm) hergestellt. 

Dies ermöglicht eine drastische Erhöhung der Transistordichte und eine Senkung der Leistungsaufnahme. Der Chip wird die Performance-Kerne, Effizienz-Kerne und die spezialisierten Low-Power-E-Kerne (LPE) weiter verfeinern, wobei letztere für das Management von Hintergrund-KI-Aufgaben essenziell sind. 

Mit der kommenden Panther Lake Generation will Intel wieder zurück an die Spitze. (Bildquelle: Intel) Mit der kommenden Panther Lake Generation will Intel wieder zurück an die Spitze. (Bildquelle: Intel)

  • Neuer Fertigungsprozess: Nutzung des neuen, fortschrittlichen Intel 18A-Knotens (etwa 2-nm-Strukturbreite), was eine signifikante Steigerung der Transistordichte und Energieeffizienz ermöglicht.
  • Verbesserte Kernarchitektur: Einführung neuer Performance-Kerne (P-Cores), Effizienz-Kerne (E-Cores) und optimierter Low-Power-E-Kerne (LPE-Cores) für verbessertes Thread-Management und Batterielaufzeit.
  • Neue iGPU: Upgrade der integrierten Grafikeinheit auf die Xe3-Architektur (Codename Battlemage), die eine deutlich höhere Grafikleistung als die Xe2 (Alchemist) iGPUs der Vorgänger verspricht.
  • Verbesserte KI-Leistung: Deutliche Steigerung der Rechenleistung der Neural Processing Unit (NPU). Ziel soll eine Plattformleistung von bis zu 180 TOPS (Tera-Operationen pro Sekunde) zur Bewältigung komplexer lokaler KI-Anwendungen sein.
  • LPDDR6/DDR6 Unterstützung: Native Unterstützung für den neuen LPDDR6 (mobile) und DDR6 (Desktop/High-End) Arbeitsspeicher.
  • Neue Compute-Tiles: Fortführung des Chiplet-Designs (Tiles), wobei Panther Lake auf weiterentwickelte Compute-, I/O- und Grafik-Tiles setzt, um eine bessere Skalierbarkeit und geringere Fertigungskosten zu gewährleisten.
  • PCIe 6.0 Integration: Es wird erwartet, dass Panther Lake die Schnittstelle PCI Express 6.0 in die Plattform einführt.

… und AMD

AMD hingegen setzt auf die Zen 6-Architektur und einen neuen Fertigungsknoten (vermutlich im Bereich von 3 nm). Hier liegt der technische Fokus auf der massiven Skalierung der integrierten XDNA NPU-Technologie, die direkt in das Chip-Design integriert wird, um parallele KI-Berechnungen mit extrem niedriger Latenz zu ermöglichen.

AMD plant seine neuen CPUs mit Zen 6 Architektur fest für 2026 ein. (Bildquelle: AMD) AMD plant seine neuen CPUs mit Zen 6 Architektur fest für 2026 ein. (Bildquelle: AMD)

  • Verfeinerter Fertigungsprozess: Gerüchte nennen den 2 oder 3nm-Prozess.
  • Verbesserte NPU: Der Fokus liegt auf einer signifikant leistungsstärkeren Neural Processing Unit (NPU) der nächsten Generation.
  • Höhere Anzahl von Kernen und Threads: Eine erhöhte Dichte ermöglicht möglicherweise mehr Kerne pro Chiplet (CCD) oder eine höhere Thread-Dichte im mobilen Bereich.
  • Mehr Cache: Es wird erwartet, dass AMD die Struktur und Größe des L1-, L2- und L3-Caches überarbeitet.
  • PCI Express 6.0 (PCIe 6.0): Die Plattform wird voraussichtlich den neuen PCI-6.0-Standard unterstützen.
  • DDR6-Kompatibilität: Die Zen 6-Plattform soll den nächsten Standard LPDDR6 (Low-Power) und möglicherweise DDR6 unterstützen.
  • Verbesserte Chiplet-Interkonnektivität: Die Architektur des Infinity Fabric wird weiterentwickelt, um eine höhere Bandbreite und geringere Latenz zwischen den Chiplets und I/O-Dies zu gewährleisten.
  • AVX-512: Weitere Optimierungen und breitere Implementierung der AVX-512-Befehlssatzerweiterungen zur Beschleunigung von HPC- und KI-Workloads.
  • Integrierte Grafikeinheit (iGPU) der nächsten Generation: Die integrierte Grafikeinheit wird auf einer neuen Architektur basieren (Nachfolger von RDNA 3.5), was eine erhebliche Steigerung der Grafikleistung und der Raytracing-Fähigkeiten mit sich bringen soll.
  • Optimiertes Power-Management: Fortschritte im Power-Management sollen die Energieeffizienz pro Watt im Vergleich zu Zen 5 nochmals deutlich steigern.

Nvidia könnte für den ARM-Durchbruch unter Windows sorgen

Bisher gibt es ARM-CPUs für Windows Rechner nur von Qualcomm, das könnte sich 2026 ändern. Der ARM-basierte Prozessor N1x, der in Kooperation mit MediaTek entwickelt wurde, soll laut dem bekannten Youtuber Moores Law Is Dead Anfang oder Mitte nächsten Jahres in Alienware-Laptops debütieren. Technisch wird hier ein hochleistungsfähiger ARM-Kern-Cluster (basierend auf Custom Cortex-X Varianten) mit einer leistungsstarken integrierten GPU kombiniert, die voraussichtlich über die neuesten RTX-Echtzeit-Raytracing-Features der Blackwell- oder Ada-Generation verfügt. 

