Der Chef von Nvidia hat keine Work-Life-Balance, kann sich nicht einmal einen Film ansehen, ohne an seine Firma zu denken

In einem Interview von 2024, das zuletzt wieder vermehrt Aufmerksamkeit bekommen hat, tätigt Nvidias CEO Jensen Huang einige interessante Aussagen.

Er ist der Chef des momentan wertvollsten Unternehmens der Welt: Jensen Huang von Nvidia. Er ist der Chef des momentan wertvollsten Unternehmens der Welt: Jensen Huang von Nvidia.

Nvidias Chef Jensen Huang hat im Mai 2024 ein Gespräch mit Patrick Collison geführt (via Mein-MMO).

Collison ist CEO der irisch-amerikanischen Firma Stripe, die sich der Abwicklung von Online-Zahlungen widmet.

Zu den aus unserer Sicht interessantesten Teilen des Gesprächs gehört der Blick auf die Arbeitsweise und die Work-Life-Balance von Jensen Huang, der ungefähr bei Minute 18:10 beginnt.


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  • Jensen selbst schätzt seine Work-Life-Balance als sehr gut ein, räumt aber ein, dass es darauf ankommt, wen man fragt. Gleichzeitig gibt er an, sieben Tage die Woche vom Aufstehen bis zum Schlafengehen zu arbeiten – die Arbeit ist demnach sein Leben.
  • Das es darin doch mehr als nur die Arbeit gibt, machen weitere Aussagen von ihm deutlich, unter anderem zu seinen Hunden: Früher bin ich um fünf aufgestanden. Mittlerweile stehe ich um sechs auf, wegen meiner Hunde. [...] Ich habe kein Problem damit, irgendwen aufzuwecken, aber ich fühle mich schuldig, wenn ich die Hunde aufwecke.
  • Er schaut außerdem laut eigener Aussage durchaus auch mal einen Film, kann sich aber danach schon nicht mehr daran erinnern, weil er die ganze Zeit an die Arbeit denkt.

Wir gehen im Folgenden noch auf weitere Aussagen aus dem Interview ein. In voller Länge könnt ihr es euch hier selbst ansehen:

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Die wichtige Streitfrage eines jeden Unternehmens: Meetings

Interessant sind auch Jensens Äußerungen zu Meetings, wobei er hier als CEO von Nvidia eine besondere Rolle einnimmt.

  • Sein gesamter Arbeitstag in der Firma besteht aus Meetings. Allerdings sucht Jensen sich diese Meetings sehr gezielt aus.
  • Was er dabei vermeidet, sind vor allem zwei Dinge: regelmäßige Meetings und Report-Meetings, weil er Angestellte hat, die das für ihn übernehmen und weil keine Reports an ihn erstellt werden müssen.
  • Stattdessen bevorzugt Jensen Meetings zur Problemlösung, zum Brainstorming und zur Entwicklung neuer Ideen, die er gerne auch selbst anberaumt.

Welche Ziele hat Jensen noch?

Ihm geht es vor allem darum, sogenannte 0-Milliarden-Dollar-Märkte im Blick zu haben.

  • Die Grundidee dahinter ist simpel: Etwas Neues erschaffen, für das es noch keinen Markt gibt, aber das großes Potenzial hat.
  • Dabei hat Jensen auch kein Problem damit, besonders schwierige Felder anzugehen, ganz im Gegenteil. Das sind seiner Ansicht nach die attraktivsten Märkte, eben weil sie so schwer zu schaffen sind, was die Konkurrenz von Haus verringert.
  • Dazu sagt Chancen auch Folgendes: Ich bin lieber ein Marktgestalter als ein Marktteilnehmer. Etwas Neues schaffen, das es noch nie zuvor gab, anstatt in Anteilen zu denken. Ich denke nicht gerne über Anteile nach. Ich mag das Anteilkonzept nicht.

Jensen hasst Tabellen

Ins Bild seiner obigen Aussagen und Ansichten passt auch seine Sichtweise auf Tabellen, was in diesem Zitat aus dem Gespräch mit Collison deutlich wird:

Ich hasse Tabellen, weil man damit machen kann, was man will. Aus einer Tabelle kannst du jedes beliebige Diagramm erstellen. Du musst nur ein paar Zahlen eingeben. Deshalb mag ich keine Tabellen. Aus diesem Grund mag ich Wörter, denn Wörter sind Gründe.

Wie erfolgreich der Mitbegründer von Nvidia ist, macht ein Blick auf aktuelle Zahlen deutlich: In puncto Marktkapitalisierung ist derzeit kein anderes Unternehmen auf der Welt so wertvoll wie Nvidia.

Dank des KI-Booms ist es Nvidia kürzlich gelungen, die erste Firma weltweit zu sein, die hier den Wert von 4 Billionen US-Dollar überschritten hat. Wie oft Jensens Hunde dafür (zu) früh geweckt werden mussten, erfahren wir aber wohl nie.

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