Nvidia Benchmark-Tool: Nvidia veröffentlicht FrameView - und stichelt gegen AMD

Die Zahl an Tools, um die Performance in Spielen zu messen, hält sich in Grenzen. Mit FrameView bringt Nvidia ein neues Tool raus, aber nicht ohne gegen Konkurrent AMD zu sticheln.

von Nils Raettig,
12.07.2019 20:27 Uhr

Nvidias Tool FrameView kombiniert die Auswertung von fps-Daten mit der Anzeige des Stromverbrauchs der Grafikkarte.Nvidias Tool FrameView kombiniert die Auswertung von fps-Daten mit der Anzeige des Stromverbrauchs der Grafikkarte.

Im Zuge der Veröffentlichung der neuen Geforce-Grafikkarten RTX 2060 Super und RTX 2070 Super hat Nvidia auch ein eigenes Benchmark-Tool namens FrameView vorgestellt. Nachdem es zunächst nur der Presse zugänglich war, kann es inzwischen jeder auf der Nvidia-Webseite herunterladen.

Welche Funktionen bietet FrameView? Die folgende Übersicht zeigt, was das schlanke Programm genau kann, das zu allen relevanten Grafikschnittstellen in Form von DirectX 9, 10, 11 und 12, OpenGL, Vulkan und auch Universal Windows Apps kompatibel ist:

  • konfigurierbares Overlay für die Anzeige von Leistungsdaten im Spiel
  • Anzeige der durchschnittlichen fps im Spiel
  • Anzeige der 99th-, 95th- und 90th Percentile fps (quasi minimale fps-Werte in unterschiedlich starker Abstufung) im Spiel
  • Anzeige des Stromverbrauchs des Grafikchips und/oder der gesamten Grafikkarte im Spiel
  • Benchmark/Aufzeichnen der Leistung über einen bestimmten Zeitraum

FrameView basiert dabei genau wie beispielsweise das von uns für Hardware-Tests derzeit genutzte OCAT (Open Capture & Analysis Tool) auf Intels Open-Source-Tool PresentMon.

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Spitzen gegen Konkurrent AMD

Bei der Beschreibung von FrameView lässt es sich Nvidia nicht nehmen, stellenweise gegen Hauptkonkurrent AMD und die Energieeffizienz der aktuellen Navi-Karten zu sticheln.Bei der Beschreibung von FrameView lässt es sich Nvidia nicht nehmen, stellenweise gegen Hauptkonkurrent AMD und die Energieeffizienz der aktuellen Navi-Karten zu sticheln.

Eine Besonderheit von FrameView ist die Möglichkeit, sowohl fps-Daten als auch Werte zum Stromverbrauch anzugeben.

Bei diesem Thema gibt es auf der Nvidia-Webseite zu FrameView dann auch eine erste Spitze gegen Konkurrent AMD: Deren API zum Auslesen des Stromverbrauchs gibt laut Nvidia Werte aus, die zwischen dem Verbrauch des Grafikchips und der gesamten Grafikkarte liegen, aus - statt der »echten Werte« in Form entsprechender Einzelangaben.

Im Abschnitt zum Stromverbrauch nimmt Nvidia schließlich mehr oder weniger deutlich die neuen Navi-Grafikkarten aufs Korn:

Dort heißt es, dass die Energieeffizienz von allen Aspekten des Designs einer Grafikkarte abhängen würde und nicht nur von der Größe des Fertigungsprozess - ein klarer Bezug darauf, dass Nvidias aktuelle RTX-Karten in 12-Nanometern-Fertigung enstehen, während AMD mit Navi auf eine 7-Nanometer-Fertigung setzt und trotzdem keine nennenswerten Vorteile bei der Performance pro Watt erzielt.

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Die eigene 12-Nanometer-Fertigung bezeichnet Nvidia im Folgenden außerdem noch als »effizienter als jede andere Architektur«.

Mit Blick auf unseren Test der RX-5700-Karten und die Messungen von Kollegen kann man abschließend allerdings zumindest festhalten, dass AMD Nvidia in Sachen Energieeffizienz mit Navi wieder sehr nahe gerückt ist.

FrameView basiert auf Intels PresentMon, um die Abstände zwischen dem Berechnen von Bildern an unterschiedlichen Punkten der Render-Pipeline zu erfassen.FrameView basiert auf Intels PresentMon, um die Abstände zwischen dem Berechnen von Bildern an unterschiedlichen Punkten der Render-Pipeline zu erfassen.


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