Der N1x von Nvidia dürfte für neuen Schwung für die ARM-Architektur unter Windows sorgen. (Bildquelle: Nvidia) Der N1x von Nvidia dürfte für neuen Schwung für die ARM-Architektur unter Windows sorgen. (Bildquelle: Nvidia)

  • Architektur: Es handelt sich um einen ARM-basierten Prozessor (APU), der speziell für Laptops entwickelt wurde und primär Windows on ARM antreiben soll.
  • Kern-Cluster: Der Chip soll eine hohe Kernanzahl bieten, Gerüchten zufolge bis zu 20 Rechenkerne in einem Cluster.
  • Wettbewerbssegment: Der N1x zielt direkt auf das High-End-Segment der mobilen x86-Konkurrenz von Intel (Panther Lake) und AMD (Zen 6) ab.
  • Integrierte GPU: Integration einer leistungsstarken iGPU, die auf den neuesten RTX-Technologien (möglicherweise Blackwell oder Ada Lovelace) von Nvidia basiert.
  • Gaming-Fokus: Die APU ist Berichten zufolge für den Einsatz in Gaming-Laptops konzipiert, was auf hohe Grafikleistung hindeutet.
  • AI-Beschleunigung: Er verfügt über dedizierte Tensor-Kerne zur Beschleunigung von KI-Anwendungen und neuronalen Netzen.
  • Speicherunterstützung: Der N1x soll schnelle Speicherstandards (vermutlich DDR6) unterstützen, die für die hohe Datenrate der kombinierten CPU/GPU-Einheit notwendig sind.

Schnellerer RAM und stromsparende Displays

Die Leistungssteigerung der Prozessoren erfordert schnellere Speicherstandards. Hier wird die mobile Welt durch LPDDR6 (Low-Power Double Data Rate 6) definiert. Wir erwarten, dass die ersten Module mit Geschwindigkeiten von 8800 MT/s (Megatransfers pro Sekunde) starten und mittelfristig bis zu 17.600 MT/s erreichen, was eine Verdoppelung des Speicherdurchsatzes gegenüber aktuellen High-End-Laptops bedeutet. Später soll die Geschwindigkeit dann vermutlich auf 21.000 MT/s ansteigen.

Diese Geschwindigkeit ist entscheidend für die Versorgung der leistungshungrigen NPUs. Technisch bedingt wird die Etablierung von LPDDR6 die Durchsetzung des modularen CAMM2-Standards (Compression Attached Memory Module) in immer dünneren Geräten vorantreiben, da dieser die Signalintegrität bei solch hohen Frequenzen besser gewährleistet.

Neues wird es auch bei Apple geben: Wie unter anderem Mac Life berichtet, soll sich im kommenden Jahr speziell bei den MacBooks einiges tun. Neben einem runderneuerten Design und dem M6-Prozessor soll auch der Wechsel zu OLED-Displays erfolgen. Dazu halten sich hartnäckig die Gerüchte, dass die Geräte zudem einen Touchscreen erhalten werden. 

Aber nicht nur in Cupertino wird es Neuerungen bei den Displays geben. Wir hatten bereits darüber berichtet, dass es bald erste Displays geben wird, welche die Bildwiederholfrequenz adaptiv bis auf 1 Hz senken können. Dank dieser Technologie soll der Energieverbrauch des Display-Subsystems bei statischen Inhalten um bis zu 65 Prozent sinken. Speziell bei mobilen Rechnern sollte sich der Einsatz solcher Panels spürbar auf die Akkulaufzeiten auswirken. 

Fazit

Was Notebooks betrifft, wird 2026 ein spannendes Jahr werden. Zwar wird es wohl keine neue mobile GPU-Generation geben, dafür rüsten die CPU-Hersteller massiv auf. Ob AMD oder Intel sich mit dem Titel schnellster mobiler Prozessor schmücken dürfen, ist noch völlig offen. Klar dürfte aber schon jetzt sein, dass Intel sehr viel daran setzen wird, AMD wieder auf Platz zwei zu verweisen. 

Besonders spannend wird Nvidias erster ARM-Prozessor für Windows-Notebooks sein. Es wird spannend, ob der N1x schneller als Qualcomms neuer Snapdragon X2 Elite ist. Speziell bei der iGPU stehen die Chancen für Nvidia aber nicht schlecht. Wenn der N1x wirklich überzeugt, könnte das den Wandel von der x86-Architektur hin zu ARM deutlich beschleunigen.

Ansonsten wird es interessant sein, was Apple im Herbst 2026 mit seinen MacBook-Pro-Geräten so anstellen wird. Hier könnte uns das größte Redesign seit vielen Jahren ins Haus stehen. Und schließlich steht mit DDR6 noch ein neuer schnellerer Speicherstandard vor der Tür, den wir schon zeitnah in ersten hochpreisigen Laptops sehen werden. Das nächste Jahr wird definitiv spannend!

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