50% aufs erste Jahr – nur für kurze Zeit!

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Paradox wollte Civilization Konkurrenz machen, nach nur anderthalb Jahren endet jetzt der Support für den Rivalen

Im März 2024 brachte Strategiekoloss Paradox mit Millennia einen vielversprechenden Civ-Konkurrenten auf den Markt – schon jetzt gibt es keine Updates mehr.

Das war es für Millennia. Die Entwickler lassen von dem Strategiespiel endgültig ab. Das war es für Millennia. Die Entwickler lassen von dem Strategiespiel endgültig ab.

Während die ganze Welt noch auf Civilization 7 gewartet hat, wollten sich viele den Thron des historischen 4X-Strategiespiels unter den Nagel reißen. Einige waren dabei erfolgreicher als andere, so wirklich den Rang konnte Civ 6 aber niemand ablaufen – auch Civ 7 nicht, übrigens.

Mit Millennia wagte sich gar Paradox an das Genre, ein Publisher, der sich mit großen Strategiespielen und historischen Settings nur allzu gut auskennt. Gute Vorzeichen also und Millennia ist durchaus ein gut gelungener Civ-Konkurrent – doch wirklich durchsetzen konnte es sich offensichtlich nicht.

Denn wie das Entwicklerteam jetzt angekündigt hat, wird Patch 8 vom 3. Oktober der Letzte bleiben.

Video starten 12:23 Millennia - Test-Video zur neuen Civilization-Alternative

Das Ende nach 19 Monaten

Das Ende kommt damit etwas abrupt nach schon 19 Monaten. Heutzutage ist es recht ungewöhnlich, dass ein Spiel nicht einmal zwei Jahre nach seinem Release bereits keine Updates mehr erhält. Besser gesagt deutet das eben darauf hin, dass sich für das Studio und den Publisher die weitere Arbeit an dem Titel nicht mehr rentiert.

Gerade bei Strategiespielen wie Millennia, die eigentlich noch gut mit auch kostenpflichtigen Erweiterungen bestückt werden können. Für Millennia erschienen sogar noch 2024 gleich zwei DLCs, doch seither gab es keine weiteren Inhalte mehr.

Mit Update 8 kamen jetzt nochmal ein paar kleinere Verbesserungen ins Spiel, allerdings ebenfalls keine neuen Inhalte oder Features.

Wirklich viele Spielerinnen und Spieler konnte Millennia nie lange von sich begeistern. Zum Release erreichte es auf Steam seinen zahlenmäßigen Höhepunkt mit bis zu 8.300 gleichzeitigen Spielern. Die Zahl krachte aber schnell nach unten und inzwischen sind selten mehr als 100 Leute gleichzeitig im Spiel.

Immerhin wird Millennia nicht abgeschaltet, es wird nur keine Updates mehr geben. Ihr könnt es weiterhin kaufen und auch spielen.

Woran ist Millennia gescheitert?

Millennia war alles andere als ein schlechtes Spiel. Dafür sprechen die Bewertungen bei Steam, und auch im Test zeichneten wir das Strategiespiel mit 79 Punkten aus. Es konnte sich aber schlicht nie so ganz von der Konkurrenz abheben - auch, da es vor allem bei der Inszenierung haperte.

Sowohl Menüs als auch Grafik und vor allem Kampfanimationen sind in Millennia sehr reduziert und wirken ziemlich rückständig. Die wahren Qualitäten des Spiels entfalten sich erst, wenn man es spielt! Dort finden sich nämlich durchaus ein paar sehr kluge Ideen und coole Features, die es bei der Konkurrenz nicht gibt.

Allen voran die alternativen Zeitalter. So könnt ihr in Millennia statt nur von der Antike bis in die Zukunft auch zwischendrin ahistorische Epochen einleiten, die dann mit ein paar fantasievollen Neuerungen daherkommen.

Das hat aber offenbar nicht gereicht, um neben der Konkurrenz hervorzustechen. Derzeit ist das Strategiespiel um 50 Prozent reduziert, falls ihr ihm doch noch eine Chance geben wollt.

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