Obwohl die Netflix-Serie die ersten 100 Kapitel der Vorlage aufarbeitet (oder zumindest den Anspruch daran hat) fehlt in Staffel 1 von One Piece einer der wichtigsten Story-Stränge: die sogenannte Loguetown-Arc
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Dabei haben wir Loguetown bereits in der allerersten Folge von One Piece zu sehen bekommen - allerdings weit in der Vergangenheit: Bei der Hinrichtung von Gol D. Roger verschlägt es uns in die Stadt, die sich über eine ganze Insel erstreckt.
Auf diese wichtige Story verzichtet One Piece auf Netflix
Was genau fehlt denn in der Netfix-Serie? Im Manga beziehungsweise dem Anime verschlägt es dann Ruffy und seine Crew in die Stadtinsel, wo sie auf altbekannte, aber auch völlig neue Feinde treffen: So kehren zum Beispiel Buggy und Alvira zurück, während Mihawk und der Rote Shanks aufeinandertreffen und Ruffy seinen ersten eigenen Steckbrief in die Finger bekommt.
Mit den Mitgliedern der Marina Smoker und Tashigi treten auch zwei völlig neue Widersacher für die Strohhut-Piraten auf den Plan, während eine weitere, äußerst mysteriöse und wichtige Figur angeteast wird - zu der wir an dieser Stelle nicht zu viel verraten wollen. Teilweise wurden all diese Elemente auf eine andere Art und Weise in der Netflix-Serie überarbeitet.
Keine Zeit und kein Geld
Der Showrunner bereut den Verzicht - auch wenn es dafür gute Gründe gibt: Im Interview mit ScreenRant verrät Showrunner Steven Maeda, warum es die die fünf Kapitel umspannenden Abenteuer in Loguetown (noch) nicht in die Netflix-Serie geschafft haben und dass er diese Entscheidung definitiv bereut.
[Was ich am meisten bereute] ist, dass wir Loguetown nicht in der Gegenwart darstellen konnten, weil wir dafür zwei Episoden mehr gebraucht hätten und dafür schlichtweg nicht das Budget und Zeit hatten. Es gab auch keinen Raum, das in den acht Episoden [von Staffel 1] unterzubekommen, um [der Vorlage] gerecht zu werden.
Wir sehen Loguetown nur zu Beginn bei der Hinrichtung von Roger und natürlich wäre ich gerne wieder dorthin zurückgekommen, aber habe das in den acht Episoden nicht unterbekommen. Das hätten wir sonst nur viel zu schnell abhandeln müssen, während es gleichzeitig eine sehr teure Kulisse gewesen wäre. Aber das bereue ich definitiv, ja.
Langfristig ist das vielleicht auch die richtige Entscheidung: Da in Staffel 1 aufgrund Zeit und Budget kein Raum mehr war, ist es möglicherweise besser, dass dieses wichtige Element der Handlung vorerst gar nicht thematisiert, statt halbherzig abgefrühstückt wurde.
Sehen wir die Loguetown-Arc vielleicht in Staffel 2?
Doch es gibt noch Hoffnung: Nur weil die Loguetown-Arc in der ersten Season von One Piece nicht behandelt wurde, bedeutet das nicht automatisch, dass Netflix den Story-Strang komplett unter den Tisch kehrt. Sollte die Realverfilmung von One Piece fortgesetzt werden, könnte eine potenzielle Staffel 2 die ja noch aufarbeiten.
Aktuell ist noch keine zweite Season für One Piece offiziell bestätigt. Wie die Chancen dafür stehen und was ihr sonst zur Netflix-Serie wissen solltet, erfahrt ihr unter den folgenden Links:
Habt ihr die Netflix-Serie zu One Piece bereits gesehen und wenn ja, wie gut hat sie euch gefallen? Würdet ihr euch über eine zweite Staffel der Live-Action-Adaption freuen oder könntet ihr guten Gewissens darauf verzichten? Was ist eurer Meinung nach die beste Realverfilmung eines Mangas oder eines Anime? Lasst es uns in den Kommentaren wissen!
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