Nvidia Geforce RTX 2080 Ti - BSOD-Abstürze sollen per Treiber behoben werden

Vor einigen Tagen hieß es, dass vor allem bei der Nvidia Geforce RTX 2080 Ti Probleme mit hohen Ausfallraten der Grafikkarten auftreten würden. Es gibt aber auch Zweifel daran.

von Georg Wieselsberger,
08.11.2018 07:05 Uhr

Nvidias Geforce RTX 2080 Ti fällt laut einigen Nutzerberichten nach ungewöhnlich kurzer Betriebszeit aus. Die Hersteller berichten dagegen, dass es keine auffällig hohen Ausfallraten gebe.Nvidias Geforce RTX 2080 Ti fällt laut einigen Nutzerberichten nach ungewöhnlich kurzer Betriebszeit aus. Die Hersteller berichten dagegen, dass es keine auffällig hohen Ausfallraten gebe.

Update, 8. November 2018: Gamers Nexus hat inzwischen einige der erhaltenen, defekten Geforce RTX 2080 Ti getestet und war in der Lage, drei verschiedene Arten von Problemen zu reproduzieren.

Ein weit verbreiteter Fehler sorgt für einen Absturz des Rechners mit einem Blue Screen of Death (BSOD), liegt aber wohl nicht an einer wirklich defekten Grafikkarte. Dieses Problem wird von bestimmten Displays verursacht und soll laut einer Mitteilung bei Twitter noch heute oder am Freitag seitens Nvidia mit einem Treiber-Update behoben werden können.

Bei den anderen Fehlern handelt es sich um einen Absturz der Grafikkarte mit Rucklern bei 1.350 MHz und damit um einen echten Hardware-Fehler oder um Artefakte, die auf defekten Videospeicher hindeuten. Letzteres ist ebenfalls ein oft genanntes Problem.

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Update, 6. November 2018: Laut aktuellen Untersuchungen von Hardwareluxx deutet sich eine Ursache für die Meldungen zu defekten Geforce RTX 2080 Ti an. Wie bereits bekannt, stammen die meisten Meldungen zu Problemen von Besitzern einer Founders Edition, die von Nvidia direkt verkauft wird.

Bei diesen Modellen wurden nun mit Wärmebildkameras Infrarot-Aufnahmen und dann seitens Hardwareluxx auch Sensor-Messungen durchgeführt, laut denen der verbaute GDDR6-Speicher auf den Referenz-Grafikkarten in manchen Bereichen bei einer Übertaktung der Grafikkarte 92 Grad erreichen kann. Die maximale Temperatur der Speicherchips liegt laut Hersteller Micron bei 95 Grad. Viel Spielraum ist hier also nicht mehr.

Sofern es bei den Messungen noch einige Schwankungen gibt und vielleicht der eine oder andere Rechner in wärmeren Umgebungen steht, könnte die Temperatur des VRAMs also ein Grund für die Ausfälle der Grafikkarte sein.

Originalmeldung: In der letzten Woche gab es einige Meldungen von Besitzern von neuen Turing-Grafikkarten, bei denen vor allem die Nvidia Geforce RTX 2080 Ti im Fokus stand. Laut den Berichten gibt es mit diesem Modell, das bisher vor allem als Founders Edition von Nvidia direkt im Umlauf ist, Probleme, die von Abstürzen mit Blue Screens bis hin zu Bildfehlern oder kompletten Ausfällen reichen.

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Wir hatten auch darüber berichtet und darauf hingewiesen, dass es so viele Meldungen im Nvidia-Forum oder bei Reddit gibt, dass es sich nicht mehr um die zu erwartenden Einzelfälle zu handeln scheint. Sogar Austauschmodelle sollen teilweise die gleichen Fehler aufweisen.

Aber ohne die Anzahl der tatsächlich verkauften Exemplare lässt sich das natürlich schwer einschätzen und die Nutzer ohne Probleme melden sich in der Regel eher selten zu Wort. Dafür dürften im Gegenzug die Käufer einer derart teuren Grafikkarte bei einem Defekt noch wesentlich empfindlicher reagieren als sonst.

Bei Gamers Nexus will man einige der toten Geforce RTX 2080 Ti untersuchen, sofern deren Leser bereit sind, sie einzuschicken. In der Zwischenzeit hat die Webseite außerdem Kontakt zu Quellen bei den Grafikkarten-Herstellern aufgenommen und mit fast jedem Nvidia-Partner inoffiziell gesprochen. Kein einziger hat laut der Meldung über eine ungewöhnlich hohe Zahl defekter Karten und entsprechender Rücksendungen berichtet.

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Die von den Kunden genannten RMA-Gründe hätten sich nicht geändert und tatsächlich sei die RMA-Rate aktuell sogar außergewöhnlich niedrig. Bei einigen Herstellern liege sie bei unter 0,01 Prozent. Das könnte allerdings auch daran liegen, dass es noch so wenige Exemplare gibt, dass einfach noch kaum Fehler auftreten konnten. Gamers Nexus will das Problem aber trotzdem noch genauer untersuchen.

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